Ausgabe 12/2016 - Was Wirtschaft treibt

Französischer Arbeitsmarkt

Und es 
bewegt sich doch

• Sébastien Riodel schmiedet wieder Pläne, zum ersten Mal seit vielen Jahren. „Ich könnte älteren Menschen vorlesen und mit ihnen Karten spielen. Oder Besuchern Auskunft geben an den Tagen, an denen das Tourismusbüro nicht besetzt ist. Mauléon war 1793 ein wichtiger Schauplatz im Kampf königstreuer ­Bauern und Adliger gegen die Revolutionäre. Die beiden Kreuze oben auf dem Hügel erinnern noch an die Schlachten“, erzählt er über seine Heimat in der westfranzösischen Provinz, eine knappe Auto­stunde entfernt von Nantes. Und dann sei da noch das große ­Projekt, den verwaisten Campingplatz des Ortes neu zu beleben. Schließlich ist der Puy du Fou, einer der beliebtesten Freizeitparks Europas, nicht weit. Wenn erst wieder die Urlauber mit ihren Zelten und Wohnwagen kommen, braucht es jemanden, der Standgebühren kassiert oder in einem Kiosk Zahnpasta, Sonnen­creme und Zeltheringe verkauft. „Das könnte ich auch übernehmen“, sagt Riodel.

Er ist 39 Jahre alt und seit sechs Jahren arbeitslos. Seit sich der Alten­pfleger bei der Arbeit in einem Heim für Alzheimer-­­Patienten einen schweren Bandscheibenvorfall zuzog, den auch zwei ­Operationen nicht beheben konnten, kann er nur noch mit ­einem Stock gehen. Ein Handicap mit fatalen Folgen. „Selbst Unternehmer, die Behinderte beschäftigen, schütteln beim Anblick meines Stocks den Kopf. Sie haben Angst, dass ich krankheitsbe­dingt zu oft ausfalle“, sagt Riodel.

Also lebt er von rund 470 Euro Sozialhilfe. Doch bald schon könnte es mit der unfreiwilligen Tatenlosigkeit ein Ende haben. In Mauléon und neun anderen französischen Kommunen beginnt ­gerade das Pilotprojekt „Territoires zéro chômeur de longue durée“, auf Deutsch: „Kommunen ohne Langzeitarbeitslose“. Während einer Test­phase von fünf Jahren soll jeder Erwerbslose, der seit mindestens zwölf Monaten beim 
Arbeitsamt gemeldet ist, Anspruch auf einen unbefristeten Job haben, der mit dem Mindestlohn bezahlt wird.

Traumtänzerei oder eine überfällige Antwort auf das Problem der Langzeitarbeitslosigkeit? Das Motto des Pilotprojekts klingt jedenfalls vernünftig: Es ist besser, ­Beschäftigung zu finanzieren als ­Arbeitslosigkeit.


Doch seit die Idee öffentlich vorgestellt wurde, gibt es Kritik. Das 1910 etablierte französische Arbeitsrecht ist stark reglementiert und nicht für seine Flexibilität bekannt. Der „Code du Travail“ wiegt 1,5 Kilogramm und regelt auf fast 4000 Seiten jeden Aspekt des Arbeits­rechts. Gewerkschaften haben großen Einfluss, Reformen kommen meist nur in abgespeckter Form durchs Parlament. Die Franzosen verstehen sich als Gesellschaft aus völlig Gleichen. Ein grundlegender Umbau des Sozialsystems und des Arbeits­markts, wie die Agenda 2010 in Deutschland, dürfte in Frankreich auf deutlich ­größeren Widerstand treffen.

Daher ist das Pilotprojekt der zehn ­Kommunen für die Teilnehmer freiwillig. Es wird dort künftig Langzeitarbeitslose geben, die freiwillig einen staatlich ge­förderten Job antreten – und solche, die sich dagegen entscheiden können und wie bisher Arbeits­losen- und Sozialhilfe beziehen. Niemand soll zur Teilnahme an dem Projekt ver­pflichtet werden. Dass lediglich zehn kleine Kommunen in der Provinz mit weniger als 10.000 Einwohnern dabei sein dürfen, soll wohl das Risiko des Experiments begrenzen.

