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brand eins 07/2011 - SCHWERPUNKT: Transparenz

Transparenz

SCHWERPUNKT: Transparenz

"Wir wollen größtmögliche Transparenz ins Verfahren bringen."
Winfried Hermann, Verkehrsminister in Baden-Württemberg, über den geplanten Stresstest für das Bauvorhaben Stuttgart 21

"Transparenz soll in Zukunft großgeschrieben werden."
Sepp Blatter, Fifa-Präsident, zu den Korruptionsvorwürfen gegen den Weltfußballverband

"Es geht nichts über Transparenz, will man Schwierigkeiten vermeiden."
Hilmar Kopper, Vorsitzender des Aufsichtsrats der HSH Nordbank, über Bonuszahlungen bei Landesbanken

"Die Schufa (Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung) hat die Bundesregierung aufgefordert, für mehr Transparenz auf dem unübersichtlichen Markt der Auskunfteien zu sorgen."
Meldung der Nachrichtenagentur ap

"Ich wage sogar die These, dass Erfolg und Transparenz sich gegenseitig bedingen."
Jan Runau, Leiter der Unternehmenskommunikation bei Adidas, in dem Buch "Corporate Transparency"

"Manchen Wahnsinn haben wir zumindest transparent gemacht - und damit auch unmöglich."
Stefan Raab in einem Interview über seine "fernsehgeschichtliche Leistung"

"Gerade im Finanzsektor braucht die Öffentlichkeit mehr und nicht weniger Transparenz."
Peter Schaar, Bundesbeauftragter für Datenschutz, zu Forderungen, das Informationsfreiheitsgesetz bei Banken und Versicherungen einzuschränken

"Nukleare Abrüstung braucht Transparenz und Sicherheit."
Bundesaußenminister Guido Westerwelle in einem Beitrag für das Internetportal "Der Westen"


WAS WIRTSCHAFT TREIBT

  • Der Wal-Mart des Internets

    Ebay, das war einmal ein Online-Basar, wo sich viele kleine Käufer und Verkäufer treffen konnten. Heute ist daraus ein Logistik-Riese geworden, bei dem das Zahlungssystem Paypal den Ton angibt.

    Text: Steffan Heuer | Foto: Gabriela Hasbun | Volltext

  • Blick in die Bilanz: Blase? Na und?

    Kann ein Unternehmen gnadenlos überbewertet und gleichzeitig grundsolide sein? Das amerikanische Online-Netzwerk Linkedin zeigt: Es kann. Von der Börse wurde die Firma jüngst mit umgerechnet gut sechs Milliarden Euro wie ein Konzern bewertet, die Unternehmenszahlen indes zeigen einen robusten Mittelständler - der vor einigen Herausforderungen steht.

    Text: Patricia Döhle | Volltext

  • Der Überläufer

    Computerprogramme aus der DDR? Die brauchte nach der Wende nun wirklich keiner mehr, glaubte man damals in der IT-Branche. Einer sah das anders. Rolf Heinemann machte aus dem Großkombinat VEB Robotron mithilfe eines Freundes ein internationales Software-Unternehmen. Die Geschichte einer west-östlichen Partnerschaft.

    Text: Christian Fuchs | Foto: Anne Schönharting / Ostkreuz | Volltext

  • Hinter der Statistik: Das Stimmungs-Rätsel

    Fragt man die Leute, geht es ihnen stets besser als dem ganzen Land. Warum das so ist und auch eine Katastrophe optimistisch stimmen kann, lesen Sie hier.

    Text: Nils Handler | Volltext

SCHWERPUNKT: Transparenz

  • "Nur eine Maschine ist transparent"

    Der Philosoph Byung-Chul Han über die Gewalt der Transparenz, den Segen des Geheimnisses - und Peter Schlemihl, der seinen Schatten an den Teufel verkaufte.

    Interview: Oliver Link | Foto: Michael Hudler | Volltext

  • Die Weggucker

    Alle Daten nützen nichts, wenn niemand sie sehen will. Das zeigt die Krise Griechenlands. Die Chronik einer angekündigten Pleite.

    Text: Christiane Sommer | Volltext

  • Der Schattenmann

    Diskretion machte Marc Rich zum wohl reichsten Ölhändler der Welt und zum langjährigen Herrscher über Glencore, eines der mächtigsten Rohstoff-Imperien der Welt. Das Porträt eines umstrittenen Mannes.

    Text: Daniel Ammann | Volltext

  • Verfahrene Verfahren

    Ein Bauherr stellt eine Aufgabe. Architekten reichen ihre Lösungen ein. Der Beste gewinnt. So funktionieren Architekturwettbewerbe - in der Theorie. Die Architekten Tom Frank und Tilman Probst sprechen über die Praxis.

    Interview: Oliver Herwig | Foto: Sigrid Reinichs | Volltext

  • Einfach bestechend

    Korruption? Gefälligkeiten? Schmiergeld? Das klingt nach Bakschisch und Bananenrepublik, gehört aber auch hier und heute zum Unternehmensalltag. Transparency International findet sich damit nicht ab.

    Text: Harald Willenbrock | Foto: Diane Vincent | Albrecht Fuchs (S. 70) | Volltext

  • Wer nicht fragt, bleibt dumm

    Politiker reden gern. Im Internetportal Abgeordnetenwatch dürfen sie das nur, wenn sie gefragt werden. Ein Projekt von Idealisten, die an den offenen Dialog glauben.

