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Blautopf

 

Blautopf

„Der Blautopf ist ein magisches Gewässer“, sagt Fotograf Hartmut Nägele. Das besondere ist die blaue Wasserfärbung, die durch die Lichtstreuung des kalkhaltigen Quellwassers entsteht. Aus dem Blautopf, der in Blaubeuren in Baden-Württemberg liegt, entspringt die Blau. Unter dem Blautopf befindet sich eines der größten Höhlensysteme der Schwäbischen Alb. In Blaubeuren gibt es nicht nur den Blautopf, dort sitzt auch Ratiopharm. 2002 haben wir über das Unternehmen berichtet: „Gute Besserung, etwas billiger“.

Hartmut Nägele, 2002 30x30 cm Edition: 49+1

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Der Weltmotor

 

Der Weltmotor

Dieser Daimler-Motor wird intern nur „der Weltmotor“ genannt, weil die Maschine das Herzstück aller neuen schweren Lkw der drei großen Daimler-Nutzfahrzeug-Marken ist: Mercedes-Benz in Europa und Südamerika, Freightliner in Nordamerika und Fuso in Asien. Mindestens 20 Jahre lang soll der Weltmotor verbaut werden.

Fotograf Michael Hudler erinnert sich noch sehr gut an den Tag der Aufnahme. „Vor dem Foto sind wir mit einem Mercedes-Geländewagen über die Teststrecke gefahren – mit 130 km/h durch die Steilkurve“, sagt er. „Ich saß auf dem Beifahrersitz.“ Irgendwann musste Hudler dem Fahrer sagen, dass er nicht ganz so schnell fahren soll – sonst hätte er sich übergeben.

Michael Hudler, 2010 50x63 cm Edition: 19+1

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Trudelturm

 

Trudelturm

Der rund 20 Meter hohe Trudelturm steht im Berliner Ortsteil Adlershof – auf der ehemaligen Anlage der Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt.

Er wurde von 1934 bis 1936 gebaut und war zu seiner Zeit eine absolute Innovation, weil in ihm vertikale Luftströme erzeugt werden konnten. So war es möglich, den gefährlichen Flugzustand des Trudelns unter Laborbedingungen zu simulieren.

Oliver Helbig, 2011 50x70 cm Edition: 19+1

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Wellenkraftwerk

 

Wellenkraftwerk

„Der Riese hat Asthma. Mit jeder Welle schnauft er ein paar Dutzend Liter Gischt durch seine quadratmetergroßen Nasenlöcher. Und röchelt beim erneuten Luftholen“, schrieb Thomas Ramge in der brandeins-Ausgabe 10/2009. Der schnaufende Betonriese sitzt an der Nordküste der Azoreninsel Pico – und ist ein Wellenkraftwerk.

Michael Hudler, 2009 70x70 cm Edition: 9+1

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Giraffe

 

Giraffe

„In Nairobi, der Hauptstadt Kenias, gibt es das bekannte Hotel ‚Giraffe Manor’. Es ist umgeben von einer wunderschönen Parkanlage. Dort begegnet man den Rotschild-Giraffen zum Frühstück“, sagt Fotograf Peter Giraud, der zwei Tage dort gewohnt hat. Das Mädchen auf dem Foto ist die Tochter eines Rangers.

Das „Giraffe Manor“ befindet sich auf einem 140 Hektar großen Gelände und wurde in den 1930er Jahren erbaut. Auf dem Grundstück sind ständig Giraffen anzutreffen.

Peter Rigaud, 2007 30x42 cm Edition: 49+1

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Osterholz-Tenever

 

Osterholz-Tenever

Auf dem Bild ist der Pausenhof der Gesamtschule Bremen-Ost (GSO) in Osterholz-Tenever zu sehen. 1981 war der Ruf der Schule so schlecht, dass sie nicht genug Kinder für vier Klassen zusammenbekommen hat. Mittlerweile gehen zwei Drittel der Kinder im Viertel auf die GSO, und ihr Schulleiter muss regelmäßig um die hundert Absagen an Eltern verschicken. Die Fotografen Tine Reimer und André Hemstedt positionierten sich auf dem Dach der Schule und beobachten das Treiben der Kinder auf dem Schulhof.

