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Brixen, Gewerbegebiet. Hier residiert der Weltmarktführer in Sägewerksautomation, Holzvermessung und Qualitätsbestimmung. Mit sechs Standorten in Europa, Kanada, Australien. Und Kunden in aller Welt. Exportquote: mehr als 98 Prozent.


Eine Art Computertomograf für Baumstämme.
Der Geistesblitz von Federico Giudiceandrea reduziert den Ausschuss und erleichtert die Verarbeitung.

Der Mann, auf dessen Arbeit all das basiert, sitzt vor Bildern des niederländischen Künstlers M. C. Escher. Federico Giudiceandrea, dessen Eltern aus Kalabrien stammen, ist seit Langem fasziniert von Eschers Spiel mit Perspektiven und optischen Täuschungen. Er selbst hat schon während seines Studiums der Elektrotechnik ein Gerät erfunden, das ebenso innovativ war. Doch von all dem erzählt er nicht einfach – er schwärmt. „Ich liebe meine Arbeit und gebe nie auf, wenn mich eine Idee gepackt hat“, sagt er.

Giudiceandreas Idee war es, der Natur mit Maschinen näher zu kommen. Eine seiner ersten Entwicklungen war ein Scanner, der Äpfel nach Farben unterschied. Es folgten Sortiermaschinen für Kiwis oder Spargel. Eines Abends saß er zusammen mit dem Physiker Paul Durst und Hansjörg Thaler, dessen Vater ein Sägewerk besitzt. Sie hatten eine Schnapsidee: Wie wäre es, wenn man in das Innere eines Baumes blicken könnte? So ließe sich der Verschnitt reduzieren. Für die Südtiroler ein naheliegender Wunsch: Die Holzindustrie ist in der Region traditionell enorm wichtig.

„Ich liebe meine Arbeit und gebe nie auf, wenn mich eine Idee gepackt hat.“

Microtec wird 1980 gegründet. Das Unternehmen beschäftigt sich mit der biometrischen Vermessung von Holz zur Bestimmung der Qualität und der Berechnung der optimalen Nutzung für jeden einzelnen Stamm. 1985 führt Microtec die 3-D-Lasertriangulation ein, eine geometrische Methode der optischen Abstandsmessung per Laserstrahl. 1995 stellt das Unternehmen seine Goldeneye-Technologie vor, mit der Stämme mit bis dahin unbekannter Präzision durchleuchtet werden können.

Die jüngste Entwicklung heißt CT.Log – der erste Computertomograf für Bäume. Eine Weltsensation! Nach zehn Jahren Forschung und Entwicklung! Die Baumstämme laufen auf einem Förderband durch eine rotierende Apparatur mit Röntgen- und Messgeräten. In nur drei Sekunden wird ein sechs Meter langer Baum erfasst. Danach wird die gesamte Information, 1500 Bilder pro Sekunde, aufgearbeitet und auf einem Monitor dreidimensional dargestellt – inklusive einer Maske, die effiziente Schnitte nahelegt und für maximalen Ertrag sorgt.

Einen der ersten CT.Logs hat Microtec nach Chile geliefert. Das dortige Sägewerk steigerte damit seine Effizienz um 20 Prozent. Federico Giudiceandrea sagt: „In zehn Jahren wird überall in der Welt jeder Baumstamm durch ein Gerät wie unseren CT.Log geschoben. Da bin ich ganz sicher.“

BESONDERE SÜDTIROLER PRODUKTE AUS HOLZ

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