Ausgabe 06/2014 - Schwerpunkt Geld

Regionalwährung Chiemgauer

Vom Taler, der rostet, wenn er rastet

1. Vier Wochen lang mit Regionalgeld überleben – geht das?

Wer sein Gehalt am Monatsanfang von Euro in eine Regionalwährung umtauscht, kann durchaus bis zum Monatsende durchhalten – vorausgesetzt, er ist zur Aufgabe seines bisherigen Lebensstils bereit. Elementare Bedürfnisse wie Ernährung und Bekleidung lassen sich mit gut funktionierenden Regionalwährungen wie dem Chiemgauer heute problemlos befriedigen. Man kann damit beispielsweise Semmeln, Weißwurst, Wein, Biomöhren, Jeans und Kinotickets bezahlen. Wenn der nächste Bäcker, der Chiemgauer annimmt, ein paar Kilometer vom Wohnort entfernt liegt, lässt sich die Distanz bequem mit einem ausgeliehenen E-Bike (Verleiher akzeptiert Chiemgauer) überbrücken. Auch findet man leicht Abhilfe bei alltäglichen Problemen wie Zahnschmerzen oder einem verstopften Klo.

Schwieriger wird es beim Wohnen. Zwar ist zu hören, dass einzelne private Vermieter bereits Zahlungen beispielsweise in Chiemgauer akzeptieren; die meisten verlangen den monatlichen Mietzins allerdings nach wie vor in Euro. Ein Umzug in die Wohnung eines Chiemgauer-freundlichen Vermieters wäre also in Betracht zu ziehen. Gleiches gilt für den Stromanbieter. Während die Stadtwerke Rosenheim Chiemgauer-Strom aus 100 Prozent Wasserkraft anbieten, rücken die großen Versorger nach wie vor keine Kilowattstunde gegen Regionalwährung raus. Auch Kranken- und Lebensversicherer sind vom Sinn einer Komplementärwährung bislang nicht zu überzeugen.

Zudem wird man sich mit dem Gedanken anfreunden müssen, dass es in der Heimat am schönsten ist. Weder regionale Verkehrsbetriebe noch die Deutsche Bahn konnten zur Teilnahme an einem der Währungsexperimente bewegt werden. Somit wird schon eine Fahrt nach München für den Chiemgauer-Selbstversuch-Probanden aus Traunstein zur Herausforderung. Er könnte ein Elektromobil anmieten oder hoffen, dass der Sprit im Tank seines Mercedes (frisch aus der Inspektion beim Vertragshändler, abgerechnet in Chiemgauer) noch reicht – allerdings: Was soll er mit seinen Chiemgauern im Portemonnaie in München eigentlich anfangen? Die Alternative: Er bucht beim Regionalgeld-Partner Ticket Easy in Traunstein eine vierwöchige Kreuzfahrt, all inclusive. Und lässt seine Geldbörse zu Hause.

2. Kann man mit Regionalgeld bargeldlos bezahlen?

In vielen Fällen ist das kein Problem. Die Regiogeld-Initiativen mussten hier den Wünschen der Teilnehmer nachkommen. Chiemgauer-Teilnehmer beispielsweise können mit der Regiocard bargeldlos wie mit einer EC-Karte bezahlen – natürlich nur in Läden, die den Chiemgauer akzeptieren und das passende Lesegerät für die Regiocard besitzen.

