Einbildung? Ausbildung? Bildung!

Wir sind wieder einmal auf dem besten Weg, eine wichtige Reform zu zerreden, meint Paul Nolte, Professor für Neuere Geschichte an der International University Bremen – und plädiert für eine neue Wissenselite.




Eliten sind wieder im Gespräch. Doch die Situation ist paradox. Auf der einen Seite wächst in Deutschland die Entfremdung zwischen dem Volk und seinen Eliten: den wirtschaftlichen, den politischen, vielleicht sogar den wissenschaftlichen. Verdienen die Eliten, was sie verdienen? Der Mannesmann-Prozess ist ein Lehrstück nicht nur über Manager-Moral, sondern auch über populistische Gefühle. Hat die politische Klasse nicht längst den Kontakt zu ihren Wählern, zu der breiten Bevölkerung, verloren? Gerade in der Reformkrise, in der das Land sich windet, fühlt sich jeder schnell als Verlierer, von der politischen Führung kalt am Wegesrand zurückgelassen. Die Reputation der Akademiker, der Professoren, der Wissenschaftler ist auch nicht mehr das, was sie einmal war. Die neuen Role Models behaupten sich eher im künstlichen Dschungelkampf; sie entstammen dem massenmedialen Schnellkochtopf und lösen sich in heißem Dampf auf.

Und dann, auf der anderen Seite, ertönt der neue Ruf aus Berlin: Wir brauchen Eliten, wir brauchen Bildung von und für Eliten und Forschung auf internationalem Spitzenniveau. Der Zeitgeist wird wieder auf Innovation getrimmt. Die Amerikaner machen es vor – warum sollten wir es nicht nachmachen können? Schaffen wir also viele kleine Harvards, Princetons, Stanfords, MITs in Deutschland! Natürlich, so beeilt man sich hinzuzufügen, lässt sich das amerikanische Modell nicht eins zu eins umsetzen – Studiengebühren und echter Wettbewerb der Konzepte sind bitte auszuschließen. Wie es sich für unser Land gehört, muss der Staat die oberste Kontroll- und Regulierungsinstanz bleiben. Wer zur Elite gehört, was sich Elite-Hochschule nennen kann, soll am besten das Bildungsministerium festlegen. Oder ist die Idee schon wieder als Totgeburt begraben?

Denn das ist ja der eigenartige Grundzug der gesamten Reformdebatte in unserem Land: Konzepte kommen auf den Tisch, manche von ihnen durchaus gehaltvoll, mutig, zukunftsweisend; sie werden von Politikern und Experten gründlich und kontrovers diskutiert – und im nächsten Moment wird der Deckel wieder zugemacht. Dann bleibt nur die Illusion der Veränderung übrig. Haben wir den Sozialstaat wirklich neu justiert? Wo ist die große Steuerreform geblieben? Und die Entflechtung der Bund-Länder-Kompetenzen? So ähnlich könnte es auch mit der Eliten- und Bildungsdiskussion gehen. Dabei ist auch hier unbestritten: Wir brauchen Veränderung als Antwort auf eine doppelte Herausforderung. Deutschland steckt in einer Krise, seine Strukturen sind zu starr. Und gleichzeitig wandelt sich die Umwelt der Politik: Die ökonomische, die wissenschaftliche, die kulturelle Dynamik droht unserer institutionellen Verfasstheit davonzueilen. Doch mit einem hurtigen Opportunismus des Etikettenwechsels ist es gerade bei Bildung und Wissen nicht getan – wir müssen tiefer bohren.