Die Rechnung hinter der Job-Offensive lautet kurz gefasst so: Den Staat kostet ein Langzeitarbeitsloser (inklusive Verwaltungskosten und entgangenen Steuereinnahmen) im Jahr durchschnittlich 17.500 Euro. Diese Summe stellt Paris künftig für die Schaffung eines Arbeitsplatzes zur Verfügung. Ein Vollzeit­beschäftigter kostet ein Unternehmen jährlich rund 21.000 Euro. Damit es sich für den Betrieb lohnt, muss die Differenz durch das Angebot von Waren und Dienstleistungen erwirtschaftet werden.

Denkbar sind kleine handwerkliche Arbeiten, bei denen sich etwa für den Klempner oder Elektriker die Anfahrt nicht lohnt. Oder die Herstellung neuer Möbel aus Sperrmüll, die dann weiter­verkauft werden, um zusätzliche Einkünfte zu schaffen.

Vorschläge für Jobs gibt es genug. Seit zwei ­Jahren treffen sich Gruppen von Langzeit­arbeitslosen und erstellen, noch unbezahlt, ­Dossiers. Sie können es kaum erwarten, dass es endlich losgeht. „Ich habe doch noch etwas zu geben!“, sagt die 60-jährige Danielle ­Dixneuf. Die zierliche Frau mit akkurat geföhntem Pagenkopf hat 40 Jahre lang in der Personalabteilung eines inter­national tätigen Transportunternehmens gearbeitet. Dann wurde sie durch eine jüngere und billigere Arbeitskraft ersetzt. Die Floristin Céline ­Bordeau, 42, ist arbeitslos, seit sie ihrem Mann 2013 nach Mauléon folgte. Weil sie sich an Samstagen und Feiertagen lieber um ihre Kinder als um Kunden kümmern wollte, fand sie keine neue Stelle. Éric Lesage kann weder lesen noch schreiben. Das war für den 46-Jährigen lange kein Problem. „Ich kann anpacken“, sagt er und zeigt auf seine kräftigen Hände. Doch seit die Unter­nehmen viele einfachere Prozesse automatisieren, ist er chancenlos.

„Die Fähigkeiten der Menschen sind sehr unterschiedlich. Aber sie haben eines gemeinsam: Die Gesellschaft findet für sie keine Verwendung, weil der klassische Arbeitsmarkt in unserer sich immer schneller ändernden Arbeitswelt die Schwächeren zunehmend ausschließt“, sagt Bernard Arru. Er kennt solche Schick­sale zur Genüge; seit 1992 führt er außerhalb von Mauléon ein Unternehmen, das Fernseher, Computer und Mobiltelefone recycelt. Sein „Atelier du Bocage“ beschäftigt 140 Mitarbeiter mit leichten körperlichen und geistigen Behinderungen. Das Arbeitsamt hatte sie als hoffnungslose Fälle abgestempelt. „Bevor sie zu uns kamen, gingen viele nur am Wochenende aus dem Haus. Dann konnten sie so tun, als hätten sie frei wie alle anderen.“

Arru war sofort begeistert, als sein Freund Patrick Valentin mit seiner Idee zu ihm kam. Valentin ist Vorsitzender der 1957 von einem katholischen Pfarrer gegründeten Hilfsorganisation ATD Quart Monde und Initiator des Projekts. Der Plan, ein ­Unternehmen zu gründen, das seine Bestimmung schon im ­Namen trägt „Entreprise à but d’emploi“ (auf Deutsch: „Unternehmen mit dem Ziel, Jobs zu schaffen“) klang gut. Nicht Profit, sondern sinnvolle Beschäftigung sollte das Ziel sein.

