So schön war 2014 – und jetzt gehen wir mit der Zukunft in Serie

Wenn wir uns unsere erste Konferenz hätten malen sollen, hätte sie ziemlich genau so ausgesehen wie das, was wir an einem sonnigen Donnerstag im Mai gemeinsam erlebt haben: inspirierende Vorträge, spannende Diskussionen und eine Atmosphäre, die zum intensiven Austausch anregt.

Hier finden Sie Videomitschnitte, Fotos, Storify und Graphic Recordings vom Tag.

brand eins zum Anfassen, so hat ein Teilnehmer unsere Konferenz beschrieben. Kann es ein schöneres Feedback geben? Wir finden nein – und wollen aus dem gelungenen Start eine Serie machen: die brandeins-Zukunftskonferenz.

Fotos

Mitschnitte

Impulsvorträge

Zach Klein

Zach Klein, San Francisco

 

„Wer Erfolg hat, schiebt sich früher oder später selber ins Aus.“

 

Zach Klein gehört zu einer stetig wachsenden Zahl junger Gründer, Investoren und User, für die neue Geschäftsideen und neue Lebensformen zusammengehören. Er hat das Videoportal Vimeo und die Shopping-Site Svpply mitgegründet, er arbeitete für die Multimedia-Plattform Boxee und leitet zurzeit DIY, ein Netzwerk, in dem sich Kinder über ihre Bastelarbeiten austauschen und vernetzen – unter anderem in Kooperation mit Lego. Außerdem ist der 31-Jährige, der in San Francisco lebt und arbeitet, Mitglied von Founder Collective, einer Gruppe junger Unternehmer, die in kleine Start-ups investiert, und teilt sich mit anderen jungen Leuten Beaver Brook, einen privaten Wald in New York.

Schwerpunkt I:

Gründung & Geschäftsmodelle

 

Wie nutzen wir das Wissen unserer Zeit – und machen aus guten Ideen Unternehmen?

Zach Klein intoniert den Schwerpunkt I: Gründung & Geschäftsmodelle. Was die Redaktion von ihm wissen will: Wie nutzen wir das Wissen unserer Zeit – und machen aus guten Ideen Unternehmen? Wir erwarten einen Einblick in die Kunst, immer neue Geschäftsideen zu entwickeln – und wie wir sie zu einem Teil unseres Lebens machen können.

Professor Ortwin Renn, Stuttgart

 

„Ökonomie und Ökologie waren nie ein Widerspruch.“

 

Professor Ortwin Renn weiß, wie neue Technologien zu neuen Produkten führen können. Der 62-Jährige lehrt Umwelt- und Techniksoziologie an der Universität Stuttgart und leitet dort das Zentrum für Interdisziplinäre Risiko- und Innovationsforschung (ZIRIUS). Von 2006 bis 2012 stand er dem Nachhaltigkeitsbeirat von Baden-Württemberg vor und war Mitglied in der von Angela Merkel berufenen Ethikkommission „Zukunft der Energieversorgung“. Seit vergangenem Jahr gehört er dem wissenschaftlichen Beraterstab von EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso an, daneben ist er Präsident der Internationalen Gesellschaft für Risikoanalyse.

Schwerpunkt II:

Technologie & Kundenorientierung

 

Wie schöpfen wir die technischen Möglichkeiten aus und lernen mit anderen Augen zu sehen?

Ortwin Renn wird den Schwerpunkt II: Technologie & Kundenorientierung einleiten. Wie schöpfen wir die technischen Möglichkeiten aus und lernen mit anderen Augen zu sehen? Das ist seine Kernfrage für die Konferenz. Wir erwarten einen Ausblick auf neue Technologien, die Industrie 4.0 – und gute Gründe, warum wir vor der Zukunft der Technik keine Angst haben sollten.

Stefan Sagmeister

Stefan Sagmeister, New York

 

„Mutig zu sein zahlt sich immer für mich aus.“

 

Stefan Sagmeister gehört zu den gefragtesten Designern der Welt. Der gebürtige Österreicher, der seit mehr als 20 Jahren in New York lebt, hat für BMW gearbeitet und für die Rolling Stones, für Adobe und das Guggenheim-Museum, für Levi's und die »New York Times«. Seine Werke bewegen sich im Grenzgebiet zwischen Werbung und Kunst – sie überraschen, berühren und inspirieren. Um all das zu schaffen, nimmt sich Sagmeister jedes Jahr drei Monate frei, in denen er, wie er brand eins erzählte, „größere Bilder träumen“ kann.

Schwerpunkt III:

Kreativität & Neues Denken

 

Wie halten wir uns und unsere Organisation offen, beweglich und veränderungsbereit?

Für „So geht Zukunft“ wird Stefan Sagmeister den Schwerpunkt III Kreativität & Neues Denken einleiten. Er selbst spricht in diesem Zusammenhang lieber über Design und Glück und darüber, wie man dafür sorgt, dass Arbeit eine Berufung bleibt und nicht zum Beruf verkommt. Sein Impulsvortrag wird uns zeigen, wie wir offen und beweglich bleiben – und wie man Stücke designt, die den Betrachter glücklich machen. Wir erwarten einen Einblick in die Kunst, sich selbst immer wieder neu zu erfinden – und große Bilder.

