Ausgabe 06/2006 - Schwerpunkt Gesundheitsmarkt

Tu dir was Gutes

Mehdi Langanke trägt einen großen Ohrring und ein strahlendes Lächeln zur Schau. Gut drauf zu sein gehört zum Job des 36-Jährigen. Er leitet die Vital-Abteilung des Touristikkonzerns TUI in Hannover. Der TUI-Vital-Katalog ist aus der Scharnow-Kurfibel hervorgegangen, die Ende der fünfziger Jahre erschien. Auf dem aktuellen Titelblatt ist ein junger, in Blüten badender Mann zu sehen. Drinnen gibt es Pauschalreisen, die gesund, glücklich und schön machen sollen. Von Akupressur und Ayurveda über Body-Wrapping und Reiki bis zu Tai Chi und Thalasso-Therapie ist alles enthalten, was en vogue ist; ein Glossar klärt Nichteingeweihte über die Bedeutung der wohlklingenden Begriffe auf.

"Der Trend geht hin zum Gesundheitsurlaub", sagt Langanke und spricht von "zweistelligem Wachstum bei Teilnehmern, Umsatz und Ertrag, sowohl im Sommer wie im Winter". Während die einen über Praxis- und Rezeptgebühren klagen, sind andere gern bereit, Zeit und Geld in ihre Gesundheit zu investieren. Das hat mit einem Bewusstseinswandel zu tun, aber auch damit, dass man im Wellness-Urlaub in der Regel viel netter behandelt wird als beim Arzt.

Einen weiteren Schub verspricht sich der umtriebige Gesundheitstouristiker Langanke von einer Kooperation mit der DAK und KKH. Die beiden Kassen haben 36 von der TUI für sie konzipierte Angebote zertifiziert, also für gut und bezuschussungsfähig befunden. Wer beispielsweise bei TUI Vital eine "Aktiv Woche" in der Yachthafenresidenz Hohe Düne in Warnemünde an der Ostsee für 165 Euro (ohne Übernachtung) bucht, bekommt 75 Euro von der DAK dazu. Zum Programm gehören laut Kassenbroschüre: siebenmal Nordic Walking, siebenmal Qi Gong, siebenmal Kinesis ("neue Trainingsmethode, die auf einer innovativen Technologie und einem besonderen Raumerlebnis basiert") und zweimal autogenes Training.

Maximal können sich gesetzlich Versicherte solche Kurse mit 150 Euro pro Jahr subventionieren lassen. Ein bescheidener Beitrag zur Gesundheitsprävention. Für die TUI ist die Kooperation vor allem ein Marketingcoup. Die beiden Kassen liefern gratis eine Art " Qualitätssiegel" (Langanke) und machen bei ihren insgesamt rund acht Millionen Mitgliedern Reklame für den Touristikkonzern. KKH und DAK profitieren ihrerseits von attraktiven Reisen für gesundheitsbewusste Kunden - die man im nüchternen Versicherungsjargon auch als " gute Risiken" bezeichnet.

Es ist vor allem die gebildete, kaufkräftige Mittelschicht, die den Wellness-Markt treibt. Sie investiert, nicht zuletzt, um ihre Arbeitskraft zu erhalten, in Gesundheit, Fitness und gutes Aussehen. Und achtet dabei nicht allzu sehr aufs Geld.

Das Aachener Marktforschungsunternehmen Dialego hat herausgefunden, dass die Kunden bereit sind, für Wellness-Produkte 20 Prozent mehr zu zahlen als für herkömmliche. An diesem vielversprechenden Geschäft wollen viele mit verdienen. Egal, ob Hoteliers, Friseure, Socken-, Joghurt-, Badewannenfabrikanten, Fitnessberater, Personal Trainer, Tiertherapeuten oder Sexshop-Inhaber - alle schmücken sich gern mit dem Wellness-Etikett. Konzerne wie Nestlé ("Good food, good life"), die früh auf den Trend setzten, stehen besser da als die Konkurrenz. Umgekehrt geraten Firmen, deren Produkte in Verdacht stehen, der Gesundheit abträglich zu sein, immer stärker unter Druck. So nahm McDonald's nach öffentlichen Diskussionen über den Zusammenhang zwischen Fastfood und Fettleibigkeit Salat ins Speisenangebot auf. Coca-Cola baute jüngst in den USA mehr oder weniger freiwillig Limo-Automaten in den Schulen ab.

