DB Regio AG

Mobilitätsreport

„Die Route wird berechnet …“ Wie wir in der Verkehrswende auf die richtige Spur kommen, fragt brand eins im Mobilitätsreport und sucht nach Lösungen: Was kann das 49-Euro-Ticket? Wie sind wir in Zukunft auf dem Land unterwegs? Welche Rolle wird der On-Demand-Verkehr spielen? Ein Themenreport mit Zahlen und Fakten, Menschen und Geschichten.

Report bestellen

Mobilitaet teaser

Es war nicht wirklich damit zu rechnen, dass wir uns alle unterhaken und an einem Strang ziehen würden, um Individualverkehr und öffentlichen Personennahverkehr enger zu verzahnen und zukunftsfähig zu machen. Auch wenn wir uns im Prinzip schon lange alle einig sind: Verkehr muss ökologischer, ökonomischer und sicherer werden. Wer wollte auch dagegen votieren – angesichts von Luftverschmutzung, Energieknappheit, Klimaschäden, Unfalltoten, maroder Infrastruktur, betonierten Städten, verstopften Autobahnen, endlosen Staus und zahllosen Verspätungen. 

Eigentlich ist uns allen klar, dass wir für das Erreichen unserer Klimaziele und für unser Wohlbefinden dringend umsteuern und uns neu aufstellen müssen. Schließlich wissen wir, dass ein durchschnittlicher Linienbus so viele Menschen befördert wie 16 Autos. Wir haben gelernt, dass ein Elektrowagen der Kompaktklasse nach schon rund 30.000 gefahrenen Kilometern klimafreundlicher unterwegs ist als jeder vergleichbare Pkw mit Verbrennermotor. Und es ist uns inzwischen auch bewusst, dass allein der Autoverkehr in Deutschland für rund 87.600 Millionen Tonnen CO2-Emissionen jährlich verantwortlich ist – bei fast 150.000 Millionen Tonnen im Verkehrssektor insgesamt. 

Wir kennen vielleicht nicht die exakten Zahlen, aber wir wissen um die Tendenzen. Und um die Stellschrauben, an denen wir drehen müssen, um mit Blick auf die Mobilitätswende voranzukommen. Dass das nicht ohne Einschränkungen geht und jeder einen Beitrag leisten muss, ist auch jedem klar. Aber da kommt es dann regelmäßig zum Bruch, denn Einschränkungen dürfen immer nur die anderen betreffen. Da verweisen Bahnfans auf Autofahrer, Pendler auf Stadtplaner, Radfahrer auf Fußgänger, Privatleute auf Unternehmen, Politiker auf Betreiber, Kommunen auf den Staat, kurzum: alle auf alle und jeder auf jeden. 

In Umfragen behaupten 73 Prozent von uns, sie würden die Verkehrswende prinzipiell unterstützen. Und dann kommt das ABER, und jeder stellt seine Bedingungen. Schließlich hat jeder gute Gründe für sein Beharren auf dem Status quo. Und es stimmt ja auch: Es gibt noch zahllose Hürden auf dem Weg zu einer wirklich zukunftsfähigen Mobilität. Bedingungslos sprechen sich am Ende jedenfalls nur noch 24 Prozent der Befragten für die dringend notwendige Verkehrswende aus. 

Wie wir aus diesem Kreislauf entkommen? Mit Argumenten, Vorbildern, guten Beispielen. Wir haben uns für dieses Heft in der ganzen Welt umgeschaut, Pioniere gesucht, mit Bürgern, Politikern, Expertinnen, Betreibern, Pendlerinnen, Reisenden und Forschenden gesprochen. Wir haben Erstaunliches, Amüsantes, Überraschendes gefunden. Unglaubliches – und Nachahmenswertes. Vielleicht ist das eine oder andere Argument dabei, das Sie so noch nicht kannten. Und das Sie überzeugt. Das wäre ein erster Schritt. Denn die Wende schaffen wir nur mit der Bereitschaft eines jeden Einzelnen, bei sich selbst anzufangen und sich zu bewegen. 

Susanne Risch, Chefredakteurin


Mobilitätsreport

Route wird berechnet...

Wie schaffen wir die Verkehrswende?

Report bestellen


Dieser Text stammt aus unserer Redaktion Corporate Publishing.