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brand eins 12/2007 - SCHWERPUNKT: Design

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Schöne Anlagen

Design-Stücke sehen nicht nur gut aus.

Sie können ihre Besitzer auch reich machen.

- "Designer-Stücke werden nicht mehr als nützliche Produkte gekauft, sondern immer stärker als Ikone, als Kunstwerk. Beliebt bei Sammlern sind derzeit Stücke aus poliertem Stahl in einer fließenden Form - das repräsentiert im Moment unseren Zeitgeist. Manche Sammler, die moderne Kunst kaufen wollen, entdecken Design als Sammelgebiet, weil da die Preise noch nicht so hoch sind wie im Kunst-Markt. Bis vor Kurzem galt Design noch als Ge heimtipp, zum Beispiel bei Sammlern, die es als Investition sehen. Die Preise steigen im Moment, und sie werden im Design-Markt potenziell stärker steigen, als es im Kunst-Markt absehbar ist.

Wenn man sich den Design-Markt in den vergangenen zehn Jahren ansieht, ist bei Spitzenstücken eine Preissteigerung um das Fünf- bis Zehnfache in wenigen Jahren jederzeit möglich. Marc Newsons Lockheed Lounge wurde 2006 für fast eine Million Dollar versteigert. Nun möchten viele Künstler in diesem Bereich gern eine Million Dollar für ihre Stücke erzielen. Das ist nicht unrealistisch. Solange die Preise am Markt für Contemporary Art steigen, wird auch der Design-Markt weiter nach oben gehen, die beiden Märkte gehen Hand in Hand. Es ist schwer eine Prognose zu erstellen, aber Spitzenstücke werden auch Preise jenseits einer Million Dollar erzielen. Dieser Boom fängt gerade erst an.

Am interessantesten ist die zeitgenössische Design-Kunst, Unikate, kleine Editionen. Historische Stücke, seltene Design-Klassiker aus den zwanziger Jahren von Josef Albers, Walter Gropius oder Marcel Breuer beispielsweise steigen auch im Preis, aber nicht in dem Tempo des zeitgenössischen Designs. Solange Museen daran interessiert sind, werden diese Stücke ihren Wert behalten und im Wert steigen. Auch da können sehr seltene, für die Design-Geschichte bedeutende Werke die Grenze von einer Million Dollar erreichen - aber nicht in der Quantität, wie wir das in den nächsten Jahren bei Stücken von neuen Designern sehen werden.

Natürlich gibt es unter den Sammler auch den Investmentbanker, der sich von seinem Bonus lieber das Kunstwerk eines zeitgenössischen Designers als einen Ferrari kauft. Für viele ist der Kauf eines Design-Stücks auch eine Investition: Sie hoffen, einen Teil ihrer Sammlung in einigen Jahren wieder mit Profit verkaufen zu können. Dieser Trend, ein Design-Stück als Geldanlage zu sehen, ist stärker geworden." -

Ellen Stelter arbeitet beim Londoner Auktionshaus Phillips de Pury & Company in der Abteilung für Design Art

 

1 Lockheed Lounge

Designer: Marc Newson
Material: Fiberglas, Aluminium
Auflage: 10
Herstellungsjahr: 1985
Verkaufspreis Mitte der achtziger Jahre bei der damaligen Agentin von Marc Newson, Gabrielle Ammanns Designer's Gallery Köln: ca. 60 000 D-Mark
Verkaufspreis auf einer Auktion von Sotheby's im Juni 2006 in New York 2006: 968 000 Dollar

2 Teeglas mit Untertasse und Umrührer

Designer: Josef Albers
Material: Glas, Stahl, Porzellan, Ebenholz
Auflage: nicht limitiert
Hersteller: Jenaer Glaswerke Schott (Glas), Krupp AG (Stahlring), Staatliche Porzellanmanufaktur Meissen (Untertasse)
Herstellungsjahr: 1926
Vollständig erhaltene Exemplare weltweit in dieser Ausführung: 2
Verkaufspreis 1926: weniger als 100 Reichsmark
Verkaufspreis auf einer Auktion von Phillips de Pury & Company in New York im Dezember 2006: 268 000 Dollar

3 Mesa

Designer: Zaha Hadid für die Vitra Edition 2007
Material: Polyurethane, Laminate, spiegelnde Oberfläche
Auflage: 12
Herstellungsjahr: 2007
Verkaufspreis 2007: 140 000 Euro


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