Was wurde aus ...

Andreas Stockburger (links) und Marc Schlegel

Während sich ihre Kommilitonen nach dem Abschluss in Betriebswirtschaftslehre an der Universität St. Gallen bei großen Unternehmen bewarben, wollten Andreas Stockburger und Marc Schlegel lieber ihre eigenen Chefs werden. In einem Onlineshop mit Erotik-Ratgeber sahen sie eine Marktlücke.

Noch ist die Idee nicht aufgegangen. „Ab und an plätschern ein paar Bestellungen rein“, sagt Schlegel. Der monatliche Umsatz liege bei etwa 1000 Euro. „Wir haben relativ schnell gemerkt, dass es noch dauert bis wir mit Vibraa Geld verdienen und davon leben können. Wir haben uns dann wieder auf das besonnen, was wir nebenher immer schon gemacht haben: Webseiten erstellen“, sagt Stockburger. Vibraa wurde zu einem Projekt neben vielen.

Der Grund für den Misserfolg: „Wir haben zu viel Zeit in den Aufbau und den Feinschliff des Onlineshops gelegt, aber zu spät an Werbung und den Verkauf gedacht“, sagt Schlegel. Dennoch soll es weitergehen. Auch weil sie gelernt haben, dass man weniger vom Schreibtisch aus arbeiten sollte und seine Ideen früher in der Praxis erproben sollte.

„Ich würde nie mehr mit einem Businessplan beginnen, sondern den erst viel später schreiben. Man macht Annahmen, jongliert mit Zahlen und definiert ein Produkt, ohne wirklich die Bedürfnisse der Kunden zu kennen“, sagt Stockburger. „Man verliert sich schnell in Fantasiewelten.“

Viel Geld verloren haben die beiden nicht: 271 Euro haben sie bislang in das Projekt gesteckt. Und Druck, möglichst bald hohe Umsätze zu erzielen, machen sie sich auch nicht. „Wir können Vibraa sehr lange laufen lassen, weil eigentlich nur die Domain etwas kostet“, sagt Schlegel. Denn: Vibraa hat keine Ware auf Lager. Erst wenn Bestellungen eingehen, wird Sexspielzeug aus Spanien geordert.

Nun haben die Vibraa-Gründer eine Kooperation mit ihrer ehemaligen Hochschule, der Universität St. Gallen, vereinbart. Ab September sollen sechs Master-Studenten dabei helfen den Shop bekannter zu machen.

Mehr aus diesem Heft

Idea
Read