Praktiker – Schwerpunkt I: Gründung & Geschäftsmodelle

Lena Schiller Clausen

Lena Schiller Clausen, Jahrgang 1980, beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit der deutschen Startup- und Coworking-Szene. Sie war Mitgründerin des betahaus Hamburg, hat einige Zeit eine Berliner Unternehmensberatung beraten und diverse Internet-Startups gegründet. Als Dozentin an der Universität Hannover schlägt sie Brücken zwischen der Welt der Wissenschaft und der Wirtschaft. In ihrem gerade erschienenen Buch „New Business Order“ beschäftigt sie sich mit der Frage, wie Startups Wirtschaft und Gesellschaft verändern. Sie lebt in Hamburg und Berlin.

Sebastian Diehl

Sebastian Diehl ist mit dem vor zweieinhalb Jahren gegründeten Lebensmittelladen Emmas Enkel eine innovative Verbindung von konventionellem und virtuellem Einkaufen geglückt. Seine Kunden können ihre Bestellungen in drei Geschäften in Düsseldorf, Essen und Berlin (ab Mai 2014), aber auch im Internet aufgeben oder über eine App bestellen, und die Waren später selber abholen oder sich liefern lassen. Der 32-jährige Betriebswirt arbeitete vorher im Bereich Fast Moving Consumer Goods (FMCG) für Wepa in Spanien, Frankreich, Portugal und Deutschland.

Arndt Kwiatkowski

Arndt Kwiatkowski, Jahrgang 1962, hat ImmobilienScout24 gegründet, den heute größten deutschen Internetmarktplatz für Immobilien, den er bis 2008 selber führte. Heute ist er Mitgründer und Geschäftsführer der Berliner bettermarks GmbH, die die nächste Generation von Lehrmaterial für Mathematik entwickelt. Deren adaptive Online-Lernplattform für Mathematik wird bereits in vier Sprachen an Schulen in Lateinamerika und Europa genutzt. Arndt Kwiatkowski ist verheiratet und hat vier Kinder.

Praktiker – Schwerpunkt II: Technologie & Kundenorientierung

Robert Boehme

Robert Böhme ist Systemadministrator mit dem Schwerpunkt Datensicherheit und war einer der Gründer der Linux-Einsteiger-Community. 2009 hat er das Team Part-Time-Scientist gegründet, das er bis heute leitet. Sie ist das einzige deutsche Team, das am Wettbewerb um den Google Lunar XPRIZE teilnimmt: den mit 20 Millionen Dollar dotierten Preis erhält die erste Gruppe, der es gelingt, ein Fahrzeug auf den Mond zu bringen, das dort mindestens 500 Meter fährt. Inzwischen arbeiten mehr als 100 Menschen für dieses Ziel, unterstützt von 24 Partnern aus Forschung und Wirtschaft. 

Jürgen R. Schmid

Jürgen R. Schmid, Jahrgang 1956, leitet seit mehr als 30 Jahren „Design Tech“, das einzige Design-Unternehmen weltweit, das sich auf den Bereich Maschinenbau spezialisiert hat. Für seine Entwürfe, die Maschinen effizienter, ergonomischer und erfolgreicher machen sollen, hat er mehr als 120 internationale Auszeichnungen erhalten. Er hat mehrere Bücher geschrieben, war mehrfach Mitglied internationaler Design-Jurys und entwickelte die Innovationsstrategie Design to success®.

Christian Bogatu

Dr. Christian Bogatu, Jahrgang 1975, studierte in Berkeley und Madrid, promovierte an der TU Berlin, arbeitete fünf Jahre lang als Unternehmensberater bei McKinsey & Company und gründete sein erstes Unternehmen 2001 in Kalifornien – heute zählt Kirsen Global Security mit Sitz in Berkeley zu den weltweit führenden Unternehmen für Sicherheitstechnik in der Logistikindustrie. Zusammen mit zwei Partnern folgte 2012 in Berlin die Gründung von Kiwi.Ki, einem Startup, das intelligente Schließsysteme herstellt und vertreibt. Der Ingenieur zählt zu den Gründern von hardwareberlin.com, einem Netzwerk von Hardware-Firmen, Geschäftsleuten und White-Hat-Hackern und lebt in Berlin und San Francisco. 

Praktiker – Schwerpunkt III: Kreativität & Neues Denken

Christoph Lieben-Seutter

Christoph Lieben-Seutter, Jahrgang 1964, ist seit 2007 Generalintendant der Elbphilharmonie und leitet außerdem die Laeiszhalle. Er verantwortet ein Musikprogramm mit jährlich rund 100 Konzerten unterschiedlicher Genres. Der gebürtige Wiener, der nach dem Abitur in der Computerindustrie tätig war, begann seine Karriere 1988 im Wiener Konzerthaus. Er war am Opernhaus Zürich tätig und leitete elf Jahre die Wiener Konzerthausgesellschaft sowie das Festival Wien Modern. Christoph Lieben-Seutter ist verheiratet und hat drei Kinder.

Janna Schmidt-Holtz

Janna Schmidt-Holtz hat in den vergangenen Jahren mehrere Unternehmen gegründet: Kaiserwetter in Hamburg bietet deutsches Fast- und Fingerfood an, Glossy Box ist ein Abo-System für gehobene Kosmetik, Event Inc ein Portal für lokale Event-Dienstleister. Die 30-Jährige hat Wirtschaft in Oxford studiert und vor ihrer Rückkehr nach Deutschland in London drei Jahre als Beraterin für Bain & Company gearbeitet.

Idea
Read