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Editorial

Da schau hin!



Manchmal könnte man meinen, Sachsen habe nur noch Negatives zu bieten. Gestern Pannen, heute ein Skandal, morgen eine Hiobsbotschaft. Die schlechten Nachrichten formen sich seit Monaten zu einem diffusen, aber einprägsamen Bild. Es ist ziemlich düster – und falsch.

Denn so wahr einzelne Schlagzeilen auch sind: Der unschöne Schein trügt. Sachsen ist mehr, als die jüngsten Botschaften sug­gerieren. Wir sind auf unseren Reisen nach Rochlitz, Chemnitz, Radebeul, Zittau, Dresden oder Schneeberg jedenfalls zahllosen neugierigen und aufgeschlossenen Menschen begegnet. Menschen unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Herkunft, hier geboren oder einfach heimisch, angestellt oder selbstständig, Student oder Unternehmer, Forscher oder Praktiker. Es sind Menschen mit Lust auf Zukunft, die ihre Träume wahr machen wollen, ihren Weg suchen und sich einlassen – auf neue Ideen und Projekte, auf Veränderungen und Rückschläge, auf Sackgassen und schwierige Zeiten.

Wir haben diese Menschen nicht suchen müssen. Man trifft sie überall im Land. Auf jedem Hof und jeder Bühne, im Dorf und in der Stadt, in Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Und ja, es gibt auch jene, die für Negativschlagzeilen sorgen. Wir wollten unseren Blick aber lieber von jener lauten Minderheit auf die Vertreter der leisen Mehrheit richten. Sie, diese Menschen, die sich jeden Tag neu aufmachen und engagieren, sind der Grund für unser Heft. Vielleicht können ihre Geschichten dazu beitragen, unser Sachsen-Bild zu korrigieren. Verdient hätten sie es.

Susanne Risch,
Chefredakteurin