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brand eins 12/2007 - SCHWERPUNKT: Design

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Schönheit hilft

Wer gut aussieht, hat es leichter.

In der Schule. Vor Gericht. Bei Gehaltsverhandlungen. Und schon als Säugling.

Ein Gespräch mit dem Attraktivitätsforscher Ulrich Renz über die Macht der Schönheit.

brand eins: Herr Renz, was macht jemanden für andere Menschen attraktiv?

Ulrich Renz: Für das weibliche Gesicht sind die wichtigsten Faktoren: glatte Haut, Symmetrie, Jugendlichkeit und eine klare Geschlechtsidentität, also eine deutlich ausgeprägte Weiblichkeit. Hinzu kommt eine gewisse Kindlichkeit. Wenn man ein Frauengesicht am Computer weiblicher macht, indem man die Differenz zum durchschnittlichen Männergesicht immer weiter übertreibt, entsteht das Gesicht einer Barbiepuppe: große Augen, voller Mund, Stupsnase - das Kindchenschema. Ein Frauengesicht kann gar nicht weiblich genug sein.

Für Männergesichter gilt das allerdings nicht: Übertrieben männliche Rambo-Typen kommen nur noch bei einer Minderheit der Frauen an. Außerdem mögen wir kontrastreiche Gesichter, eine klare Differenzierung zwischen Mund und Haut zum Beispiel. Ein Grund dafür ist, dass unser Gehirn Kontraste besser erkennt: Wir mögen, was wir schnell und problemlos identifizieren können.

Unterschätzen wir die Wirkung die menschlicher Schönheit auf uns? Halten wir uns für rationaler, fairer und von Attraktivität weniger manipulierbar, als wir es in Wirklichkeit sind?

Definitiv. Das Äußere ist für uns immer noch behaftet mit Vorstellungen von etwas Niedrigem. Es ist nichts als ein oberflächlicher, etwas peinlicher Reiz. Das sind Reste von christlichen Mentalitätsmustern: Der Körper ist nichts wert, das Äußerliche verstellt den Weg zum Heil. Und natürlich sagt fast jeder: Für mich zählen nur innere Werte.

Wissenschaftliche Versuche zeigen aber etwas anderes. Hübsche Säuglinge zum Beispiel bekommen statistisch mehr Zuwendung als weniger attraktive Säuglinge - und zwar selbst von ihrer eigenen Mutter, wie eine Studie von Judith Langlois von der University of Texas aus dem Jahr 1995 belegt. Man beobachtete auf einer Geburtsstation, wie oft Säuglinge von ihren Müttern angelächelt werden, wie viel Körperkontakt sie bekommen und wie schnell sie hochgenommen werden, wenn sie schreien. Dabei kann man eine klare Relation zwischen der Aufmerksamkeit und der Attraktivität des Säuglings feststellen. Je süßer ihr Baby, desto liebevoller verhält sich im statistischen Durchschnitt die Mutter.

Was macht einen Säugling attraktiv?

Auch hier wieder: das Kindchenschema. Großer Kopf in Relation zum Körper, Stupsnase, hohe Stirn, kleines Kinn, riesige Augen, rundliches Gesicht. Kinder, die zu früh auf die Welt kommen, haben dieses Bild noch nicht voll entwickelt und ganz klar schlechtere Chancen. Sie werden öfter misshandelt, und die Wahrscheinlichkeit, dass sie getötet werden, ist signifikant größer als bei Säuglingen, deren Aussehen dem Ideal entspricht.

Das Kindchenschema ist eines der mächtigsten biologischen Programme. Es zielt darauf ab, Aufmerksamkeit und Fürsorge zu bekommen, die Umgebung zu zähmen und in die eigenen Überlebensinteressen einzuspannen. Der Grund dafür ist ganz einfach: Das Kindsgesicht hält aggressive Affekte in Schach. Ein schreiender Säugling ist eine Nervenplage. Das wird durch den süßen Anblick ausgeglichen.