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Kann man Bildung und Eliteformierung von oben dekretieren, aus der Politik heraus steuern und kontrollieren? Zweifellos sind die Chancen für eine erfolgreiche Intervention in Problemzonen der Gesellschaft hier größer als anderswo. Die Hoffnung, den Arbeitsmarkt in den Griff zu bekommen, die Massenarbeitslosigkeit mit politischen Instrumenten dramatisch reduzieren zu können, überhaupt eine nationale Ökonomie unter den Bedingungen der Globalisierung ministerial dirigieren zu können, hat sich längst in Luft aufgelöst. Die Bildung dagegen ist ein Bereich, der politischer und zivilgesellschaftlicher Gestaltung durchaus zugänglich ist – ein Bereich zudem, der in den vergangenen Jahrzehnten eher zu wenig als zu viel politische Aufmerksamkeit erhalten hat. Die Quittung ist uns in internationalen Vergleichsstudien wie Pisa immer wieder serviert worden, mit jenem eigentümlichen, nur auf den ersten Blick widersprüchlichen Ergebnis: In Deutschland ist die Grundförderung der bildungsfernen Schichten ebenso rückständig wie die Förderung an der Spitze.

Aber was kann die Antwort darauf sein? Eine klassische Hoffnung des 20. Jahrhunderts richtete sich auf Bildung als ein Instrument des Social Engineering. Die Produktion von Wissen sollte der Steuerung der Gesellschaft zugute kommen. Sie verknüpfte sich mit der Erwartung, den als chaotisch empfundenen Lauf der Moderne, und nicht zuletzt die anarchischen Züge der kapitalistischen Ökonomie, durch Verwissenschaftlichung, rationale Planung und Expertentum in gerade Bahnen zu lenken und einen Primat der Politik noch einmal durchzusetzen. Wissenschaftliche Expertise unter Oberhoheit der Politik als elitäre Führung der Gesellschaft: Diese Vision verdichtete sich seit den dreißiger Jahren in West und Ost, in Kapitalismus und Kommunismus zum Leitbild einer szientifischen Expertokratie, die als zeitgemäßer Ausdruck der Demokratie empfunden werden konnte, aber auch in offenen Gegensatz zu Demokratie und liberaler Selbststeuerung der Gesellschaft geriet. In den sechziger und siebziger Jahren erreichte diese Bewegung noch einmal einen Höhepunkt, seitdem huscht sie nur noch als Schatten durch eine Welt, die eingesehen hat: Das Zeitalter des Dekretierens, der zentralen Kontrolle, der politisch-elitären Steuerung ist vorbei. Seit dem Siegeszug der mathematischen und physikalischen Chaos-Theorien wird das Chaos nicht mehr verabscheut, sondern ist Grundlage einer offen vernetzten Welt geworden. Experimentieren statt Dekretieren steht auf der Tagesordnung. Diese Einsicht sollten wir auch in der Bildungsdebatte ernst nehmen.

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Heißt weniger staatliche Regulierung automatisch: mehr Markt und damit eine Unterwerfung der Bildung unter ökonomische Imperative, die ihr eigentlich fremd sind und fremd bleiben müssen? Diese Sorge ist in Deutschland immer noch besonders weit verbreitet. Die Bildungsrevolution von 1968, inzwischen gut eine Generation alt, hat manchen bildungsbürgerlichen Muff radikal kritisiert, aber die Staatsbindung des deutschen Akademikers nicht ernsthaft in Frage gestellt. Schließlich ging der vielzitierte Marsch durch die Institutionen meist mit dem eigenen Eintritt in den höheren Staatsdienst einher. Dieser Staatsdienst ist bei uns immer der primäre Abnehmer von akademischen Absolventen, von nachwachsenden Bildungsbürgern gewesen, und er errichtete über lange Zeit geradezu einen Schutzschild gegen die Ökonomisierung dieser Berufe und ihrer gesamten Lebenswelt. Denn Verbeamtung, das hieß ja auch, sich nicht einmal um die eigene, private „Mikro-Ökonomie“ der Lebensführung kümmern zu müssen, weil der Dienstherr alimentierte und dabei zugleich für das Alter und alle anderen Lebensrisiken vorsorgte. Die immer noch spürbare Wirtschaftsfremdheit deutscher Geisteswissenschaftler ist ein Erbe eben dieser Erfahrung.