3. Heizt Regionalgeld die Inflation an?

Wenn das Regionalgeld – wie es meist der Fall ist – ausschließlich gegen einen entsprechenden Euro-Betrag ausgegeben wird (etwa ein Chiemgauer gegen einen Euro), der dann dem Wirtschaftskreislauf entzogen bleibt, bis er wieder zurückgetauscht wird, ist gesamtwirtschaftlich kein inflationärer Effekt zu erwarten. Es gerät ja kein zusätzliches Geld in Umlauf. In der betreffenden Region könnte es trotzdem zu einem Preisauftrieb kommen. Die Alternativwährung soll ja bewirken, dass die Kaufkraft in der Region bleibt und das Geld möglichst schnell ausgegeben wird. Das erreichen die Erfinder vieler Parallelwährungen, indem sie einen jährlichen Wertverlust einbauen, eine Art automatisierte Inflation, die beim Chiemgauer beispielsweise acht Prozent beträgt. Ein solches „Schwundgeld“ muss, will man den Kaufkraftverlust vermeiden, möglichst schnell ausgegeben werden. Das wirkt belebend auf die Nachfrage nach den Produkten und Dienstleistungen in der Region – was wiederum die regionalen Fabrikanten, Handwerker und Dienstleister dazu verleiten könnte, die Preise zu erhöhen. Weil den Verbrauchern aber auch noch der Euro zur Verfügung steht, werden sie den – nunmehr vergleichsweise teuren – regionalen Produzenten vermutlich den Rücken kehren, Regionalwährung in Euro zurücktauschen und wieder bei Amazon und Aldi einkaufen. Manche Alternativwährungen erschweren das allerdings, indem sie beim Rücktausch in Euro eine Art Strafgebühr verlangen, beim Chiemgauer beispielsweise fünf Prozent.

4. Funktioniert das Regionalgeld-Konzept auch in einer ganzen Volkswirtschaft?

Das Regionalgeld-Konzept steht und fällt mit der Dichte an Partnern, die eine solche Währung akzeptieren. Nur wenn die Bewohner der Region eine große Auswahl an Läden und Dienstleistern haben, die das Geld annehmen (beim Chiemgauer sind es mittlerweile rund 600), besteht für sie ein Anreiz, sich mit der Komplementärwährung auszustatten. In einer kleinen überschaubaren Region, wo Produzenten und Konsumenten sich kennen und gegenseitig vertrauen, wird es eher gelingen, ein solches Netz aufzubauen als beispielsweise in einem Bundesland oder einer ganzen Volkswirtschaft. Wenn nicht genug Masse zusammenkommt, entstehen lediglich isolierte Inseln der Akzeptanz, die nicht ausreichen, genügend private Haushalte von den Vorzügen des Regionalgeldes zu überzeugen. Was hat man schon davon, wenn der nächste Metzger, der das Alternativgeld annimmt, 50 Kilometer entfernt ist? Zudem soll die Komplementärwährung als kleines Gegengewicht zu den Kräften der Globalisierung ja ausdrücklich örtliche Wirtschaftsstrukturen erhalten und stärken sowie regionale Kreisläufe in Gang bringen; sie soll Identität stiften. Das verträgt sich nicht gut mit dem Gedanken eines überregionalen Währungsgebiets. Dass eine Komplementärwährung durchaus auch auf nationaler Ebene dauerhaft existieren kann, zeigt das WIR-Geld (vgl. brand eins 06/2004, „Gutes Geld für kleine Firmen“). Die an den Schweizer Franken eins zu eins gekoppelte und in der gesamten Schweiz gültige Parallelwährung gibt es seit 1934. Sie wird von einer genossenschaftlichen Bank emittiert und zirkuliert heute ausschließlich bargeldlos zwischen rund 50 000 kleinen und mittleren Unternehmen.

5. Welche gesamtwirtschaftlichen Wirkungen gehen von einer solchen Währung aus?

Da die Teilnehmer am Währungsexperiment lediglich einen Teil ihrer vorhandenen Kaufkraft von außen in die Region umleiten, bleibt die gesamtwirtschaftliche Nachfrage nach Gütern, Dienstleistungen und Arbeitskräften unverändert. Denkbar ist allenfalls ein Strohfeuer-Effekt: Da insbesondere die rostenden Regionalwährungen aufgrund ihres automatischen Wertverlusts zum schnellen Ausgeben verleiten, entwickeln sich die Regionalwährungsgebiete zu Inseln des schnellen Konsums. Auch die Nachfrage nach Investitionsgütern könnte dort anziehen. Ob dieser Effekt bei einer steigenden Verbreitung von Regionalwährungen einmal gesamtwirtschaftlich relevant sein könnte, lässt sich aus heutiger Sicht schwer beurteilen. „Für das Euro-Währungsgebiet mit einem Geldvolumen von annähernd zehn Billionen Euro ist der Effekt zu vernachlässigen“, sagt der Kölner Ökonomieprofessor Ralph Anderegg. Sicher ist nur, dass die belebenden Impulse – ähnlich wie bei der Auto-Abwrackprämie – nicht von Dauer sein dürften. Auf den einmaligen Nachfrageschub folgt die Flaute.