Funktioniert dieses Muster überall? Oder ist es nur ein Klischee, dass gut aussehende Menschen auf dem Arbeitsmarkt bessere Chance haben?

Das ist empirisch klar nachweisbar. Attraktive Menschen sind nicht nur bei der Einstellung, sondern auch bei Gehaltsverhandlungen und Beförderungen im Vorteil - und das gilt für beide Geschlechter. Wäre das Antidiskriminierungsgesetz konsequent, müsste es die Bevorzugung gut aussehender Mitarbeiter unter Strafe stellen. Nach Untersuchungen des amerikanischen Wirtschaftswissenschaftlers Daniel Hamermesh von der University of Texas liegt statistisch zwischen dem attraktivsten oberen Drittel der Arbeitnehmer und dem unteren Drittel ein Gehaltsunterschied von etwa zehn Prozent.

Aber möglicherweise hat der Gehaltsunterschied einen rationalen Kern? Wer auf ein angenehmeres Äußeres achtet und sich fit hält, ist für Unternehmen möglicherweise interessanter als ein ungepflegter, aus dem Mund riechender Schlaffi mit fettigen Haaren, der vielleicht noch Kontakt mit Kunden haben soll.

Den Gehaltsvorteil der Attraktiven kann man in allen Unternehmensbereichen beobachten, ob mit oder ohne Kundenkontakt. Ein Beispiel: Fast die Hälfte der deutschen Top-Manager ist größer als 1,90 Meter. Zum Vergleich: Die Durchschnittsgröße deutscher Männer liegt bei 1,77 Meter. Für die Qualität eines Managers ist seine Körpergröße in der Regel irrelevant aber Größe ist bei Männern das Attraktivitätskriterium Nummer eins.

Die Bevorzugung von Schönheit ist nicht rational oder von Interessen gesteuert. Wenn Versuchspersonen zum Beispiel im bekannten Gefangenendilemma, zwischen egoistischen und altruistischen Entscheidungen wählen können, sind sie gegenüber attraktiven Mitspielern großzügiger. Und dieses Muster findet sich überall. Gut aussehende Angeklagte treffen empirisch messbar auf verständnisvollere Richter. Richard Wright, Professor am Department of Criminology an der University of Missouri-St. Louis, hat dazu die einschlägigen Studien zusammengefasst, zum Beispiel in seiner "Encyclopedia of Criminology".

Hübsche Schulkinder bekommen auch eher die Aufmerksamkeit der Lehrer. Die Psychologen David Landy und Harold Sigall von der University of Rochester in New York haben 1972 Probanden fingierte Schulaufsätze zur Korrektur vorgelegt und sie mit Fotos unterschiedlicher Kinder versehen, den angeblichen Autoren. Die attraktiveren Kinder bekamen die besseren Noten.

Weshalb sind wir durch Schönheit so stark manipulierbar?

Weil wir das Schöne unwillkürlich mit dem Guten gleichsetzen, und zwar von Anfang an. Zeigt man Säuglingen zwei Gesichter, ein schönes und ein eher hässliches, und lässt sie dazu unangenehme, räumlich nicht lokalisierbare Geräusche hören, schauen sie zum hässlicheren Gesicht. Hören sie umgekehrt eine freundliche, zärtliche Stimme, schauen sie zum schönen Gesicht. Das scheint für sie klar miteinander verbunden zu sein. Erwachsene reagieren ähnlich. Zeigt man ihnen Fotos verschiedener Gesichter, werden die Schönen für deutlich intelligenter gehalten als die weniger Schönen.

Wenn wir Attraktivität mit Intelligenz und moralischer Integrität assoziieren, verbinden wir dann auch Intelligenz und Integrität mit Schönheit? Finden wir kluge und anständige Menschen attraktiver als dumme?

