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Editorial

Genau gefragt



Hätten Sie das gedacht? 70 Prozent aller Kaffeetrinker in Deutschland wünschen sich Erfindungen, die den Kaffeegenuss erhöhen. Das gilt für beide Geschlechter gleichermaßen (69,8 Prozent der Männer und 70,4 Prozent der Frauen) – und ist Ergebnis unserer Umfrage, die sich in diesem Jahr um Verbesserungen und Innovationen drehte. Wir wollten wissen, was der Verbraucher besonders schätzt, welche Entwicklungen auf dem Kaffeesektor ihn langweilen oder freuen, worauf er wartet, was er sich wünscht oder erhofft. Und um das wesentliche Ergebnis gleich vorwegzunehmen: Der gute alte Filterkaffee ist uns noch immer mit Abstand der liebste – und das wenn möglich zu Hause.

67,6 Prozent der deutschen Kaffeetrinker haben den Filterkaffee auf Rang 1 gesetzt, gefolgt von Cappuccino mit 42,4 Prozent und Latte macchiato, knapp dahinter mit 41,8 Prozent. Und die eigenen vier Wände als Ort des Genusses haben Café, Restaurant, Bar, Bistro oder Büro um Längen geschlagen: 96,4 Prozent der Deutschen genießen ihren Kaffee am liebsten privat.

Angesichts von so viel Traditionsbewusstsein könnte man annehmen, dass wir uns für Veränderungen bei unserem Lieblingsgetränk eher nicht interessieren. Aber falsch gedacht: Solange die Neuheiten schmecken und gesundheitliche Vorteile versprechen, ist die Neugier groß: Kaffee, der gut für den Magen ist, führt die Beliebtheitsliste mit 37,5 Prozent der Nennungen an, danach folgen gesunder Kaffee (34 Prozent), Kaffee mit gesundheitsfördernder Wirkung (30,2 Prozent) oder ein Kaffeeprodukt, das beim Abnehmen hilft (22 Prozent).

Wir sind aber auch für Fortschritte anderer Art zu haben. Eine Kaffeemaschine, die sehr wenig Strom verbraucht, halten 37,2 Prozent der Konsumenten für eine gute Sache. 22,4 Prozent wünschten sich Verbesserungen mit Blick auf Preis und Qualität. Für bessere Produktions- und Umweltbedingungen plädieren 18,4 Prozent der Kaffeetrinker. Ob das dieselben sind, die sich eine Welt ohne Kaffee nicht vorstellen mögen? Für immerhin 24,3 Prozent der Befragten jedenfalls war das keine schöne Aussicht. Sie fürchten Langeweile, Müdigkeit und schlechte Laune als Folgen. Für 6 Prozent wäre es gar eine Katastrophe.

Aber keine Sorge, tausend Jahre Kaffeekultur haben gelehrt: Dem Einfallsreichtum des Menschen sind keine Grenzen gesetzt. Die Geschichte geht weiter.

Susanne Risch
brand eins Wissen