Was wurde aus …

Eine japanische Teezeremonie mit Geschäftskunden kann peinlich sein, weil man sich bei dieser Gelegenheit die Schuhe ausziehen muss. Samy Liechti blamierte sich mit seinen abgewetzten Socken so sehr, dass daraus eine Geschäftsidee entstand. Der Betriebswirt und ehemalige Berater für McDonald’s und die Swisscom erfand das Socken-Abo. Den Kunden werden in regelmäßigen Abständen immer die gleichen Socken zugeschickt. Das lästige Einkaufen entfällt.

12.000 Abonnenten hatte Liechti damals. Heute sind es rund 60.000 Kunden aus 75 Ländern.

Nun entwickelte seine Firma Blacksocks die wohl schlauesten Strümpfe der Welt. Sie sind mit einem RFID-Chip ausgestattet, der Informationen wie Alter und Zahl der überstandenen Waschgänge speichert. Auch beim Sortieren der Socken hilft die Technik und fügt zusammen, was ein Paar sein sollte. Zudem kann der Kunde mit einer kostenlosen iPhone-App die Farbintensität prüfen: Sind die Socken noch schwarz? Oder schon nebelgrau? Ein Ampelsystem hilft bei der Entscheidung, was aussortiert werden sollte. Altware kann an Blacksocks zurückgeschickt werden und kommt der Hilfsorganisation Texaid zu.

Die angesprochene Zielgruppe ist eindeutig: Männer mit Spaß an Gimmicks bzw. einem Sockenschuss.

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