Ja, es gibt diesen Rückkopplungseffekt. Intelligenz und moralische Integrität färben darauf ab, wie attraktiv wir jemanden finden. Nelson Mandela erscheint uns schöner als Idi Amin, auch weil wir wissen, was diese beiden Männer getan haben. Dieses Muster gilt ebenso für Status: Attraktiven Menschen schreiben wir eher einen höheren Sozialstatus zu - und umgekehrt. Zeigt man Versuchspersonen den gleichen Mann im Business-Anzug und in einer McDonald's-Uniform, finden sie den Anzugträger attraktiver. Nicht weil der Anzug so toll aussieht, sondern weil er einen höheren Status signalisiert.

Ein typisches Experiment dazu ist die Beobachtung, wer wem auf dem Gehweg ausweicht. Wir weichen den Attraktiveren eher aus als den Hässlicheren, weil wir bei ihnen einen höheren Status vermuten. Das ist wie in der Feudalgesellschaft: Der Bauer macht für den Adeligen den Weg frei. Beobachtet man in einem Raum eine Gruppe von Leuten, die sich nicht kennen, sieht man, dass um die Attraktiven die Menschen in einem größeren Radius stehen. Dieser Abstand drückt die vermutete Macht aus. Wir verorten uns selbst permanent und reflexartig in einer Art Schönheitshierarchie. Erst wenn man mehr weiß, entstehen unter Umständen andere Hierarchien.

Wenn wir uns dauernd mit anderen vergleichen und uns in einer Schönheitshierarchie einordnen - was bedeutet es dann für unser Selbstbewusstsein, wenn wir in den Medien dauernd schöne Gesichter und Supermodels sehen?

Eine Hypothese ist, dass das unser Selbstwertgefühl untergräbt. Nach Umfragen von "Psychology Today" wird das Selbstbild der Bevölkerung in den USA seit den siebziger Jahren kontinuierlich schlechter. Eine ähnliche Entwicklung lässt sich in Deutschland verfolgen. Das kann natürlich die unterschiedlichsten Ursachen haben, aber klar ist, dass die permanente mediale Schönheitskonkurrenz uns alle unter Druck setzt - wovon unter anderem die kosmetische Industrie lebt. Wir sind besessen von Schönheit.

Doch wer schön ist, hat auch größere Wahlmöglichkeiten, zum Beispiel auf dem Partnermarkt.

Immanuel Kant spricht von "interesselosem Wohlgefallen". Können wir Schönheit zweckfrei genießen - oder denken wir immer automatisch auch an Sex?

Wenn wir von menschlicher Schönheit sprechen, hat das immer eine Fortpflanzungskomponente. Das Belohnungssystem im Gehirn wird aktiv, wenn man den Versuchspersonen Bilder attraktiver Menschen des anderen Geschlechts zeigt. Im Belohnungssystem werden körpereigene Drogen ausgeschüttet, die uns zu bestimmten Verhaltensmustern motivieren. Das ist triebgesteuert, nicht vernunftgeleitet.

Wenn wir auf den Anblick attraktiver Menschen des anderen Geschlechts reagieren, geht es nicht um interesseloses Wohlgefallen, sondern im Kern um Fortpflanzung. Wenn Männer einer attraktiven Frau begegnen, steigt ihr Testosteronspiegel signifikant. Hormonbedingt wechseln sie in ihren Marketingmodus: Sie werben, sind witziger und wollen gefallen.

Wozu ist diese biologische Programmierung gut?

Es geht darum, die eigenen Gene optimal weiterzugeben. Es ist biologisch sinnvoll, zum Beispiel bei Zeichen von Krankheit nicht in einen werbenden Modus zu fallen. Gesunde, glatte Haut ist eines der wichtigsten Attraktivitätskriterien. Eine Frau mit Pockennarben wird nie als Schönheit durchgehen. Glatte Haut signalisiert Gesundheit.

Ihre Formel "Schönheit ist Macht" klingt etwas zu einfach. Produziert Schönheit nicht auch Neid- und Abwehrreflexe?