Bloß kein Preisdumping

Nach Angaben des französischen Statistikinstituts Insee waren Ende September 2016 landesweit 2,42 Millionen Menschen mehr als ein Jahr als erwerbslos gemeldet. Laut ATD Quart Monde kosteten Langzeitarbeitslose den Staat 2015 rund 33 ­Milliarden Euro.

 

 

Der Großraum Mauléon mit seinen 8600 Einwohnern hat keine besonders hohe Arbeitslosigkeit. Dank zahlreicher Arbeitgeber in den umliegenden Städten Cholet, Nantes und Angers liegt die Quote mit 6,7 Prozent sogar weit unter dem landes­weiten Schnitt von mehr als zehn Prozent. Daran änderte selbst die In­solvenz des Karosseriebauers Heuliez im Jahr 2009 wenig. „Doch die relativ niedrige Arbeitslosenquote erhöht den Druck auf alle, die dennoch keine Arbeit finden“, sagt Arru.

Sein Plan, mit dem Projekt bei den Kommunalwahlen 2014 das Rathaus von Mauléon zu erobern, ging nicht auf: Der ­Sozialist Arru verlor. Bürgermeister wurde der Konservative Pierre-Yves Marolleau. Doch der ließ sich trotzdem auf das Experiment ein, wenngleich anfangs mit großer Skepsis.

„Das Wort Utopie kam mir durchaus in den Sinn“, sagt ­Marolleau, während er an seinem Schreibtisch die gut gefüllte Unterschriftenmappe überfliegt und ein Papier nach dem anderen unterschreibt. „Aber wir arbeiten hier parteiübergreifend an der Lösung von Problemen und haben den Menschen Selbst­vertrauen und Lust am Mitgestalten zurückgegeben. Darauf kommt es an.“

Seine letzten Zweifel verflogen, als er voriges Jahr mit einer Gruppe Arbeitsloser nach Paris reiste, wo sie Parlaments­abgeordneten und der zuständigen Ministerin das Projekt erklärten. Einer von ihnen war der Analphabet Éric Lesage, der ohne Scheu sprach. „Das zu erleben, war schon ein Sieg“, sagt Pierre-Yves Marolleau.

Zur allgemeinen Überraschung brachten beide Kammern des französischen Parlaments einstimmig das nötige Gesetz auf den Weg, das die Finanzierung des Pilotprojekts sichert. Überraschend deshalb, weil Einigkeit nahezu undenkbar ist in einem Parlament, in dem die politische Rechte Vorschläge der Linken automatisch für Mist erklärt und umgekehrt. Das gilt umso mehr angesichts der im Frühjahr 2017 anstehenden Präsidentschaftswahlen. Der sozialistische Amtsinhaber François Hollande hat mehrfach angekündigt, dass er sich nur zur Wiederwahl stellen werde, wenn bis dahin die Arbeitslosenkurve wieder sinke.

Die schärfste Kritik kommt bislang von den Gewerkschaften. „Hinter dieser Einrichtung verbirgt sich in Wahrheit eine Abkehr vom System der Sozialhilfe, die man einem Langzeitarbeitslosen bisher gewährt“, sagt Maurad Rabhi, Generalsekretär der Textilsektion des linken Gewerkschaftsbundes Confédération ­générale du travail. Rabhi ist Mitglied des Rats für Wirtschaft, Soziales und Umwelt, eine Art dritter Parlamentskammer in Frankreich, in dem Vertreter von Arbeitgebern, Gewerkschaften und Verbänden sitzen. Er schreibt: „Ziel ist es, einen Arbeits­suchenden dazu zu verpflichten, nicht untätig zu bleiben, indem man ihm verschiedene gemeinnützige Arbeiten oder andere ­Beschäftigungen anbietet.“ Rabhi fürchtet, dass das Experiment jenen rechten ­Politikern in die Hände spielen könnte, die An­sprüche auf staatliche Hilfen mit der Pflicht zum Dienst an der Allgemeinheit verknüpfen. Wer künftig noch arbeitslos sei – obwohl er doch ein verbrieftes Recht auf Arbeit habe –, der werde von der Gesellschaft dann erst recht stigmatisiert. „Es besteht das Risiko, dass bei den Langzeitarbeitslosen falsche Hoffnungen geweckt werden“, sagt der Gewerkschaftler. „Ich stelle nicht in Abrede, dass man hier und da auf lokaler Ebene ein paar Minijobs schaffen kann. Aber das ist kein Zaubermittel, um das Problem der Arbeits­losigkeit generell zu lösen.“