"Unsere Wohlstandsgesellschaft mutiert zur Wohlfühlgesellschaft", prophezeite der Hamburger Freizeitforscher Horst Opaschowski bereits Ende der neunziger Jahre. Mittlerweile ist die Mutation in vollem Gange.

Blick in die Zukunft: Die Menschen kommen mit neuen Zähnen und Brüsten aus den Ferien zurück Der Gesundheitsmarkt verändert ganze Branchen, führt zu neuen Allianzen und ist eines der wenigen Themen, die in reifen Volkswirtschaften Wachstumsfantasien auslösen. So sagt Stephan Krings, Leiter der Marktforschung bei TUI, voraus, dass die Kombination aus Urlaub und Gesundheit künftig für die Menschen ganz selbstverständlich werde. "Gut erholt kehren sie heim mit neuen Zähnen, Haaren, Nasen und Brüsten. Nach drei Wochen Urlaub sieht ohnehin jeder gut erholt und anders aus. So fällt eine kleine OP kaum auf." Der Praktiker Langanke zweifelt an solchen Szenarien ("Wer soll beispielsweise haften, wenn bei einer solchen Operation etwas schief geht?"), glaubt aber auch, dass Urlaub "zunehmend dazu dient, die Kompetenz für die eigene Gesundheit zu fördern".

Bei der TUI-Cluburlaub-Tochter Robinson ist das schon so. Thorsten Tschirner leitet die dortige Wellfit genannte Wohlfühl-Abteilung. Zuvor war der 35-Jährige Redakteur bei "Men's Health", dem Zentralorgan des neuen, gesundheitsbewussten Mannes, und ginge immer noch gut als Coverboy des Heftes durch. Bei Robinson - der deutschen Antwort auf das französische Original Club Mediterannée - arbeitet er an der Ausweitung der Wellness-Zone. Früher war Cluburlaub etwas für Besserverdienende, die Lust auf sportliche Betätigung und organisiertes Remmidemmi hatten. Diese Zeiten sind vorbei. Animation ist out, weil immer mehr Gäste vor allem etwas für sich tun wollen. Tschirner führt das auf den Wertewandel in anstrengenden Zeiten zurück: "Der Körper und das Ich rücken ins Zentrum der Betrachtung." Mittlerweile sei "Wellfit neben Golf ein wichtiger Buchungstreiber".

Vermutlich liest sich der aktuelle Robinson-Katalog deshalb auch passagenweise wie vom Therapeuten geschrieben: "Urlaub soll mich inspirieren. Schließlich habe ich im Urlaub endlich Zeit, mich selbst neu zu entdecken und mich gleichzeitig auf Neues einzulassen. In dieser Balance kann ich neue Energie tanken und das tun, was gut für mich ist. In Körper und Geist fühle ich diese neue Vitalität. Ein durch und durch angenehmes Gefühl. Endlich komme ich mal wieder zu mir selbst." Für die Robinson-Reise ins Ich gibt es noch keinen Kassenzuschuss.

Der TUI-Vital-Mann Langanke hat bei der Konkurrenzbeobachtung zu seiner großen Freude festgestellt, dass bislang noch kein Mitbewerber auf die Idee gekommen ist, sein Programm ebenfalls systematisch von Krankenversicherern adeln zu lassen. Zum Abschied gibt er noch den Hinweis mit auf den Weg, dass Wellnests-Reisen keinesfalls "Urlaub auf Krankenschein" seien. Sondern: "nachhaltige Prävention, kleine Auszeiten, die mir ganz viel bringen für meinen Alltag". Seriosität ist ein wichtiges Verkaufsargument auf einem Markt mit fließenden Grenzen zu Esoterik-Angeboten wie Bachblütentherapie und Klangschalenmassage, Letztere auch bei TUI Vital im Programm.