Es gibt zwei Ausnahmen von der Regel, dass Attraktivität mit Kompetenz gleichgesetzt wird: Frauen in der Wirtschaftswelt und die winzige Minderheit der Superattraktiven. Gut aussehende Frauen hatten in der Wirtschaft oder in der Politik immer mit dem Klischee zu kämpfen, dass sie ihre Karriere ihrem Aussehen verdanken, nicht etwa ihrer Kompetenz. Dieses Vorurteil verschwindet heute allerdings in dem Maße, in dem Frauen wichtige Positionen besetzen. Die zweite Ausnahme: Superschöne Menschen lösen leicht einen Abwehrreflex aus, eben weil ihre Schönheit so viel Macht auf uns ausübt. Jeder spürt die Wirkung von Schönheit. Das produziert beim Anblick von Superschönen den Reflex, sie abzuwerten: Wenn sie schon so schön ist, muss sie wenigstens dumm sein.

Umberto Eco vertritt die These, dass die Darstellungen des Hässlichen in der Kunst uns daran erinnere, "dass es in der Welt etwas unabänderlich Böses gibt". Gilt die Assoziation von Attraktivität = gut auch im Negativen, also hässlich = böse?

Das belegt schon die sprachliche Verwandtschaft von hässlich und Hass. Besonders deutlich wird das im Märchen: Die Hexe ist nicht schön. In einem Magnetresonanz-Experiment hat man Versuchspersonen gebeten, Gemälde zu betrachten, die sie als hässlich empfinden. Das Muster ihrer Gehirnaktivität zeigt, dass der Anblick bei ihnen Fluchtimpulse auslöst. Die Bilder machen ihnen Angst. Und Angst ist das stärkste Gefühl, das wir kennen. Wir reagieren auf Hässlichkeit also stärker als auf Schönheit, das ist ganz klar der größere Reiz.

Da ist es kein Wunder, dass die Pop-Kultur von Marilyn Manson bis zu Horror-Filmen mit diesen Reizen spielt. Umberto Eco vermutet, dass die eindeutige Konnotation, gut = schön und böse = hässlich, in einer postmodernen Kultur verschwindet. Er nennt ein hübsches Beispiel: Auf Kreuzigungsszenen von Hieronymus Bosch tragen die Peiniger von Jesus Christus Ringe, die ihre Gesichtshaut durchbohren. Damit sind sie als verstümmelt, hässlich und böse gekennzeichnet. Heute dagegen sind Piercings in der Jugendkultur nicht Zeichen des Bösen, sondern markieren Gruppenzugehörigkeit - sie sind modern.

Die reflexartige Zuordnung schön = gut und hässlich = böse wird nicht verschwinden, das ist in allen Kulturen eine anthropologische Konstante. Aber was als schön empfunden wird, ist der Mode unterworfen. Jugendkulturen spielen mit Schockmomenten, und deshalb nutzen sie, wie in Ecos Beispiel, was früher als hässlich galt.

Sind unsere Vorstellungen von Schönheit tatsächlich völlig der Mode unterworfen?

Betrachtet man Bilder schöner Menschen aus allen Jahrhunderten, wird offensichtlich, dass wir auch heute noch Gesichter schön finden, die vor 500 oder 2000 Jahren als schön empfunden wurden. Nofretete ist immer noch eine Schönheitsikone. Aber man muss zwischen Körper und Gesicht unterscheiden. Der Körper ist viel stärker als das Gesicht der Mode unterworfen. Im Mittelalter zum Beispiel war das fohlenhafte Nymphchen à la Twiggy angesagt, in der Renaissance und im Barock war dann das Vollweib dran.

Sind diese Moden rational erklärbar? Gilt zum Beispiel in Zeiten, in denen die Menschen mit Hunger und Mangel kämpfen, ein Fettpolster als schön?

Man kann zum Teil rationale Ursachen finden, aber teilweise ist es nur reine, sinnlose Mode. Zwischen dem Mittelalter und der Renaissance haben sich die sozioökonomischen Rahmenbedingungen nicht extrem verändert, doch das Schönheitsideal kippte von mager zu drall.

Ist es eine Frage der Gewohnheit, was wir für schön halten?

