Was wurde aus …

Geblieben ist die Idee: „Ein Spiel dauert länger als 90 Minuten und hat mehr als 22 Spieler", sagt Mart Stanzl. Und so hat sich Nizeshot von Anfang an um die Fans gekümmert, die vor und nach dem Spiel ihre Vereinsfarben zur Schau tragen. Denn Fußball-Trikots verkauft man nicht an Spieler, sondern an ihre Anhänger.

Die meisten Trikots sind allerdings zwei Nummern zu groß und aus Kunststoff. Nicht so bei Nizeshot. Hier wird dicker Stoff verwandt, eng geschnitten und aufwändig bestickt. Cool und sexy. Mit Aufträgen für 1860 München und den VfB Stuttgart kam der Durchbruch. Es folgten eine Menge Versprechen. „Eine Agentur wollte uns groß rausbringen und wir sollten ins Golf-Geschäft einsteigen. Aber das ist alles nicht gut gelaufen", sagt Stanzl. „Wir mussten erst mal unsere Hausaufgaben machen." Mit der Auswahl der Partner ist er jetzt vorsichtiger.

Momentan ist Nizeshot u.a. bei den Vereinen von Karlsruhe und Frankfurt im Spiel. Dazu gibt es die neue After-the-Game-Kollektion für die Tage zwischen den (Spiel-) Tagen. Sie entsteht in Kooperation mit dem Sportausrüster Jako. Reich werden Stanzl und sein Partner Josh Schmidt damit noch nicht. Aber es reicht, um sich eine Fußballmannschaft zu kaufen. „Für ein paar Pfund" erwarben sie zusammen mit anderen die Mehrheit am britischen Verein „Ebbsfleet United". Stanzl weiß gar nicht genau, in welcher Liga die spielen (5. Liga). Ist auch egal. Man kann sich auch so fühlen wie ein russischer Milliardär.

Auf den Vorwurf, dass die Trikots zu eng wären für das Alleinstellungsmerkmal vieler Fußballfans - den Bierbauch – kontert Stanzl geschickt: „Die sollen das als Ansporn verstehen." Ähnliches sagte er wohl auch Hertha-Manager Dieter Hoeneß, sollte der jemals die Webseite von Nizeshot besuchen. Dort wird nämlich momentan der schlechteste Fußball-Manager der Bundesliga gewählt. Und welch ungewöhnlicher Anblick: Die Berliner Hertha steht ganz oben.

Weitere Informationen unter: www.nizeshot.com

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