    Text: Jakob Vicari | Foto: André Hemstedt und Tine Reimer | Volltext

  • Land aus Glas

    Steuerdaten sind in Norwegen kein Geheimnis, sondern für jedermann zugänglich. Doch was seit fast 150 Jahren gelebte Offenheit ist, führt neuerdings zu Problemen.

    Text: Matthias Hannemann | Foto: Oliver Helbig | Volltext

  • Offenes Geheimnis?

    Früher versteckte sich der Bundesnachrichtendienst hinter absurden Tarnnamen. Heute lädt er zum Tag der offenen Tür. Mit Transparenz tut sich die Behörde dennoch schwer. Wie dieser Versuch einer Kontaktaufnahme zeigt.

    Text: Dirk Böttcher | Volltext

  • Leck geschlagen

    Noch nie war es so leicht, geheime Dokumente zu veröffentlichen. Symbolfigur dieser neuen Form der Enthüllung ist Julian Assange mit seiner Internet-Plattform Wikileaks. Eine Geschichte in Zahlen.

    Text: Nils Handler | Volltext

  • Die lieben Kollegen

    Wenn jeder weiß, was die anderen verdienen, kann es weder Gemauschel noch ein unfaires Einkommensgefälle geben. Jedenfalls in einem idealen Unternehmen. In der wirklichen Welt sorgt Gehaltstransparenz vor allem für eines: Ärger.

    Text: Peter Laudenbach | Volltext

  • Sagen, was Sache ist

    Die Aufklärung der Kundschaft ist keine Stärke der Finanzbranche. Zwei Direktbanken nutzen diese Marktlücke.

    Text: Christian Sywottek | Volltext

  • Die Menschenfischer

    Yasni sammelt alles ein, was es online über Menschen zu finden gibt. Das ist wohl legal, aber durchaus umstritten. Ein Firmenbesuch.

    Text: Markus Albers | Foto: Michael Hudler | Volltext

  • "Wir können beamen!"

    Immer mehr Informationen werden immer schneller erfasst und verarbeitet. Das Zeitalter der Echtzeit-Daten rückt näher. Was das bedeutet, erklärt der Dresdner Informatik-Professor Wolfgang Lehner.

    Interview: Thomas Ramge | Foto: Silvio Knesevic | Volltext

  • Auf Nummer sicher

    Wer Angst vor dem Großen Bruder hat, kann sich effektiv schützen, allerdings auch leicht in Paranoia geraten. Was möglich ist und was nicht immer notwendig: zwei Seiten der Datenkontrolle.

    Text: Christoph Koch | Illustration: Esther Gebauer | Volltext

  • Vorsicht Studie!

    Die Politik legitimiert ihre Entscheidungen gern durch Forschungsergebnisse. Warum es sich für den Bürger trotzdem lohnt, genau hinzuschauen, zeigt das Beispiel Familienförderung.

    Text: Birgit Kelle und Maria Steuer | Volltext

  • "Das Mantra der Ignoranten"

    Als die Finanzkrise ausbrach, forderte alle Welt Transparenz. Warum das Unsinn ist, erklärt Lord John Eatwell.

    Interview: Ingo Malcher | Foto: Olivier Hess | Volltext

  • Schilda an der Spree

    Eine Berliner Bürgerinitiative kämpfte für die Offenlegung der Verträge zur Teilprivatisierung der lokalen Wasserbetriebe - obwohl diese längst veröffentlicht waren. Die Grünen schlossen sich an. Und beide Gruppen übersahen bei all der Aufregung ein entscheidendes Detail.

    Text: Thomas Ramge | Volltext

  • Kampf der Betonköpfe

    Ein Mann macht eine Erfindung. Die Konkurrenz zieht nach. Es gibt Ärger. Eine undurchsichtige Geschichte eines durchsichtigen Baustoffs.

    Text: Mischa Täubner | Foto: Jakob Polacsek | Volltext

WAS UNTERNEHMERN NÜTZT

  • Tatort hoch drei

    Dies ist die Geschichte eines Tüftlers aus der Pfalz, der eine neuartige Kamera entwickelt hat. Im Vertrauen darauf, dass seine Kunden interessante Anwedungen dafür finden. So wie die beiden Italiener, die damit die Kriminalistik revolutionierten.

    Text: Dagny Riegel | Foto: Sigrid Reinichs | Volltext

  • Merkwürdigkeiten aus den Manegen des Managements: Die Spielregel-Spieler

    Unternehmern und Managern muss es vor allem um eines gehen: ums Geschäft. Präziser: darum, mit seinem Geschäft im Spiel zu bleiben. Vorsichtigen Unternehmern und Managern muss es um mehr gehen: um neue und bessere Geschäftsmodelle. Präziser: um neue Spielregeln für das nächste Geschäft.

    Text: Stephan A. Jansen | Volltext

WAS MENSCHEN BEWEGT

  • Die Unsichtbaren

    Es gibt einige Gründe, sich eine neue Identität zuzulegen. In jedem Fall bezahlt man einen hohen Preis.

    Text: Gerhard Waldherr | Foto: Anna Bauer | Volltext


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