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Gründer in Deutschland

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brand eins beschreibt den momentanen Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft, den Übergang vom Informations- zum Wissenszeitalter. Auf diesem Weg in die Wissensgesellschaft finden hier alle an Wirtschaft Interessierten, was man weiß, was man wissen sollte – in einer ständig wachsenden Sammlung von Begriffen, Daten, Fakten.

Gründer in Deutschland 2010

Jedes Jahr untersucht die KfW-Bankengruppe das Gründungsgeschehen in Deutschland auf seine Struktur und Dynamik hin. Damit stellt der Gründungsmonitor die umfassendste Informationsquelle zum Gründungsgeschehen in Deutschland dar. Seit 2000 werden die Daten jährlich durch eine telefonische Befragung von 50.000 in Deutschland ansässigen Personen erhoben.

Als Gründer gelten diejenigen Personen bezeichnet, die vor bis zu zwölf Monaten vor der Befragung eine freiberufliche Tätigkeit im Voll- oder Nebenerwerb begonnen haben.

Einige wichtige Ergebnisse des Reports für das Jahr 2010:

Im Jahr 2010 haben 936.000 Personen eine selbstständige Tätigkeit im Voll- oder Nebenerwerb begonnen. Davon haben sich 396.000 Personen (42 Prozent) im Vollerwerb und 540.000 Personen (58 Prozent) im Nebenerwerb selbstständig gemacht.

Im Vergleich zu 2010 hat das Gründungsgeschehen um 8 Prozent zugenommen. Laut KfW liegen die Hauptgründe im Zusammenspiel von konjunkturellen Erholung und der damit einhergehenden positiven Arbeitsmarktentwicklung.

Bei genauerer Betrachtung der Gründungsform (Neugründung, Übernahmen und Beteiligungen) zeigt sich, dass Neugründungen mit einem Anteil von rund 71 Prozent an allen Gründungsprojekten die bedeutendste Gründungsform darstellen. Knapp 9 Prozent des gesamten Gründungsgeschehens sind Übernahmen und 20 Prozent Beteiligungen. Im Vergleich zu 2010 sind die Anteile von Neugründern im Vollerwerb um 6 Prozentpunkte (auf 73 Prozent) gestiegen. 

Die große Mehrheit der Gründer (85 Prozent) bietet nicht innovative Produkte und Dienstleistungen in nicht wissensintensiven Bereichen an. Gründer entscheiden sich dabei vornehmlich für ein Projekt in den Bereichen persönliche Dienstleistungen (32 Prozent), wirtschaftliche Dienstleistungen (28 Prozent) oder Handel (15 Prozent).

Laut KfW ließ eine Sichtung der Projektbeschreibungen Zweifel daran aufkommen, dass es sich bei den als neu bezeichneten Geschäftsideen tatsächlich um Innovationen im Schumpeter’schen Sinn handelt. Die kritische Beurteilung der Innovationsangaben führe vielmehr zu dem Schluss, dass der Anteil tatsächlich innovativer Gründungen noch geringer als die beobachteten 15 Prozent sei.

Zur Nachhaltigkeit von Gründungsprojekten lässt sich sagen, dass nach einem Jahr noch rund 85 Prozent aller Gründungsprojekte am Markt, drei Jahre nach dem Startzeitpunkt jedoch bereits ein Drittel aller Gründungsprojekte wieder beendet sind.

Ausführliche Informationen erhalten Sie im Gründungsmonitor (Kurz- und Langfassung), hier zum Download.


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