"Bitte schreiben Sie nicht ,Urlaub auf Krankenschein'!", sagt gleich nach der Begrüßung auch Matthias Langhoff, bei der DAK in Hamburg für Marktforschung, Wettbewerbsrecht und Vertriebsunterstützung zuständig. Der 46-Jährige erzählt, dass er von Langrankes Idee gleich angetan gewesen sei, und erklärt dann den tieferen Sinn der Kooperation mit TUI: "Es geht darum, den Leuten im Urlaub ein gesundes Verhalten anzutrainieren, damit sie es beibehalten und weniger Kosten für das Gesundheitssystem verursachen." Langhoff betont, dass seine Kasse, die sich im Untertitel " Unternehmen Leben" nennt, die TUI-Angebote vor der Zertifizierung akribisch geprüft habe. Und dass mancher Konkurrent dies leider nicht täte, sondern um der Werbung willen zweifelhafte Dinge bezuschusse.

Aber selbstverständlich geht's auch Langhoff ums Geschäft: Die starke Marke TUI soll auf die schwächere DAK abstrahlen. Das Interesse an den subventionierten Gesundheitsurlauben sei riesengroß, sagt er. Gleichzeitig geht die Zahl der klassischen Kuren seit der Gesundheitsreform von 1997 drastisch zurück. Und selbst Patienten, die eine verordnet bekommen könnten, nehmen sie häufig - aus Angst, zu lange an ihrem Arbeitsplatz zu fehlen - nicht wahr (was man bei den Kassen aus Kostendämpfungsgründen nicht ungern sieht). Stattdessen machen die Leute Wellness-Urlaub. Oder gehen in der Mittagspause für einen Quickie ins Day Spa. Beiersdorf hat gerade am Hamburger Jungfernstieg sein Nivea-Haus eröffnet, wo man beispielsweise für 49 Euro eine einstündige hawaiianische Lomi-Lomi-Massage bekommt.

Eine interessante Aufgabe für Wellness-Experten: das Sinnvolle vom Humbug zu scheiden In einem Papier des Zukunftsinstituts von Matthias Horx in Kelkheim heißt es: "Einerseits haben sich die Menschen noch niemals zuvor so stark um ihr Wohlbefinden und die Vermeidung von Krankheiten gekümmert; andererseits stand die Finanzierung des Systems noch nie so in den Sternen wie heute." In diese Lücke stößt mit Erfolg die Wirtschaft: Deutschland ist Wellness-Weltmeister. " Kein Land hat eine so hohe Dichte von Wellness-Einrichtungen", hat Joachim Maschke, Vorstand des Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr, ermittelt.

Die Qualität des Angebots ist allerdings sehr unterschiedlich. So wird derzeit allerorten Ayurveda angeboten: Massagen, bei denen einem Öl auf die Stirn geträufelt wird. Dass es sich dabei aber "nicht um einen Modetrend, sondern um die älteste niedergeschriebene Medizin, die vermutlich vor 5000 Jahren in Nordindien entstanden ist", wisse kaum einer, sagt Uwe Endres, der sich mit seinem Starnberger Reiseveranstalter als Erster hier zu Lande auf entsprechende Kuren spezialisiert hat. Er schickt seine Gäste vor allem nach Sri Lanka und Indien, wo die Heilkunst Tradition hat, "das Umfeld stimmt und entsprechend ausgebildete Arzte zur Verfügung stehen".