Auch eine zu große Nachfrage könnte das Projekt vor Schwierigkeiten stellen, räumen seine Befürworter ein. Bisher haben sich rund 70 der insgesamt 220 in Mauléon re­gistrierten Langzeit­arbeitslosen auf der Liste der künftigen ­Beschäftigten eintragen lassen. Im Januar sollen 20 bis 30 von ihnen ihre neue, feste Arbeits­stelle antreten, bis zur Jahresmitte die übrigen. „Ich kriege hier aber schon jede Menge Briefe von Leuten, die sich in ­Mauléon ansiedeln wollen, weil sie Arbeit ­suchen“, sagt der Bürger­meister Marolleau, „da müssen wir ganz vorsichtig sein.“ Anspruch auf einen Job soll deshalb nur haben, wer seit mindestens sechs Monaten in der Kommune lebt.

Eine zweite Gruppe anfänglicher Gegner ließ sich inzwischen besänftigen: die privaten Unternehmer. In Pipriac, im Herzen der Bretagne, wo das Pilotprojekt ebenfalls in Kürze beginnt, führt Nicolas Cottais seit sieben Jahren den Verband der Händler und Handwerker an. „Zu Beginn waren wir sehr misstrauisch“, sagt Cottais. „Einige von uns, zum Beispiel Gärtner oder Maler, hatten Angst, dass das Projekt Billigjobs schaffe, die uns mit Dumpingpreisen Konkurrenz machen würden. Als mir das Projekt zum ersten Mal vorgestellt wurde, habe ich gleich gesagt, dass ich ein wachsames Auge darauf haben werde.“


Solche Befürchtungen auszuräumen, gehörte in den ver­gangenen Monaten zu den Aufgaben für Patrick Valentin und seine Kollegen von ATD Quart Monde. In vielen der Informations­veranstaltung ging es hoch her. Nun soll ein Kontrollgremium, dem auch Vertreter von Gewerkschaften und Unternehmern angehören, am Endes jedes Monats prüfen, ob die neu geschaffenen Stellen womöglich bestehende gefährden oder die Schaffung regulärer Jobs bremsen.

Dass es trotzdem kompliziert werden könnte, wissen auch die künftigen Mitarbeiter von Tezea, wie das gemeinnützige Unternehmen in Pipriac getauft wurde. Immer wieder diskutieren sie die Grenzen ihres Engagements. Zum Beispiel, wie man damit umgehen solle, wenn jemand nach einem Transport zum Arzt verlange, weil ihm der Preis für ein Taxi zu hoch sei und Tezea dank öffentlicher Förderung weniger verlangen könne. Das ist eine klassische Frage in vielen ländlichen Gebieten Frankreichs. Verstreute Weiler, kilometerlange Alleen und weidende Kühe sind zwar romantisch an­zusehen, doch wer dort kein Auto hat, kommt häufig nicht vom Fleck. Öffentlicher Nahverkehr existiert außer in den frühen Morgenstunden und nach Feierabend so gut wie nicht.

Dafür hat man bei Tezea zwar Verständnis, dennoch beschloss die Gruppe, solche Anfragen in Zukunft nicht an­zunehmen, um Ärger mit der „Konkurrenz“ zu vermeiden. Es sei denn, das Taxi­unternehmen lehnt die Fahrt ab, weil sie nicht ­rentabel ist. Unproblematisch dürfte dagegen der Transport der örtlichen Fußball­jugend im Kleinbus zum Training oder zu einem Auswärtsspiel sein. Das würden andernfalls nämlich die Eltern kostenlos übernehmen. Mit einem ehemaligen Sanitäter und ­einem Ex-Fern­fahrer hat Tezea schon zwei Mitarbeiter, die über eine Erlaubnis zur Personenbeförderung verfügen.

