EU-Agrarsubventionen 2011 – Wer bekommt wie viel?

Die Europäische Kommission subventionierte die Landwirtschaft im Haushaltsjahr 2011 mit rund 57 Milliarden Euro. Davon flossen circa 7 Milliarden Euro nach Deutschland. Zum einen als Direktzahlungen an landwirtschaftliche Betriebe, Unternehmen des Handels und der Ernährungswirtschaft. Zum anderen als Fördermittel für die ländliche Entwicklungen und den Umweltschutz.

Welcher Subventionsempfänger wie viel bekommt ist undurchsichtig und umstritten: Nicht alle Empfänger sind bekannt oder haben direkt etwas mit Landwirtschaft zu tun (vgl. brand eins 04/2011, "Kassieren und schweigen"). Agrar-Experten kritisieren, die großen Betriebe und Großgrundbesitzer erhielten zu viel, die kleinen Bauernhöfe zu wenig Geld.

Der Gerichtshofs der Europäischen Union urteilte Ende 2010, dass personenbezogene Daten, wie Name, Anschrift und Fördersumme von einzelnen Landwirten geheim bleiben müssen. In der Datenbank der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) sind daher nur noch Datensätze von juristischen Personen zu finden: Aktiengesellschaften, Genossenschaften, Gemeinden und Gesellschaften mit beschränkter Haftung – 1,9 Milliarden Euro haben sie erhalten. Unter ihnen: Sport- und Schützenvereine, Wohlfahrtsverbände, Stiftungen, Banken, Justizvollzugsanstalten, Ministerien und Energie-Unternehmen: insgesamt rund 12.500 Empfänger.

Wenn Sie in der Karte auf die einzelnen Landkreise und kreisfreien Städte klicken, sehen Sie, wie viele Fördermittel die Kreise wofür erhalten haben, wie sie im Vergleich zu anderen Kreisen abschneiden, wer innerhalb der Kreise der größte Empfänger ist und welche Bundesländer am meisten von den Agrarsubventionen profitieren.

 

Danke an: Brigitte Alfter und Nils Mulvad von Farmsubsidy.org für die Bereitstellung der Roh-Daten.

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