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brand eins 04/2007 - LESERBRIEFE
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brand eins 03/2007 Zweifel im Klimakterium
Stefan Sedlaczek, Siegburg
Vielen Dank für die kritische und ergänzende Betrachtung der Klimadiskussion. Ich befürchte hier geradezu eine mediale Demokratisierung der Wissenschaft. Es bedarf keines Wissens und keiner Wahrheit mehr, wenn man einfach abstimmt und die Mehrheit entscheiden lässt. Dieses Prinzip macht sich immer breiter und wird inzwischen gefährlich. Und es macht sich mit genau dem Dogmatismus breit, den Sie beschreiben. Minderheiten werden so wieder zu einer verfolgten Spezies und der Demos, der Pöbel, wird zunehmend unduldsamer und herrschsüchtiger, je mehr Bereiche er okkupiert. Die Wissenschaft ist sein aktuelles Opfer.
brand eins 03/2007 Zweifel im Klimakterium
Thomas G. Weyher, Frankfurt a. M.
1. Es gibt nicht genügend Rechenkapazität, um Klima-Szenarien zuverlässig zu berechnen.
2. Die, die heute über die Erwärmung der Erde klagen, haben vor wenigen Jahren wegen einer neuen Eiszeit den Teufel an die Wand gemalt.
3. Ich fühl' mich wohl, wenn ich's warm hab'.
brand eins 03/2007 Zweifel im Klimakterium
Sebastian Bogatu, Dübendorf/Schweiz
"Das eigentliche Problem mit dem Weltklima ist der Verlust des Denkvermögens." Jede/r Einzelne muss jetzt etwas tun, um das Problem mit dem Weltklima schnell in den Griff zu kriegen, damit Herr Lotter sein Denkvermögen wiedererlangt und nicht mehr solchen Unsinn schreiben muss.
brand eins 03/2007 Zweifel im Klimakterium
Joachim Klemm, Hannover
Gratuliere: Endlich mal eine Meinung in unserer vielfältigen Medienlandschaft, die sich kritisch zur gegenwärtigen Panikmache äußert und nicht dem Mainstream hinterherhechelt.
Ich habe mich selbst mit dem Thema Klimawandel anhand von Literaturrecherchen befasst. Im Ergebnis haben sich meine Zweifel verstärkt, der anthropogene CO2-Einfluss sei das bestimmende Element. Die Mechanismen, die das Erdklima bestimmen, sind so komplex und kompliziert, dass es zurzeit kaum möglich sein dürfte, ein repräsentatives Modell zu entwickeln, das diese Einflüsse komplett widerspiegelt. Man muss daher mit Vereinfachungen arbeiten, und schon hier setzen die in Ihrem Artikel anschaulich geschilderten subjektiven Eingriffe ein.
Statt Hexenjagd auf alle zu machen, die eine andere Hypothese vertreten, sollte sich unsere Gesellschaft zu einem sachlichen, wissenschaftlichen Dialog finden und im Ergebnis die vermutlich wirksamsten Maßnahmen beschließen. Was uns nicht weiterbringt, sind Maßnahmen nach parteipolemischem Kalkül. Wie sagte doch Albert Einstein: "In Fragen der Wissenschaft ist die Autorität Tausender nicht so viel wert wie das schlichte Nachdenken eines Einzelnen."
brand eins 03/2007 Zweifel im Klimakterium
Norbert Klamann, Köln
Wolf Lotter vergleicht mit eleganter Polemik das IPCC mit Konzilen: Konzile haben in einer Offenbarungsreligion wie der katholischen Kirche die Funktion, Aussagen und Zielsetzungen mit Wahrheitsanspruch zu finden und zu begründen. Und zwar in einem Bereich, in dem per Definition die menschliche Geisteskraft nicht ausreicht, diese Wahrheit unbestreitbar zu erkennen. Sie sind Versuche, Wahrheit auf dem Verhandlungswege zu finden und daher einerseits unbefriedigend, andererseits unverzichtbar. Was soll man dann anders machen als zu verhandeln und die Gnade Gottes für dieses Unternehmen zu erflehen? Ein Konzil ist unter diesen Umständen doch ein brauchbares Verfahren und es wird in der Praxis auch sparsam angewendet.
Herr Lotter stößt sich anscheinend an der Irrationalität eines solchen Verfahrens, aber es ist eben etwas anderes, mit Wahrheitsanspruch Dinge zu erkennen oder praktische Vorgehensweisen auszuhandeln. Politische Verfahren sind nicht wissenschaftlich rational. Aber sein Vergleich ist trotzdem erhellend: Denn in der Tat versucht Politik, sich einen Wahrheitsanspruch zu verschaffen. Seit ungefähr 100 Jahren geschieht das mit Bezug auf Wissenschaft als Grundlage von Wahrheit. Insofern funktioniert das IPCC wie ein Konzil: Die Wahrheit wird verhandelt, um Taten zu legitimieren.