Wenn sich daran inzwischen etwas geändert hat, wenn auch Historiker einen Platz im Unternehmen finden oder Beratungsfirmen mit Erfolg Literaturwissenschaftler beschäftigen, dann geschieht das nicht als Ergebnis einer gezielten Reform. Vielmehr hat die Krise des staatlichen akademischen Arbeitsmarktes, prototypisch im Lehrerberuf, aus purer Not und auf häufig anarchisch-kreative Weise die alten Mentalitäten unterspült.

Wir werden in Zukunft noch mehr von diesem altertümlichen, staatsbildungsbürgerlichen Ballast abwerfen müssen. Viele universitäre Studiengänge haben ihre heimliche Orientierung auf das Ideal, alle Absolventen sollten selbst einmal Professoren werden oder doch zumindest Oberstudienräte, immer noch nicht aufgegeben. Und noch in anderer Hinsicht erodiert der Widerstand gegen die Ökonomisierung der Bildung: Bildung darf inzwischen als ein kostbares Gut, als eine wertvolle Ressource betrachtet werden – gewissermaßen eine Investition in den Erfolg und die Nachhaltigkeit des eigenen Lebensentwurfes. Deshalb werden Studiengebühren nicht länger verpönt oder gar verboten bleiben können. Mit dem Inhalt der Bildung hat das (wie man vom amerikanischen Vorbild lernen kann) gar nichts zu tun. Anders gesagt: Der Erwerb von Bildung, die Produktion von Wissen wird sich damit nicht auf das Kalkül unmittelbarer ökonomischer Verwertbarkeit einstellen müssen. Etwas mehr Reflexion auf den Zusammenhang von Studium und späterem Beruf kann den deutschen Universitäten, Studenten wie Professoren, zwar nicht schaden. Aber in einer Welt des kreativen Chaos gehört das Kalkül kurzfristiger Nutzanwendung von Wissen ohnehin immer mehr der Vergangenheit an.

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Die Gesellschaft der Zukunft wird eine Wissensgesellschaft sein. Nicht mehr der Boden, nicht mehr Arbeit oder Kapital sind die entscheidenden Ressourcen für individuellen Erfolg und gemeinsame Produktivität. Sondern Wissen und die Fähigkeit, es im rechten Moment, am rechten Ort anzuwenden, sind die heiß begehrten, ökonomisch prämiierten Güter. Doch müssen wir uns abgewöhnen, dabei in den verloren gegangenen Utopien des 20. Jahrhunderts zu denken. Die Avantgarde der Wissensgesellschaft rekrutiert sich nicht aus Fachidioten, aus Robotermenschen, aus maschinisierten Wissensapplikatoren. Einerseits wird mehr Praxisnähe auch in der universitären Bildung gefragt sein. Andererseits: Bildung ist nicht Ausbildung. Auf die schulförmige Vermittlung von Handbuchwissen zur praktischen Anwendung am bezahlten Arbeitsplatz wird sich die universitäre Lehre nicht reduzieren lassen, wenn sie hoch qualifizierte Leistungsträger hervorbringen will.