Gewöhnung ist ein starker Faktor. Wenn man Versuchspersonen über zehn, zwanzig Minuten Bilder mit verzerrten Gesichtern zeigt, kommt ihnen diese Verzerrung am Ende normal vor, und nicht verzerrte Gesichter wirken im ersten Augenblick irritierend. Das angeborene und das gelernte Schönheitsempfinden ergänzen sich. Wir kommen nicht mit einem festen Bild von menschlicher Schönheit auf die Welt, sondern mit einer Gebrauchsanweisung, die sagt: Finde das schön, was arttypisch ist. Dann fangen wir an zu vergleichen und einen Prototypen auszubilden, an dem wir uns orientieren. Was stark von diesem Prototypen abweicht, vermeiden wir.

Sie sagen, Jugendlichkeit sei eines der stärksten Schönheitsattribute. Dazu passt, dass Schönheit in Literatur und Kunst mit Vergänglichkeit assoziiert wird. Ein prominentes Beispiel sind Shakespeares Sonette, in denen die Schöne immer wieder an den Verfall ihrer Schönheit erinnert wird. Da heißt es: Wenn erst mal "40 Winter deine Stirn beschweren und Furchen ziehn durch deiner Schönheit Flur", sei von der jugendlichen Pracht nur noch "ein wertlos Ding, ein schlechter Lumpen" übrig.

Interessant finde ich in diesem Zusammenhang, dass die Glücksforschung so gut wie keine Korrelation zwischen Attraktivität und Glück feststellen konnte. Ob eine Frau schön oder hässlich geboren ist, macht für ihre Lebenszufriedenheit keinen Unterschied, denn Glück ist immer eine Frage des Unterschieds: Wir empfinden Glück, wenn etwas besser geworden ist. Und wer immer über seine Schönheit definiert wurde, erlebt Alterungsprozesse mit einer größeren Härte, die für das Selbstwertgefühl nicht unbedingt angenehm ist.

Der Zusammenhang zwischen Schönheit und Tod ist aber auch auf einer biologischen Ebene evident. Bei vielen extrem polygamen und damit auf starke Paarungsreize angewiesenen Spezies sind die prächtigsten, sangesfreudigsten oder sonstwie auffälligsten Männchen gleichzeitig diejenigen mit dem kürzesten Leben. Verkürzt könnte man sagen: Die Schönen sterben früher, weil sie zu viel Energie in das Paarungsverhalten investieren.

Der australische Biologe John Hunt fütterte Feldgrillen mit einem besonders proteinreichen Kraftfutter. Überraschenderweise war nur den Weibchen ein längeres Leben beschieden. Die Männchen dagegen lebten deutlich kürzer - weil sie ihre Energie so sehr ins Zirpen steckten, dass ihnen für den Rest des Lebens buchstäblich die Puste ausging. Sie zeugten vielleicht mehr Nachkommen, bezahlten aber dafür mit Lebenszeit.

Auch in unserer Spezies scheint die Tatsache, dass die Lebenszeit von Männern fast zehn Jahre kürzer ist als die von Frauen, in erster Linie darauf zurückzuführen zu sein, dass der Mann unter Werbungszwang steht. Ein großer Teil seiner Kraft fließt - via Testosteron - in den Marketingetat. Testosteron führt beispielsweise dazu, dass männliche Jugendliche ein deutlich höheres Sterblichkeitsrisiko haben als weibliche, weil sie unvorsichtiger und aggressiver sind. Eunuchen dagegen haben die gleiche Lebens erwartung wie Frauen. Vielleicht ist der Mensch also gar nicht weit weg von der Feldgrille, zumindest der männliche Teil. -

Ulrich Renz, Jahrgang 1960, ist Mediziner und Publizist. Für sein Sachbuch "Schönheit - Eine Wissenschaft für sich" (Berlin Verlag) hat er Hunderte Studien zur Schönheitsforschung herangezogen. Begleitend zu seinem Buch hat er die Internetseite www.schoenheitsformel.de mit Links, Quellennachweisen und einem Diskussionsforum ins Netz gestellt.


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