Zu einer echten Ayurveda-Kur gehören neben einer typbezogenen Diät - die von "Doshas" genannten Lebensenergien abhängt - auch unangenehme Anwendungen wie Darmreinigungen und Nasenspülungen. Über mangelnden Zuspruch kann sich Endres trotzdem nicht beklagen: Er verzeichnet stetig wachsende Gästezahlen, selbst der Tsunami habe sein Geschäft nicht nachhaltig beeinträchtigt. Eine Berlinerin schreibt auf der Aytour-Homepage über ihre Kur auf Sri Lanka: "Ich bin nicht ernsthaft krank, sondern wollte einfach mal wieder die wunderbare Wirkung einer Reinigungskur genießen, und das ist aufs Beste gelungen. Mit der Energie von gut ausbalancierten Doshas starte ich nun ins neue Jahr." Der Aufgabe, das Sinnvolle vom Humbug auf dem Wellness-Markt zu trennen, hat sich Lutz Hertel verschrieben. Der Diplom-Psychologe und Gründer des Deutschen Wellnessverbandes, der von fast 300 Unternehmen, Gesundheitsexperten und Privatpersonen getragen wird, ist mehr Überzeugungstäter denn Lobbyist. In seinem mit Ergometer und Ellipsentrainer ausgestatteten Büro in Düsseldorf stellt er trocken fest, "dass eher selten Wellness drin ist, wo Wellness draufsteht". Und dass mit dem Begriff Schindluder getrieben werde. "Im Kern", so Hertel, handle es sich nämlich um "ein Gesundheitsmanagement-Konzept, das mit Verwöhn-Hotels, Schokoladen-Kuren und bunten Lichtem in der Sauna nichts zu tun hat".

Hertel hat die Wellness-Lehre bereits Ende der achtziger Jahre in ihrem Ursprungsland, den USA, studiert und Feuer gefangen. Der Vegetarier demonstriert seine Vorstellung vom gesunden Leben anhand eines Schaubildes. In der Mitte des "Wellness-Kontinuums" liegt der Nullpunkt. Links davon drohen Unwohlsein, Beschwerden, Krankheit und vorzeitiger Tod. Rechts davon locken Wissen und ein besseres, bewussteres Leben. Während sich das westliche Gesundheitssystem auf den linken Bereich, also die Heilung von Krankheiten beschränke, befähige Wellness "den Menschen zum Überschreiten des Neutralpunktes in Richtung auf größtmögliche Lebensqualität". Jeder, rät Hertel, sollte sein Potenzial erkennen, mit sachkundiger Hilfe erschließen, "und so sein eigener Gesundheitsmanager werden, genussvoll und gesund leben und sterben".

Ein schöner Traum.

Hertel arbeitet ganz praktisch daran. Unter anderem leitet er eine Gruppe von Herzinfarktpatienten - " die haben es selbst in der Hand, wie lange sie noch leben". Wer eine halbe Stunde am Tag schnell spazieren gehe, eine Stunde Yoga mache, sich hauptsächlich vegetarisch ernähre und dies "nicht als lästige Pflicht, sondern Lebensinhalt" sehe, habe gute Karten. Hertel hält sich nach eigenem Bekunden selbst an diese Regeln - "Wellness muss man leben" - und befinde sich deshalb und trotz seiner vielen Arbeit stets auf der positiven Seite des Wellness-Kontinuums. Richtig krank sei er nie gewesen, denn: "Unsereins kämpft für eine Sache: Wir haben keine Lust, krank zu werden, weil uns das von dieser Mission abbringen könnte." Zahlreiche Gesundheits-Ratgeber kommen quasi-religiös daher, ihre Autoren wie Prediger Klingt toll, aber auch nach viel Mühe und Zeitaufwand. Zeit aber ist rar, weshalb der Trend hin zur Kurzzeit-Wellness geht. Die Leute kaufen lieber gelegentlich einen linksdrehenden Joghurt oder trinken Wellness-Bier, statt ihr eigener Gesundheitsmanager zu werden. Der boomende deutsche Wellness-Markt hat auch deshalb zu Hertels Leidwesen mit Gesundheitsprävention - noch - wenig zu tun. Er ist allerdings überzeugt, dass sich das ändern wird: " Die Selbstverantwortung jedes Bürgers für seine Gesundheit ist unausweichlich." Zudem stiegen mit der Privatisierung des Gesundheitswesens die Ansprüche: "Sie können keine schlechte Medizin mehr verordnen, die außerdem noch bitter schmeckt." Mit der Feldberger Klinik am Haussee in Mecklenburg-Vorpommern gibt es bereits ein von Hertels Verband zertifiziertes Wohlfühl-Krankenhaus. Doch was ist gute Medizin? Hertel hat da eine klare Meinung: ie muss nicht nur angenehm schmecken, sondern ihre Wirkung muss wissenschaftlich erwiesen sein. So findet er es beispielsweise gut, dass die Krankenkassen Akupunktur nur noch in begründeten Fällen bezahlen, "weil ihre Wirkung nur in wenigen Bereichen systematisch erwiesen ist. Man muss sich möglicherweise auch von alten Zöpfen trennen, wie zum Beispiel der Homöopathie". Weil die hier zu Lande aber überaus beliebt ist, macht sich der strenge Herr Hertel mit solchen Ansichten nicht nur Freunde.