André Hemstedt & Tine Reimer, 2011 70x80 cm Edition: 9+1

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Obst

 

Obst

Weil die Welt für Autisten chaotisch ist, hilft ihnen penible Ordnung. 2011 berichteten wir über Peter Schmidt („Allein unter Kollegen“). Für seine Kollegen ist er der Mann mit der unauffälligen Brille, das Software-Genie, das seine Textmarker im Halbkreis und das Obst quadratisch anordnet. „Einmal in der Woche ist Peter Schmidt auf dem Markt oder auf seinem Grundstück. Montags legt er sich das Obst für die ganze Woche hin. Das hilft ihm, den Überblick zu behalten“, sagt Fotograf Michael Hudler. brandeins-Redakteur Jens Bergmann hat das Bild in seinem Büro hängen. „Es erzählt eine Geschichte. Dadurch bekommt es einen gewissen Reiz. Da ich selbst unordentlich bin, ist es eine ständige Aufforderung für mich.“

Michael Hudler, 2008 21x26cm Edition: 79+1

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Krümmel

 

Krümmel

„So ein Kernkraftwerk ist sehr fotogen“, sagen die Fotografen Tinka und Frank Dietz. Das Bild entstand 2007, als im Kernkraftwerk Krümmel an einigen Stellen falsche Dübel entdeckt worden sind und das Kraftwerk vom Netz genommen wurde. Nach einer Reihe weiterer Zwischenfälle wurde Krümmel schließlich stillgelegt. „Wir konnten uns relativ frei bewegen und alles einsehen. Der Presse-Mitarbeiter warnte uns, dass wir unsere Kameras und Filme abgeben müssten, wenn es zu einer Kontamination kommen sollte.“

Tinka und Frank Dietz, 2008 30x30 cm Limitierte Auflage: 49+1

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Baustelle Hafenfront Bjorvika

 

Baustelle Hafenfront Bjørvika

In der Ausgabe 02/2011 berichteten wir über Norwegens Hauptstadt, die gern aufregend wäre. Oslo wollte sich neu erfinden. „Die Aufnahme dieser Baustelle war typisch für die damalige Zeit, weil die halbe Stadt aus Baustellen bestand“, sagt Fotograf Harmut Nägele. Auf dem Bild ist die Hafenfront der Bjørvika-Bucht zu sehen. Baustellenzäune und Kräne prägten damals das Stadtbild.

Hartmut Nägele, 2011 50x70 cm Edition: 19+1

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Bio-Bauernhof

 

Bio-Bauernhof

In der brandeins-Ausgabe 04/2011 berichteten wir über Reinhard Sommer, einen Demeter-Bauern am Stadtrand von Leipzig, der seinen kleinen Betrieb als Gegenmodell zur industrialisierten Landwirtschaft versteht („Die Entfesselten“). Auf dem Hof in Leipzig-Baalsdorf bewirtschaftet er acht Hektar Pachtland. Das Land teilt er sich mit einer Milchkuh samt Nachzucht, Schweinen, Mutterschafen, Kaninchen, Hühner, Tauben, Bienen – und einem Pferd. „Als ich mich mit einem Mitarbeiter von Herrn Sommer unterhalten hatte, fing das Pferd plötzlich an zu gähnen – und ich habe auf den Auslöser gedrückt“, sagt Fotografin Anne Schönharting.

Anne Schönharting, 2011 50x60 cm Edition: 19+1

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Türkischer Pavillon

 

Türkischer Pavillon

Vor dreizehn Jahren endete die erste Weltausstellung in Deutschland, die Expo 2000: fünf Monate Laufzeit, 18,1 Millionen Besucher – 2,1 Milliarden D-Mark Defizit. Die meisten Pavillons wurden abgerissen oder demontiert. Doch einige stehen immer noch verlassen auf dem Gelände. „Alle Gebäude waren vom Schnee bedeckt – wie im Märchen. Das war unheimlich schön“, sagen die Fotografen Tinka und Frank Dietz. „Doch gleichzeitig ist es ein wenig traurig, dass die Gebäude einfach vor sich hin verrotten. Neue Gebäude sehen jetzt so aus, als wären sie dem Untergang geweiht.“

Tinka und Frank Dietz, 2011 30x38 cm Edition: 49+1

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