Was wurde aus …

Jochen Dettmer, Bundesgeschäftsführer des Neuland e.V., räumte gegenüber brand eins ein: „Ein Teil unseres Kontrollsystems hat versagt.“ Und: „Leider war kriminelle Energie im Spiel, die wir nicht erwartet und zu spät erkannt haben.“ Man arbeitete laut Dettmer seit 1996 mit dem Geflügelzüchter zusammen: „Wir waren der Meinung, dass Herr Langfeld über eine Mastkapazität verfügt, die unserer Bestandsobergrenze entspricht und den Marktanforderungen genügt.“

Mitte 2012 habe es erstmals Meinungsverschiedenheiten gegeben: Langfeld habe eine schnell wachsende Hühnerrasse in der Mast einsetzen wollen, Neuland habe das abgelehnt. Im Oktober 2013 hätten sich bei einer Kontrolle „Ungereimtheiten“ ergeben. „Danach haben wir sofort reagiert“, sagt Dettmer. Die Recherchen der »Zeit« hätten „die Wahrheitsfindung dann beschleunigt“.

Neuland hat Anzeige gegen Langfeld erstattet. Dettmer spricht von einem „bedauerlichen Einzelfall“ und kündigt „lückenlose Aufklärung“ an. Langfeld sagte dem NDR, er habe die Liefermengen, zu denen er verpflichtet gewesen sei, nur unter Umgehung der Neuland-Vorschriften erfüllen können. Der Geflügelzüchter hat im Dezember 2013 seinen Vertrag mit Neuland gekündigt. Weil dabei Fristen nicht eingehalten worden seien, fordert der Verein Schadenersatz von ihm.

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