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brand eins 08/2001 - SCHWERPUNKT: Glaubwürdigkeit

Alles wahr

SCHWERPUNKT: Glaubwürdigkeit

Der Glaube kann Berge versetzen. Aber was lässt uns woran glauben? Wie verläuft der Weg von schierem Glauben zu Wissen, zu Verstehen und dem Erkennen von Tatsachen? Und: Was lässt uns zweifeln? Sind es reine Fakten, mangelndes Vertrauen und damit auch eine Politik der Gefühle, die die Ökonomie ebenso wie jeden Lebensbereich vereinnahmt? Zweifel sind manchmal der beste Weg zu Wissen. Und zu festem Glauben.


WAS WIRTSCHAFT TREIBT

  • Die 2 Gesichter der Werbung

    Sebastian Turner und Jean-Remy von Matt im Gespräch über Eitelkeit und Kreativität.

    Text: Ralf Grauel | Volltext

  • Inzestuöse Verhältnisse

    Den Fernsehmarkt regieren Senderfamilien und Ideenlosigkeit. Unabhängigen Produzenten, die sich nicht adoptieren lassen wollen, droht die Pleite – und dem Medium die Gleichschaltung.

    Text: Jens Bergmann | Volltext

  • Mehr Wert

    Alles ist in Bewegung, die Wirtschaft, die Politik, die Menschen, die Welt. Und wir? Liegen abends im Bett, mit einem Buch, und das Buch ist immer noch aus Papier, es spricht zu uns, wie Geschichten schon immer zu uns sprachen, und ist stabil wie sonst nur Tod und Steuern. Und das wird wohl auch so bleiben, was für ein Glück. Ein Besuch in der störrischen Welt der Literaturherstellung.

    Text: Peter Lau | Volltext

  • Von der Verflüchtigung der Fantasie

    Mit ihrem Entwurf für ein neues Urheberrecht hat sich Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin bei den Verlegern keine Freunde gemacht. Darüber und über den Zusammenhang von Unternehmensgröße und Kreativität sprach brand eins mit Nikolaus Hansen, Chef des neuen Mare-Buch-Verlags.

    Text: Jens Bergmann | Volltext

  • Kunst

    Was ist wichtiger: Kunst oder Geld? Eine alte Frage, auf die die Guggenheim Foundation eine neue Antwort gibt: Beides ist egal. Was zählt ist die Marke.

    Text: Vito Avantario | Volltext

SCHWERPUNKT: Glaubwürdigkeit

  • Glaubwürdigkeit

    Der Glaube kann Berge versetzen. Aber was lässt uns woran glauben? Wie verläuft der Weg von schierem Glauben zu Wissen, zu Verstehen und dem...

    Volltext

  • Glauben ist Wissen

    Sie müssen all das nicht glauben. Ich kann nichts beweisen, ich bin kein Akademiker. Ich habe diese Sachen zusammengesucht, aus Büchern, von Leuten, die zum Teil ebenfalls keine Akademiker sind. Nun gut, einige Texte hatten Fußnoten, wichtige Sache das, aber welche Informationen woher kommen, werde ich Ihnen nicht sagen – woher also sollten Sie wissen, was relevant ist und was nur ausgedacht? Und selbst wenn: Erklärungen sind bloß klapprige Skelette in einer endlosen Welt, die passiert, ohne dafür einen Grund zu brauchen. Also erwarten Sie nicht zu viel. Ich schreibe es so, wie ich es weiß. Wenn Sie es anders wissen, ist das auch gut. Das Einzige, was ich Ihnen gesichert sagen kann: Es ist der 28. August 2001, 11.17 Uhr, die Außentemperatur hier in Hamburg beträgt etwa 17 Grad. Der Himmel vor meinem Fenster ist blau und rechteckig.

    Text: Peter Lau | Volltext

  • Paulus Neef oder Gerades Rückgrat, Blick nach vorn

    Pixelpark-Gründer Paulus Neef ist Deutschlands bekanntester Multimedia- und Web-Pionier. Im brand eins-Interview spricht Neef über die Reifezeit der New Economy und über die Visionen, die noch lange nicht am Ende sind.

    Text: Wolf Lotter, Gabriele Fischer | Volltext

  • Schmierige Lage

    Dies ist eine Geschichte, die von der Suche nach der Wahrheit handelt. Oder von der Suche nach einem, dem man Glauben schenken kann. Es geht um die Rolle eines Multis, Shell, und um seine Ölfelder in Nigeria. Es geht um die Rolle der Einwohner des Nigerdeltas, der Ogoni, und um die der Regierung in Abuja. Und es geht um eine Ölquelle, die über Nacht ganze Felder verwüstet hat. Und darum, dass es in einem Land wie Nigeria schwer ist zu entscheiden, wer auf welcher Seite steht.