6. Lässt sich mit einer Komplementärwährung die Wirtschaft einer Region tatsächlich in Schwung bringen?

Bei den historischen Vorbildern der heutigen Regionalwährungen hat das funktioniert. Beim Wörgl-Schilling etwa, eingesetzt 1932 in der Tiroler Gemeinde Wörgl zur Linderung der durch die Weltwirtschaftskrise verursachten Not (vgl. brand eins 09/2003, „Der Geldzauberer“). Nach anfänglicher Skepsis fassten die Bewohner Vertrauen in das neue, von der Gemeinde emittierte Geld, gaben die mit ihrer Lohntüte erhaltenen Schwundgeldscheine aus und belebten damit das Geschäft von Handwerkern, Bauern, Ladenbesitzern und Fabriken – bis der österreichische Verwaltungsgerichtshof auf Betreiben der Nationalbank den Wörgl-Schilling verbot und dem Aufschwung ein jähes Ende setzte.

Lässt sich Derartiges wiederholen? In einer Zeit, in der die meisten Anbieter von Waren und Dienstleistungen nicht mehr lokal oder regional denken und handeln, sondern global? In einer wirtschaftlichen Situation, die mit der Großen Depression der Dreißigerjahre überhaupt nicht vergleichbar ist? In der Heimat des Chiemgauers, dieser Hinweis sei erlaubt, liegt die Arbeitslosenquote bei gut drei Prozent; da geht es mehr um die Verteilung des Wohlstands als um die Linderung von Krisenfolgen.

Die Statistik hilft nicht weiter. Selbst beim Chiemgauer, dessen Geschichte von allen Regionalwährungen am besten dokumentiert ist, bleiben viele Fragen offen.

Zwar weisen etliche Kurven nach oben: Die Zahl der Nutzer steigt genauso wie die der Unternehmen, die das Regionalgeld akzeptieren. Die Chiemgauer-Umsätze entwickeln sich von Jahr zu Jahr positiv und liegen jetzt bei gut sieben Millionen Euro (wobei anzunehmen ist, dass viele Menschen, die vorwiegend Produkte aus der Region einkaufen, dies auch tun würden, wenn sie mit Euro statt mit Chiemgauer bezahlen müssten). Das Alternativgeld wird in einem Jahr fast dreieinhalbmal so häufig ausgegeben wie der Euro. „Wenn ich in einem Geschäft mit Chiemgauer bezahle, gebe ich nicht nur das Geld, sondern auch den Gedanken weiter“, sagt Christophe Levannier, als Geschäftsführer der Chiemgauer Regiogeld UG verantwortlich für den wirtschaftlichen Betrieb.

Was er meint: Jeder Ladeninhaber, der für seine Produkte Chiemgauer entgegennimmt, muss sich überlegen, ob er das Regionalgeld – möglichst schnell – wieder in den Kreislauf einbringt oder ob er sich gegen fünf Prozent Eintauschgebühr zurückbegibt ins Reich des globalen Wirtschaftens. Dies alles sind Indikatoren, die eine positive Wirkung auf die regionale Wirtschaft nahelegen, nicht mehr und nicht weniger. Doch: Wie viel zusätzliche Kaufkraft tatsächlich an die Chiemgauer Unternehmen geflossen ist, wie viele Arbeitsplätze erhalten wurden oder dank des Chiemgauers entstanden sind, wie viele kleine regionale Produzenten ohne den Schub durch die Regionalwährung schon längst verschwunden wären, das kann niemand sagen.

