Was wurde aus …

Auf ihn ist man stolz: George Eastman, dessen Haus heute ein Filmmuseum ist

Die Presseerklärung soll Zuversicht verbreiten: Das seit Jahren schwer lädierte Traditionshaus kündigt darin an, den Verlust im zweiten Quartal diesen Jahres auf 224 Millionen Dollar reduziert zu haben. Im gleichen Vorjahreszeitraum waren es noch 299 Millionen Dollar. Man werde das 2012 eingeleitete Insolvenzverfahren bald abschließen, um künftig im Geschäftsfeld „Digital Imaging“ neu zu wachsen.

Steffan Heuer hatte allerdings schon 2006 festgestellt, dass Kodak “beim Übergang in die digitale Welt den Finger zu spät am Auslöser” hatte. Damals liefen die Anstrengungen auf Hochtouren, das 1892 gegründete Unternehmen mit drastischen Einschnitten zu retten.

Der damalige Vorstandsvorsitzende Antonio Perez – bis heute im Amt – schloss zahlreiche Werke und verabschiedete sich von kompletten Geschäftsbereichen. Der Umsatz ist seit 2006 von 13,3 auf 4,1 Milliarden Dollar gesunken, die Belegschaft von 41000 auf 13000 verringert worden. Trotzdem schreibt Kodak beständig weiter rote Zahlen.

Inzwischen hat sich Kodak darauf verlegt, sein Tafelsilber zu verkaufen. So stieß das Unternehmen Anfang des Jahres 1100 Patente für mehr als eine halbe Milliarde Dollar ab. Käufer war ein Konsortium bestehend aus den Firmen Adobe, Amazon, Apple, Facebook, Fujifilm, Google, HTC, Huawei, Microsoft und Samsung. Ausgerechnet jene IT-Firmen also, die seit Jahren mit innovativen digitalen Diensten Kodak das Leben schwer machen.

Mehr aus diesem Heft