Was wurde aus …

Bruce Misamore

Russland muss Yukos-Aktionäre entschädigen

Vor dem Ständigen Schiedshof in Den Haag hat die russische Regierung  eine schwere Niederlage einstecken müssen. Die Richter sprachen den ehemaligen Hauptaktionären des einst größten russischen Energiekonzerns Yukos Schadenersatz in Höhe von 50 Milliarden Dollar zu. Die Den Haager Richter urteilten, dass die Zerschlagung von Yukos „politisch motiviert“ gewesen war. In brand eins 06/2012 sagte der frühere Yukos-Finanzchef, Bruce Misamore, zu der Enteignung: „Die Regierung von Präsident Wladimir Putin wollte die Kontrolle über die Wirtschaft nicht verlieren.“

Yukos war zwischen 2003 und 2007 Stück für Stück von der russischen Regierung enteignet worden. Die Behörden warfen dem Konzern vor, Steuern in Milliardenhöhe hinterzogen zu haben. Das nannte Misamore in brand eins 06/2012 einen „haltlosen Vorwurf“. Im Oktober 2003 wurde der Konzern-Gründer Michail Chodorkowski verhaftet. Zu dieser Zeit war er auf Platz 26 der »Forbes«-Liste der Reichsten der Welt. Ein Gericht sprach Chodorkowski schuldig, er saß zehn Jahre lang in einem Arbeitslager in Sibirien und wurde kurz vor Weihnachten 2013 begnadigt. Chodorkowski hat nach eigenen Angaben keine Forderungen gegen Russland bezüglich der Yukos-Enteignung.

Die drei Hauptaktionäre hatten von Russland 103 Milliarden Dollar Schadensersatz gefordert, werteten den Spruch des Den Haager Schiedshofs dennoch als Erfolg. Es wird erwartet, dass Russland gegen die Entscheidung Berufung einlegt. 

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