Einen eindeutig positiven Impuls leisten alternative Geldkon-zepte dagegen in Gegenden, wo kaum Kaufkraft vorhanden ist. Sie können als Katalysator dafür dienen, dass wieder wirtschaftliche Aktivität entsteht. Wenn die Bewohner der Region die Möglichkeit haben, beispielsweise eine Rechtsberatung vom Anwalt mit Gemüse von ihrem Bauernhof, einer Schweinehälfte aus eigener Schlachtung oder mit Arbeitszeit zu vergelten, kann der mangels Liquidität ins Stocken geratene Austausch von Gütern und Dienstleistungen wieder in Gang kommen. „Hier gehen jede Woche drei, vier Leute durch die Tür, die ihre Anwaltsrechnung nicht bezahlen können“, sagt Frank Jansky aus Güsen bei Magdeburg, der als Vorstand von Regiogeld e. V. für Komplementärwährungen trommelt und im Hauptberuf als Rechtsanwalt arbeitet. „Die bieten mir ihre Arbeitszeit an oder Produkte, die sie auf dem Hof haben.“ Ein solch partieller Rückfall in die Naturaltauschwirtschaft kann in armen Gegenden Mecklenburg-Vorpommerns oder Sachsen-Anhalts durchaus eine wichtige Funktion haben. „Das ist vielleicht keine regionale Wirtschaftsförderung“, sagt Jansky. „Das ist Armutsbekämpfung.“

7. Wo soll das Geld für wichtige Investitionen herkommen, wenn die Leute nicht mehr sparen?

Der Zins für ausgeliehenes Kapital ist in der Marktwirtschaft ein Indikator für das Risiko eines Vorhabens. Bei den meisten Parallelwährungen ist der Zinsmechanismus aber außer Kraft gesetzt. Da das rostende Geld keinerlei Anreiz zum Sparen bietet und im Gegenteil den Sparer sogar bestraft, kann das mit einem Zins versehene Ersparte umgekehrt auch nicht für Investitionen vergeben werden. Langfristig kann darunter die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit der Region leiden. In der Praxis dürften diese Überlegungen irrelevant sein. Solange das Alternativgeld lediglich als Parallelwährung existiert, besteht für jedermann die Möglichkeit, bei der Bank einen Kredit in Euro aufzunehmen und seine Investition dadurch zu finanzieren. Außerdem vergeben mittlerweile einige Regionalwährungsanbieter zinsfreie Mikrokredite an Unternehmen, die das Regiogeld akzeptieren.

8. Wer sind die Nutznießer des Regionalgeldes?

In erster Linie profitieren die regionalen Produzenten und Dienstleister. Die Regionalwährung verschafft ihnen eine bevorzugte Stellung, die dadurch noch verstärkt wird, dass beim Rücktausch von Regiogeld in Euro oft eine Strafgebühr fällig wird.

9. Und wem schadet es?

Die Bevorzugung der regionalen Anbieter geht klar zulasten der Unternehmen in und außerhalb der Region, die kein Regionalgeld akzeptieren. Die versteckte Subventionierung der einen wirkt wegen der in etlichen Fällen eingebauten Rücktauschstrafe bei den anderen wie eine Art Zoll. Der Umsatzverlust dürfte sich allerdings in Grenzen halten, da die Parallelwährungsteilnehmer nach wie vor auch mit Euro einkaufen können.