    Text: Lutz C. Klevemann | Volltext

  • Sterne lügen nicht

    Wissenschaft und Glaubwürdigkeit – was einst zusammengehörte wie Pech und Schwefel, wirkt heute wie ein Gegensatzpaar. Die Glaubwürdigkeit der Wissens-Elite ist miserabel.

    Text: Wolf Lotter | Volltext

  • Ökonomie + Ökologie = Tiefrot

    "Was hat man dem kleinen Mann nicht alles versprochen: das Land Utopia, das neue Jerusalem, selbst ferne Planeten. Aber er wollte nur eines: das Haus mit Garten." (Gilbert Keith Chesterton)

    Text: Harald Willenbrock | Volltext

  • Der Familienbulle

    Am 8. Oktober 1977 teilt Andreas Baader einem Beamten des Bundeskriminalamts mit, dass Selbstmorde der inhaftierten Terroristen nicht auszuschließen seien, wenn die Bundesregierung sich nicht zu einem Austausch entschließt. / Am 18. Oktober 1977 erfährt der BKA-Mann, dass Baader und zwei weitere Gefangene nicht mehr am Leben sind. Andreas Baader und Jan-Carl Raspe starben durch Kopfschüsse, Gudrun Ensslin fand man erhängt an ihrem Zellengitter. Der Polizist war Alfred Klaus, genannt: Der Familienbulle.

    Text: Anne Siemens | Volltext

  • "Man kann Moden tadellos aussitzen."

    Können Medien glaubwürdig sein? Und wenn ja, wie? Ein Gespräch mit Anne Volk, 16 Jahre lang Chefredakteurin der »Brigitte«, heute deren Herausgeberin.

    Text: Gabriele Fischer | Volltext

  • "Der Nachhaltigkeitsgedanke steht vor einer zweiten Blüte."

    Johannes Merck, 43, ist Geschäftsführer der Michael Otto Stiftung für Umweltschutz, Direktor der Abteilung Umwelt- und Gesellschaftspolitik im Otto-Konzern und leitet seit zwei Jahren die konzerneigene Unternehmensberatung Systain (Systematic Solutions for Sustainability).

    Text: Harald Willenbrock | Volltext

WAS UNTERNEHMERN NÜTZT

  • Eine Karriere und die Folgen

    Die UBS war eine der renommiertesten Banken der Schweiz. Der Weg eines Mannes nach ganz oben kostete seinen Arbeitgeber 1,6 Milliarden Schweizer Franken. Und die Selbstständigkeit. Ein Lehrstück aus der heilen Welt der Banken.

    Text: Hans-Jochen Luhmann | Volltext

  • Was ist eigentlich ... ein Jahresabschluss?

    Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung oder Kennzahlen sind der Analysten liebste Werkzeuge. Doch auch für den Laien lohnt es sich, zumindest die Grundzüge zu verstehen. Etwa, wenn er Geld anlegen will.

    Text: Tom Brankamp, Michael Tobias | Volltext

  • Unerwünscht, aber wertvoll

    Im italienischen Prato blüht die Textilwirtschaft. Das verdankt sie nicht dem einheimischen Fleiß, sondern dem Einsatz chinesischer Migranten. Die sind nicht willkommen, aber trotzdem nützlich.

    Text: Joana Breidenbach, Pál Nyíri | Volltext

  • "Gefährlich wird es, wenn der Chef selbst Anteile hält."

    Die Banken stapeln zurzeit Insolvenzanträge. So mancher Gründer lernt die Schattenseiten des Unternehmertums kennen. Worauf Vorstände und GmbH-Geschäftsführer dabei achten sollten, erklärt Martin Pröpper, Arbeitsrechtler in der Berliner Dependance der Kanzlei Weber & Partner.

    Text: Gabriele Fischer | Volltext

WAS MENSCHEN BEWEGT

  • Käpt'n, wir sinken

    Na, Jungs, jetzt mal nicht die Nerven verlieren. Das Schiff sinkt schließlich schon seit mehr als zehn Jahren, es heißt eben nicht umsonst "Titanic". Die ersten Fahrten des Luxusdampfers der deutschen Satire ab 1979 verliefen zwar prächtig, doch seit einigen Jahren läuft vor allem das Anzeigengeschäft schleppend. Die Mannschaft schert das wenig: Man sieht sich als Piraten, vogelfrei. Geld interessiert diese Leute nicht. Und so schlingert Deutschlands wichtigste Humorinstitution immer weiter durch das stürmische Zeitschriftenmeer und diese endlose Welt voller Marine-Metaphern.

    Text: Christian Litz | Volltext


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