Das ist durchaus ein Dilemma der gegenwärtigen Situation: Nach mehr Verschulung rufen inzwischen sogar die orientierungslos gewordenen Studierenden, und der Bologna-Prozess, die europäische Vereinheitlichung von Bildungsstandards, droht nicht nur einen formalen Rahmen abzustecken, sondern auch fertig portionierte Bildungsinhalte zu definieren. Gleichzeitig folgt die deutsche Wissenschaftspolitik immer mehr der fatalen Tendenz, Forschung und Lehre voneinander zu trennen. Als ob man nicht aus dem Scheitern der Akademie-Systeme im Ostblock, in denen die Universitäten zu Institutionen zweiter Klasse degradiert waren, gelernt hätte! Stillschweigend, aber von einer mächtigen Lobby befördert, verlagert sich der Schwerpunkt zumal der naturwissenschaftlichen Forschung zunehmend auf die außeruniversitären Institute, zum Beispiel die Max-Planck-Gesellschaft. Dabei ist es doch so: Gerade in einer Gesellschaft, in der sich die Wissensproduktion ebenso beschleunigt wie sich die Halbwertszeit der Anwendung einmal gelernten Wissens verkürzt, ist der Nexus von Forschung und Lehre unverzichtbar. Denn es gilt nicht, sich einen Kanon einzutrichtern, sondern zu lernen, wie neues Wissen entsteht und wie man es sich aneignen kann. Die Wissensgesellschaft ist eine Gesellschaft des lebenslangen Lernens, in dem die Erstausbildung während der Jahre später Jugend und Adoleszenz nur Grundlagen und Handlungskompetenzen vermitteln kann, nur an einem beispielhaften disziplinären Feld – ob Ökonomie oder Geschichte, Physik oder Psychologie – erfahrbar macht, was der Einzelne später in anderen Feldern lernen und anwenden muss. Vielleicht in Wissensfeldern, die es 20, 30 Jahre zuvor noch nicht einmal gab.

Sich bilden mit dem Anspruch, Elite zu sein, heißt deshalb: Generalkompetenzen erwerben – nicht nur solche technischer Art wie Computerprogramme, sondern vor allem solche vermeintlich abstrakten Kenntnisse und Fähigkeiten, die logisches Denken, Kreativität und die Vernetzung von Wissen fördern. Das kann Mathematik ebenso wie Latein sein. Bildung in der Wissensgesellschaft heißt auch: Kontingenzen bewältigen zu können. Heute ist nicht gestern, und morgen sieht die Welt wiederum anders aus. Und was hier ist, gilt nicht woanders. Denn die Globalisierung erzeugt keine Gleichförmigkeit des Wissens, sondern lässt ganz unterschiedliche Kulturen und Wissensbestände aufeinander prallen. „Local Knowledge“ ist das Zauberwort, und wer gelernt hat, das Ortswissen anderer mit seinem eigenen Wissen zu vernetzen, der ist im Vorteil. Aber all das lässt sich nicht vollständig planen, nicht im ersten Semester vorausberechnen. An die Stelle einer eindeutigen Passung von Wissenschaft und Gesellschaft sind „unsaubere Schnittstellen“ getreten, wie es die österreichische Soziologin Helga Nowotny nennt.

Zugleich werden innerhalb der Wissenschaft die Schnittstellen zwischen den einstmals fest etablierten Disziplinen unsauber. Neues Wissen entsteht meist weniger in der Mitte der Disziplinen, eher an ihren Rändern, im Überlappungsbereich zu solchen Feldern, für die bisher ganz andere Experten zuständig waren. An die Stelle von Disziplinen tritt Transdisziplinarität. Das ist ein zusätzlicher Grund, warum eine reine Verschulung des Wissens, die eher an traditionellen Disziplingrenzen orientiert sein wird, in die Irre führt, und warum die Universität ihren Anspruch auf Universalität nicht aufgeben kann (eine Forderung von Jürgen Mittelstraß, Professor für Philosophie und Wissenschaftstheorie an der Universität Konstanz). Denn sie muss sogar mehr als jemals zuvor die institutionelle Chance für die kreative Vernetzung des Wissens bieten.

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Wir müssen uns von falschen Alternativen und falschen Eindeutigkeiten befreien. Eine vermeintlich böse Ökonomisierung der Bildung lässt sich nicht länger gegen das Beharren auf dem klassischen Bildungskanon ausspielen. Die Formierung von Eliten kann nicht mit der Heranzüchtung einer neuen Expertokratie identisch sein, die kurzfristige Standortvorteile und Verwertungschancen wahrnimmt. Politik kann ermutigen und Rahmenbedingungen setzen, aber nicht das kreative Chaos der bürgerlichen Gesellschaft als Wissensgesellschaft ersetzen.