Das Problem ist nicht, dass politischer Kuhhandel nicht wissenschaftlich rational ist, sondern, dass er vorgibt, es zu sein. Sachverständigenräte, Wirtschaftsweise und IPCCs sollen einem Prozess das Siegel der Wahrheit verleihen, der das gar nicht nötig hat und auch nicht nötig haben darf. Demokratische Politik kann und soll pragmatisch sein, sie muss nicht auf wahrer Welterkenntnis beruhen. Sie zieht ihre Berechtigung daraus, anzuerkennen, dass wir Menschen die Welt nicht wirklich verstehen und trotzdem handeln müssen. Das ist nicht immer schön, aber es ist sehr viel besser, als für Wahrheiten zu sterben und zu töten.
brand eins 03/2007 Risiken und Nebenwirkungen
Anne-Katrin Steinke, Unterföhring
In Ihrem Artikel "Risiken und Nebenwirkungen des Pharma-Marketings" in der brand eins-Ausgabe 03/2007 erwähnen Sie unseren Kunden, den Verein "Freiwillige Selbstkontrolle für die Arzneimittelindustrie" e. V. (FSA). Sie schreiben dort, dass "der Gesetzgeber" den FSA einführte. Dies ist nicht richtig. Der Verein wurde im Jahr 2004 durch die Mitglieder des Verbands Forschender Arzneimittel (VFA), also von der pharmazeutischen Industrie selbst, gegründet. Mittlerweile haben sich rund 180 pharmazeutische Unternehmen dem Verein angeschlossen.
Anmerkung der Redaktion: Anne-Katrin Steinke hat recht, und wir bedauern unseren Fehler.
brand eins 02/2007 Baden in der Wellness-Sprache
Patrick Baumann, Berlin
Ihren Artikel über die sprachlichen Verrenkungen der Unternehmensdarstellungen fand ich anregend und lustig. Sie haben recht, es ist ein Graus! Allerdings irren Sie meiner Meinung nach mit Ihrer Forderung nach einem Kodex. Kodizes dienen meist dazu, so zu tun als ob. Es gibt ja schon diverse Selbstverpflichtungen von PR-Verbänden. Die Deutsche Public Relations Gesellschaft (DPRG) betont, "informativ und wahrheitsgemäß" kommunizieren zu wollen, der Gesamtverband Kommunikationsagenturen (GWA) verpflichtet sich der "wahrhaftigen Information" und der Code d'Athène der Confédération Européenne des Relations Publiques (CERP) will sogar keinesfalls "die Wahrheit anderen Ansprüchen unterordnen".
Fast jede Kommunikationsagentur verpflichtet sich einem dieser Kodizes. Wenn sich aber mal eine daran hielte, erinnerte das an die Komödie "Der Dummschwätzer" mit Jim Carrey, der einen Tag lang nicht lügen kann und deshalb von einer Slapstick-Situation in die nächste stolpert. Statt eines weiteren Tarn-Kodexes hilft wohl am ehesten: zwischen den Zeilen lesen und immer gründlich hinterfragen, wenn einer über sich selbst spricht.
brand eins 02/2007 Nützwerk
Johannes Killinger, Freiberg
Was die Eigenschaften von HDTV ausmacht, kann man ohne videotechnische Details nicht erklären. Die reinen Fakten sind nun mal technischer Natur. Ausschlaggebend für den Interessenten ist aber der visuelle Test. Am besten, Sie schauen es sich bei einem guten Fachhändler an. Wenn Sie den Unterschied nicht sehen, habe ich eine gute Nachricht für Sie: Sie sparen eine Menge Geld!
brand eins allgemein Online-Archiv
Robert Lemke, Berlin
Ich frage mich, warum nicht längst andere Magazine auf die Idee gekommen sind, ihre sämtlichen Ausgaben frei zugänglich auf ihrer Website zu veröffentlichen. Für Abonnenten wie mich ist ein solches Online-Archiv eine große Hilfe - ich habe mich von fünf Jahren brand eins getrennt, weil ich sie ja nun jederzeit online lesen kann. Dass es die Artikel inzwischen sogar als PDF-Datei gibt, finde ich großartig. Meine ausgelesenen Ausgaben bekommen nun Freunde und Bekannte, die brand eins vielleicht noch nicht kennen. Denn irgendwie wird man als brand eins-Leser unweigerlich zum Missionar der guten Laune ...
brand eins zum Hören
Arnt Viehmann, München
Sie spannen einen weiten Bogen: vom Fußball über die Deutschbänker hin zu Daimler, dann zu Autoarchitekten bei Audi und KIA, später zu Kochkünstlern und den Wieseln von DILBERT -Volltreffer! Lange und ausführliche, super recherchierte und interessante Hör-Artikel - denn ja: Man kann sie eigentlich nur hören.