Nicolas Cottais sieht inzwischen mehr Vorteile als Risiken in dem Projekt. „Ich brauche mich in Zukunft nicht mehr um die Berge von Kartons in meinem Geschäft zu kümmern, ­sondern lasse sie von einem ehemaligen Arbeitslosen wegschaffen“, sagt der Verbandschef, der einen Laden für Computer-Zubehör ­betreibt. Auch seine Rechnungen lässt er in Zukunft sortieren. ­Jede dieser Aufgaben beansprucht pro Monat etwa eine ­Stunde. Eine reguläre Stelle würde er dafür nicht schaffen. Aber für die „Entreprise à but d’emploi“, die Firma für Arbeit, sind das kleine Aufträge. Darüber hinaus ist er optimistisch, dass das Projekt der Wirtschaft in ­Pipriac guttun wird, die Händler und Handwerker künftig mehr Umsatz machen werden. Er sagt: „Wer hier vor Ort Geld verdient, gibt es vermutlich auch hier aus. Das Projekt kommt also allen zugute.“

Darauf hoffen auch die gut 4000 Bewohner von Prémery und seiner 13 Nachbarkommunen rund 250 Kilometer südlich von Paris. Zwischen hübschen Wohnhäusern sieht man dort, im ­Département Nièvre, auch zahlreiche graue Fassaden und Läden, deren Jalousien so aussehen, als habe sie schon lange niemand mehr geöffnet. „Entre Nièvre et Forêts“ heißt der Ge­meinde­verbund: zwischen (dem Fluss) Nièvre und Wäldern. Wo Fuchs und Hase sich gute Nacht sagen, sozusagen. Bis vor einigen Jahren zog regelmäßig ein süßer Erdbeerduft über die Landschaft, wenn die Firma Lambiotte ihre Aromastoffe produzierte. Wegen der Luftverschmutzung wurde das Unternehmen allerdings geschlossen. Die Arbeitslosenquote liegt dort bei fast 17 Prozent. Dabei haben junge Arbeitssuchende die Gegend sowieso schon verlassen.

„Wir wollen das Geld, das wir künftig verdienen, natürlich am liebsten hier bei uns ausgeben, damit sich neue Betriebe und ­Geschäfte ansiedeln, die weitere Arbeitsplätze schaffen“, sagt Jean-Louis Buisson. Vor drei Jahren hat der 58-Jährige seine Import­firma für Diagnose-Werkzeuge für Autowerkstätten geschlossen. Seitdem ist er arbeitslos. „Hier gibt es nichts, vor allem nicht, wenn man älter als 55 Jahre ist. Ich weiß, wovon ich rede.“ Nun soll Buisson eine „Entreprise à but d’emploi“ im ­Département Nièvre leiten und 90 Schicksalsgenossen Arbeit geben.

Dass die Idee grundsätzlich funktionieren kann, meinen ­Prémery und seine Nachbarkommunen bereits im Jahr 2013 bewiesen zu haben. Damals stellte ein Unternehmen namens ­„Récoltes“ (Ernten) nach einem ähnlichen Prinzip 32 Langzeit­arbeitslose ein. Doch ein entscheidendes Detail fehlte: Der Staat überwies keinen Cent dafür. Nach knapp zwei Jahren waren die Kommunen mit ihrem Geld am Ende und Récoltes nicht in der Lage, aus eigener Kraft genügend Umsatz zu machen. Der Betrieb wurde eingestellt.

Die Lehre aus dem Versuch dürfte lauten: Der Kampf gegen Arbeitslosigkeit muss der Gesellschaft einen Preis wert sein. ---

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