Viele in der Branche sind an Transparenz nicht wirklich interessiert. Allein die Wellness-Sprache, "ein Kauderwelsch, gemischt aus uralten Heilmethoden und neumodischen Erfindungen von Körpertherapeuten und Marketingexperten", verschleiere mehr, als dass sie erkläre, schreibt Claudia Freidl in ihrem Buch " Wellnessboom". Kaum jemand blickt wirklich durch.

Hinzu kommt: Die erweiterte Vorstellung von Gesundheit, die hinter der Wellness-Idee steckt, ist schwer fassbar. Hertel selbst vergleicht sie mit einem Eisberg: "Der sichtbare Teil ist das, was man herkömmlich unter Gesundheit versteht. Der unsichtbare Teil steht für den Lebensstil, der maßgeblich über Gesundheit und Krankheit entscheidet." Der wiederum werde wesentlich durch psychologische, soziologische und spirituelle Faktoren beeinflusst. "Sinnsuche, Zeremonien und Rituale haben deshalb eine große Bedeutung für das Wohlbefinden." Womit wir beim Glauben wären. Zahlreiche Wellness- und Gesundheits-Ratgeber kommen quasi-religiös daher, ihre Autoren wie moderne Prediger, die den Kirchen Konkurrenz machen. Der Satiriker Max Goldt ulkte: "Wellness ist wie früher Fitness. Nur dass diesmal die Seele mitmachen muss." Wer das nicht mag, gerät schnell unter Rechtfertigungsdruck. "Niemals zuvor", schreibt Manfred Prisching, Professor für Soziologie an der Universität Graz, "wurde so massiv die Erwartung ausgesprochen, der Einzelne habe für seine Fitness und seine Schönheit zu sorgen. Jeder wird - durch den Einsatz äußerer Mittel, durch eigene sportliche Anstrengungen, durch Essverzicht, durch wohl überlegtes und professionelles Coaching, durch Drogisten- und Ärztekunst - auch dafür verantwortlich: für Schlankheit, Leistungsfähigkeit, Ästhetik. Das Schicksal ist keine akzeptierbare Größe mehr- Die Veranlagung weicht der Machbarkeit. Du kannst in zwei Monaten schön sein. Wenn du hässlich bist, bist du selbst schuld." Dieser subtile Zwang der Wellness-Industrie erzeugt mittlerweile bei manchem Überdruss. Selbst der strahlende TUI-Mann Langanke räumt ein, dass ihm und seinem Team der Begriff Wellness nur noch schwer über die Zunge geht, weil er so abgegriffen ist. Und wundert sich dann wieder über Menschen, für die dieses Universum noch neu ist. Er erzählt, dass er neulich bei einer Veranstaltung mit Reisebüromitarbeitern gefragt habe, ob Ayurveda bekannt sei. Woraufhin eine der Teilnehmerin spontan antwortete: "Ja, das wächst bei mir hinten im Garten." Literatur-Tipp: Claudia Freidl: Wellnessboom. Erholung - oder zu viel des Guten? VDM Verlag Dr. Müller, 2004; 113 Seiten; 29,80 Euro

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