Was Wissen und Bildung für die Eliten von morgen heißen kann, das muss in drei Dimensionen, in drei Spannungsfeldern neu justiert werden. Erstens: das Spannungsfeld von Fachwissen und Allgemeinwissen, von spezialisierter und generalisierter Bildung. Die Spezialisierung des Wissens schreitet voran, und ohne Kenntnis in solchen Spezialfeldern lässt sich kein Beruf beherrschen, kein Wettbewerb der Kulturen gewinnen. Aber Sieger wird am Ende nur der sein, der solche Inseln des Spezialwissens untereinander in Beziehung setzen kann, der über ein Gerüst von Allgemeinbildung verfügt. Mit einem jederzeit abrufbaren Kanon von Klassikerzitaten hat das nichts zu tun. Eher mit der Fähigkeit des Kulturverstehens, mit der Vernetzung von Local Knowledge und Global Knowledge, und mit der Fähigkeit, Wissen auf Wertgrundlagen zu beziehen.

Zweitens: das Spannungsfeld von unnützem Wissen und zweckorientiertem Wissen. Bildung kann es sich nicht mehr leisten, eine reine Spielwiese für intellektuelle Steckenpferde zu sein. Sie muss sich praktisch bewähren und darf dabei auch Zweck-Mittel-Relationen, Gesichtspunkte ökonomischen Nutzens, nicht außer Acht lassen. Solche Hemmschwellen gilt es gerade in Deutschland noch zu überwinden, wo der Graben zwischen verschiedenen Bildungs- und Expertenkulturen, zum Beispiel der geisteswissenschaftlichen und der ökonomischen, nach wie vor tief ist. Aber wiederum gilt: Sieger wird nur sein, zur Elite wird nur gehören, wer den Horizont des unmittelbaren Nutzenkalküls hinter sich lassen kann, wer sich Bildung um ihrer selbst willen aneignet, wer Wissensgebiete hegt, ohne schon im Voraus zu wissen, welche Synergieeffekte solche Cluster des Wissens in der Zukunft entfalten werden. Denn Wissen ist nicht mehr der fest geronnene Block von einst, das zu Gestein gewordene Sediment, auf dem sich neue Schichten ablagern, es ist vielmehr in einen flüssigen, formbaren, flexiblen Aggregatzustand übergegangen.

Drittens: das Spannungsfeld von Elitenbildung und Breitenbildung. Wir müssen beides fördern. Wenn wir die Breitenbildung vernachlässigen und zulassen, dass die Kluft zwischen der aktiven Wissensgesellschaft und ihrer Peripherie – den traditionell bildungsfernen Schichten, den neuen Migranten, den sozial Schwachen – noch größer wird, nähern wir uns den Zuständen eines Entwicklungslandes an. Davon werden auch die Eliten am Ende nicht profitieren. Ohne Eliten geht es gleichfalls nicht. Aber sie müssen nicht staatlich erzeugt werden, sondern sollten in einem offenen Wettbewerb der besten Ideen und besten Köpfe entstehen.

Angesichts des veränderten Aggregatzustandes von Wissen haben sie keinen Anlass, sich auf ihrem elitären Status, ob aus Bequemlichkeit oder Arroganz, auszuruhen. Der Historiker Reinhart Koselleck hat einmal ironisch festgestellt: Bildung ist weder Ausbildung noch Einbildung. Das gilt auch für die Eliten der neuen Wissensgesellschaft.

Paul Nolte ist Professor für Neuere Geschichte an der International University Bremen. Der 41-Jährige lehrte und forschte zuvor in Bielefeld und Göttingen sowie an der Harvard University in den USA. Er ist als kritischer Begleiter des Zeitgeschehens publizistisch bekannt geworden. Sein letztes Buch, „Die Ordnung der deutschen Gesellschaft“, erschien 2000.