Interessanter ist der Gedanke, ob sich die Menschen, die aufs Regionalgeld vertrauen, dadurch vielleicht selbst benachteiligen. Da das Regionalgeld einen Anreiz setzt, es möglichst schnell auszugeben, verleitet es seine Besitzer unter Umständen zu unüberlegten Käufen. Außerdem verzichten die Regionalgeld-Teilnehmer, wenn sie hauptsächlich regionale Anbieter in Betracht ziehen, aus freien Stücken auf einen Teil ihrer Konsumentensouveränität. Sie ziehen Unternehmen, die das Produkt oder die Dienstleistung preiswerter oder in besserer Qualität anbieten, nur deshalb nicht mehr in Betracht, weil sie die regionale Währung nicht akzeptieren. Solange sie das freiwillig tun, ist das Problem nur etwas für Feinschmecker auf dem Gebiet der ökonomischen Wohlfahrtstheorie. Grundsätzlich stellt sich die gleiche Frage wie bei jeder Subvention: Führt die in bester Absicht vorgenommene Bevorzugung einzelner Unternehmen zur Konservierung von Strukturen, die bei näherem Hinsehen nicht mehr wettbewerbsfähig sind? Rein volkswirtschaftlich dürfte die Antwort in vielen Fällen Ja lauten. Doch wenn die Bewohner einer Region bewusst etwas höhere Preise oder eine geringere Auswahl in Kauf nehmen, weil sie auf das alteingesessene Sportgeschäft in der Kleinstadt einfach nicht verzichten wollen, muss der Homo oeconomicus eben mal schweigen.

10. Und der Bitcoin – ist da alles ganz anders?

Das 2009 im Internet erschaffene Cybergeld existiert – wie die Regionalwährungen – parallel zur jeweiligen Landeswährung. Während die Regionalgeld-Initiativen ihre Scheine und Münzen ausschließlich in kleinen Währungsgebieten in Umlauf bringen, tritt der virtuelle Bitcoin mit dem Anspruch einer globalen Komplementärwährung auf. Entsprechend hatten die Erfinder keinerlei regionalwirtschaftliche Zielsetzung im Sinn. Ihnen ging es darum, ein direktes, anonymes Onlinezahlungsmittel zu kreieren, an dem keine Bank mitverdient, das Zahlungsplattformen wie PayPal oder auch Kreditkarten überflüssig macht und sich der Kontrolle jeder Finanzbehörde entzieht – was schon so manchen dazu verleitet hat, Drogengeschäfte mit Bitcoins abzuwickeln.

Während Regionalwährungsbesitzer durch den in vielen Fäl-len eingebauten Wertverlust nur arm werden können, wenn sie ihr Geld horten, bietet der Bitcoin Anreize zur Spekulation. Der Wert des Internetgeldes ist an keine Währung gekoppelt; es walten allein die Marktkräfte. Je mehr Menschen das computerbasierte Geld nachfragen und mit Euro, Dollar oder anderen konventionellen Währungen bezahlen, desto höher steigt der Kurs. Zocker haben hier bereits ein Betätigungsfeld gefunden. Nachdem der Kurs lange Zeit knapp unter der 100-Euro-Marke dümpelte, schoss er Ende 2013 auf fast 900 Euro hoch, sackte anschließend wieder auf unter 100 Euro ab und liegt derzeit bei gut 300 Euro. An manchen Tagen gewinnt die Cyberwährung bis zum Vierfachen ihres Wertes, an anderen muss sie die Hälfte ihres Wertes abgeben. Auf der deutschen Bitcoin-Homepage findet sich denn auch die unmissverständliche Warnung: „Der Handel mit Bitcoins birgt ein hohes Verlustrisiko für Ihr eingesetztes Kapital bis zum Totalverlust.“

Eines ist bereits bewiesen: Es ist möglich, sich drei Monate ausschließlich mit dem digitalen Geld durchzuschlagen. Austin und Beccy Craig, ein junges amerikanisches Ehepaar, reisten im vergangenen Jahr 101 Tage durch Nordamerika, Europa und Asien. Zuvor hatten sie im heimischen Provo Vermieter und Gaslieferanten bekniet, während ihrer Abwesenheit Bitcoin-Überweisungen zu akzeptieren. Ohne Bargeld und Kreditkarte, allein mit Bitcoins bewaffnet, bezahlten sie Pizza und Benzin, Flugtickets, Hotelzimmer und ein Henna-Tattoo. „Es war immer umständlich und manchmal auch frustrierend“, resümierte Austin Craig nach beendeter Mission. „Aber unmöglich war es nie.“ ---

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