Was wurde aus …

Vor wenigen Monaten hat nun das renommierte Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie Frondels Kampfschrift wider den Solarstrom analysiert – und ordentlich zurechtgestutzt. Frondel operiere mit „fehlerhaften Daten“, treffe „unplausible Annahmen“ und blende bestimmte Aspekte und Zusammenhänge aus, deshalb lägen die von ihm errechneten Förderkosten „um mindestens 6 Prozent und um bis zu 42 Prozent zu hoch.“ Allein dass das RWI den Kapitalwert der Förderkosten nicht wie üblich diskontiere - die Einspeisevergütung fällt ja nicht in einem Jahr an, sondern während zwei Jahrzehnten – verteuere Frondels Berechnung um 8,7 Milliarden Euro. Weitere 3,7 Milliarden Euro müssten von Frondels Rechnung abgezogen werden, weil viele Solar-Anlagen auch dann noch Strom produzierten, wenn ihr Strom nach 20-jähriger Förderung nicht mehr vergütet wird. Auf diese Weise reduzieren die Wuppertaler Wissenschaftler die Berechnung ihres Essener Kollegen Stück für Stück und schmelzen Frondels ursprüngliche 65,5 Milliarden Euro auf 46 Milliarden ein.

Noch gar nicht berücksichtigt seien in dieser Rechnung positive „externe Effekte“ des Solarstroms wie die Reduktion von CO2-Emissionen oder die Tatsache, dass die Anlagen im Inland Wertschöpfung erzeugen und Arbeitsplätze schaffen. Ebenso ignoriere die RWI-Studie den enormen Kostenrückgang für Photovoltaik-Anlangen: „Letztlich berücksichtigen die RWI-Berechnungen in keiner Weise den zukünftigen weltweiten Nutzen durch die deutliche Kostensenkung der Fotovoltaik-Technologie, die erst durch die Förderung der letzten zehn Jahre möglich geworden ist.“

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