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brand eins 01/2007 - LESERBRIEFE

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brand eins 12/2006 Schwerpunkt Luxus/Minimum

Esther Isaak de Schmidt-Bohländer, Hamburg

Diese Nummer ist ein Labsal für den Fachhandel und ein Bestärker in der Convenience-Welt. Es ist auffallend, wie besonders im Einzelhandel alle dasselbe machen und kaum einer ausbricht und Waren anbietet, die viele gerne hätten, wenn sie wüssten, dass es sie gibt.

Seit Monaten bin ich auf der Suche nach einem guten Brot, das würzig, saftig und auch noch am dritten Tag genießbar ist. In ganz Hamburg-Wandsbek und selbst bei Alnatura scheint es das nicht zu geben. Dabei haben wir im nächsten Umkreis ungelogen 20 Bäckereien. Convenience eben. Wenn ich den Begriff Convenience richtig verstehe, heißt er Übereinkunft, und dann schließe ich daraus, dass 80 Millionen Menschen sich darauf geeinigt haben, dass sie nichts wollen und darum auch keine Qualität kriegen. Hauptsache billig und dann ganz viel davon.

 

brand eins 12/2006 Wir fangen schon mal an

Lara Brown, Berlin

Ich habe den Artikel gern gelesen und möchte gern Kontaktdaten der Schneiderei von Frau Nasari. Ich habe einige Aufträge für Änderungen zu vergeben, und meine internationalen Bekannten suchen häufig Schneidereien in Berlin. Ich war von dem Artikel beeindruckt und hätte gern, dass solche selbstständigen Frauen hier geschäftlich Erfolg haben.

 

brand eins 12/2006 Darf's eine Seite mehr sein?

Theo Kofler, Karlsruhe

Der Artikel "Darf's eine Seite mehr sein?" ist ja für Insider nichts Neues, aber dass dies in einem Magazin so ausgesprochen beziehungsweise auch noch gedruckt wird, macht brand eins für mich richtig sympathisch und vor allem glaubwürdig. Eigentlich hätte ich so etwas im "Spiegel" erwartet, deshalb besonderen Respekt.

Das Beschriebene konnte man ja seit Anfang der Neunziger verfolgen, mit immer mehr zunehmendem Druck, und wie das bei Druck immer ist, irgendwann löst sich ein Teil und fliegt umher. Dieser Prozess scheint jetzt abzulaufen.

 

brand eins 12/2006 Darf's eine Seite mehr sein?

Mario Romano, per E-Mail (Schweiz)

Es ist schwer, das Gefühl zu beschreiben, das ich nach diesem Artikel empfand. Als ehemaliger Herausgeber eines viel gelobten Magazins der Schweiz, dem "Massiv", war der Artikel von Herrn Gehrs wie eine Art Therapie. Wir waren auch ein kleiner Verlag, der oft grausam den großen Medienagenturen ausgeliefert war obwohl so viele Vertreter dieses Genres immer wieder mit Nachdruck betonten, wie wichtig es ist, dass es im Markt auch gute und authentische Magazine gibt, gerade wegen "ihrer Kunden". Am Ende gingen die Anzeigen doch an den Mainstream oder die Massenblätter.

Nach sechs Jahren des Mutes und immer wacher Kreativität mussten wir Ende August die Tore schließen. Ich finde es mutig, dass Sie als unabhängiges Magazin diesen Artikel gedruckt haben.

 

brand eins 12/2006 Bio und die kleinen Preise

Monika Luger, Augsburg

Ich habe selten einen Artikel gelesen, der ein so vielschichtiges Thema dermaßen auf den Punkt bringt.

 

brand eins 12/2006 Bio und die kleinen Preise

Wolfgang Zahn, Hockenheim

Ich selbst bewirtschafte einen Biolandbetrieb mit 140 Hektar Fläche und bin sehr froh, dass die Vermarktung über Supermärkte in den vergangenen Jahren so in Gang gekommen ist. Zu den Kartoffelerträgen von acht Tonnen pro Hektar, von denen Sie berichten: Es hat auch früher schon Biobauern gegeben, die ihr Handwerk verstanden und Landwirt gelernt haben (Ausbildungsberuf mit Meisterabschluss) und die Erträge von 25 bis 30 Tonnen je Hektar erreicht haben. Deshalb muss noch lange nicht die Qualität leiden - im Gegenteil. Es war bei mir immer so, dass, wenn der Ertrag schlecht war, auch die Qualität nicht stimmte.

Richtig ist, dass Bio auch Leistung heißt, und das ist auch gut so: Ich habe meinen Betrieb vor zehn Jahren umgestellt, weil ich es einfach mal ausprobieren wollte. Nach zwei Jahren stellte ich fest: Es gibt kein Zurück mehr.

 

brand eins 12/2006 Mut

Tom Fischer, Nürnberg

All mein Heldenmut des vergangenen halben Jahres lässt mich nachdenklich in etwa so innehalten wie der ohrengeknickte Comic-Hasen-Held im heldenhaften Aufruf - na ja, die Interpretation besagter Hasenhaltung ist vielleicht momentanen Courageschwankungen unterworfen. Mein Heldenmut gegen meinen unregelmäßigen Vorgesetzten hat mich vor dessen Tür gesetzt. Und mein mutiger Glaube an Erneuerung und Progress im Kleinen macht gerade meine Familienbande spröde. Damit will ich mich nicht abfinden. Was mir Mut macht, ist, trotz alledem, mein jugendliches Rückgrat mit rübergebracht zu haben und es "als gerade" zu fühlen. Das biegt sich schon mal, aber ich bin frohen Mutes, dass es nicht bricht.

 

brand eins 12/2006 Das geht: Weltweit mitdenken

Klaus Werner, Belo Horizonte, Brasilien

Shapeshifters ist tatsächlich eine interessante Initiative zur globalen Kreativitätsvernetzung. Wie Sie allerdings auf die Idee kommen, dass "die Liebe zwischen Männern in Brasilien noch immer ein Tabuthema ist", ist mir unklar. Weder die von Ihnen zitierte Fotografin behauptet das auf Shapeshifter, noch entspricht es auch nur im Entferntesten der Realität.

Brasilien ist nicht mehr, sondern vermutlich wesentlich weniger homophob als Deutschland, Schwule zeigen sich vor allem, aber nicht nur in Großstädten, selbstbewusst und können mit wesentlich mehr Akzeptanz rechnen als in Europa. Homosexualität ist sogar in der brasilianischen Volkskultur, zum Beispiel im Karneval verankert. Es wäre schön, wenn Sie hier nicht aus Ignoranz Vorurteile aufbauen würden.

Dazu schreibt der Shapeshifters-Mitbegründer Erich Pöttschacher: "Vielleicht kann ich etwas zur Aufklärung dieses Missverständnisses beitragen, da ich die besagte Fotografin in Salvador de Bahia kürzlich persönlich getroffen habe.

Im konkreten Fall haben wir ihr tief religiöses soziales Umfeld vor Ort erlebt (auch eine der vielen Facetten von Brasilien) und eine Fotografin, die sich daher aus ganz persönlichen Gründen entschied, diese Arbeiten nicht in ihrem Umfeld zu präsentieren. Und zwar weder in Salvador noch im Internet. Deshalb hat sie diese Fotos auf Shapeshifters auch nicht dargestellt und mit keinem Wort erwähnt. Das war ihre persönliche Entscheidung, basierend auf ihren Erfahrungen, und hat nichts mit einem Tabuthema zu tun."

 

brand eins 11/2006 Schwerpunkt Vorurteile

Hansjörg Petry, per E-Mail

Die Beiträge zum Thema Vorurteil halte ich für einseitig und unvollständig. Sie werden dem Thema nicht wirklich gerecht. Vorurteile halte ich für eine sehr nützliche und hilfreiche Erfindung der Natur. Dem Primaten war es wohl nur so möglich, frühzeitig die richtige Entscheidung zu treffen, nachdem er sich vom Baum herabgelassen und auf Savanne und Säbelzahntiger eingelassen hatte. Rein biologisch betrachtet, fängt das Vor-urteilen schon in unseren Sinnesorganen an. Jedwede Reduzierung der Informationsmenge einer Netzhaut ist ein gelebtes Vorurteil. Nur dank dieser Einrichtung können wir handeln und ersticken nicht in der Flut der Information.

 

brand eins 11/2006 Mikroökonomie: Bhutan

Brigitte Ibing, Trostberg

Ein kleiner Fehler ist in dem Artikel "Ein Restaurantbesitzer in Bhutan" unterlaufen. Die Einwohnerzahl ist nicht 2,3 Millionen. Gerade wurde eine Zählung abgeschlossen, die ergab, dass nur 600 000 Einwohner und zirka 100 000 Fremdarbeiter, meistens Inder, in Bhutan leben. Das Land ist Mitglied der UN, obschon nur solche Länder dort Mitglied werden dürfen, die mindestens eine Million Einwohner haben. Bhutan hat immer nur seine Einwohnerzahl geschätzt, erst jetzt, wo es in eine demokratische Monarchie überführt werden soll, wurde eine Volkszählung vorgenommen, die zum Erstaunen aller obiges Ergebnis brachte. Die UN behält Bhutan trotz dieses "Mangels" als Mitglied und unterstützt das Land vorbildlich.

 

brand eins 11/2006 Frau Baumann macht einen Laden auf

Christian Veber, per E-Mail

Das Lesen der Geschichte hat mich glücklich gemacht.


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