Ausgabe 09/2014 - Schwerpunkt Arbeit

Arbeitswelt in Japan

Die Revolution der Schläfer

• Der Bodensatz der japanischen Leistungsgesellschaft hat zum Fototermin gebeten. Es erscheint: eine Frau mit schwarz-weiß bemaltem Gesicht und Katzenohren, die ihre Hände knetet. Die Kameras klicken. Neben der Katzenfrau sitzt eine Dame in Schuluniform, ein Mann mit Bauhelm und einer mit Sturmmaske auf dem Kopf. Altersdurchschnitt 28 Jahre. Die Kameras klicken weiter. Auf einmal sagen die vier: „Ich bin träge und zerstreut.“ – „Habe irgendwie lange nichts gemacht.“ – „Ich bin am liebsten zu Hause.“– „Ich will den ganzen Tag Computer spielen.“ Die vier Gestalten sind Firmenchefs, das hier ist ihre erste Pressekonferenz. Sie hoffen, dass sie bei ihrer neu gegründeten Aktiengesellschaft Neet finden werden, was sie suchen: Arbeit und Spaß. Spaß an der Arbeit. Eine Arbeit, die sie nicht vom Spaßhaben abhält.

Neet steht für „not in education, employment or training“ – also für Menschen, die nicht angestellt sind und sich nicht in Aus- oder Fortbildung befinden. Menschen, die nichts tun und das auch nicht ändern wollen. Faulenzer.

„Ihr Aufzug bei der Konferenz war natürlich eine Show“, sagt Yujun Wakashin, ein androgyner Mann mit rötlich-braun gefärbten Haaren, Halskette und weit ausgeschnittenem Netz-Shirt, „aber ich wollte den Leuten zeigen, dass es bei dieser Firma keinen Dresscode gibt.“ Er selbst ist kein Neet, sondern Kommunikationsberater und Absolvent der renommierten Keio-Universität. Er hat ein Herz für Freaks und die Firma ins Leben gerufen. Wenn er über Neet redet, klingt er wie ein Vater, der möchte, dass seine Kinder Tennisstars werden, weil das mal sein eigener Traum war. Man kann sich gut vorstellen, wie Wakashin in seiner Freizeit geschminkt und in enger Kleidung in einer Visual-Kei-Band singt. „Ich hätte das gern beruflich gemacht“, sagt er, aber seine Eltern, beide Lehrer, wollten, dass er etwas Ordentliches lernt. Er gehorchte. Und dachte sich: „Wenn ich schon studiere, möchte ich Arbeit eine neue Form geben und eine neue Gesellschaft gestalten.“ Nichts Geringeres als das ist bis heute Wakashins Ziel.

Der Begriff Neet kam Ende der Neunzigerjahre in Großbritannien auf und beschrieb Jugendliche in der Zeit zwischen Ausbildung und erstem Job, oftmals eine kurze Leerstelle im Lebenslauf. Japan übernahm den Begriff Anfang der Nullerjahre. Dort bezeichnet er junge Arbeitslose zwischen 15 und 34 Jahren, die meist von ihren Eltern ausgehalten werden. Die Neets zählen in Japan, je nach Studie, zwischen einer halben Million und 850 000 Menschen. Sie steigen irgendwann aus dem Hamsterrad aus oder werden rausgeworfen. Und senken mit ihrer Verweigerungshaltung das Wachstum der ohnehin stagnierenden drittgrößten Volkswirtschaft der Welt. Das japanische Erziehungsministerium problematisiert die Neets seit Jahren. Versuche zur Wiedereingliederung in die Arbeitswelt scheiterten bisher.

Nun versuchen einige der Müßiggänger, sich selbst eine Struktur zu geben. 166 von ihnen gründeten am 21. November 2013 mit einem Kapital von umgerechnet 7600 Euro die Aktiengesellschaft Neet. Jeder Mitarbeiter wurde mit 43 Euro Anteilseigner des Unternehmens. „Ich will den Neets Selbstbewusstsein geben“, sagt Wakashin in sanftem Singsang. „In Japan gelten sie als Müll, aber bei uns ist jeder sofort ein Chef. Wir haben hier vielversprechende Talente versammelt.“ Jeder macht das, was er will. Das ist das Geschäftsmodell. Eine Frau kann wahrsagen, ein Mann ist auf Englischtests spezialisiert, andere auf Computerspiele.

Die Firmenkommunikation läuft hauptsächlich übers Internet. Die Kollegen arbeiten von zu Hause aus und verabreden sich via Line, dem japanischen WhatsApp, zu Skype-Konferenzen. So entstehen kaum Kosten. „Wir können nicht in Konkurs gehen“, sagt Wakashin. Beim Eintritt in die Firma wählt jeder einen Benutzernamen, die echten Namen bleiben unbekannt.

Firmenchef Yoichi, 26, sitzt zusammen mit Firmenchefin Sayaka, 28, in einem Café in Shinjuku. Ein Viertel, das für seine Hochhäuser bekannt ist und in dem Anzugträger in ihre Büros sowie junge Japaner mit aufgestellten Haaren zu ihren Verabredungen eilen. Yoichi hat eine Abteilung in der Faulenzer-Firma gegründet, sie heißt „Yoichi-Department“, auch Sayaka ist Teil des Teams. „Fröhlich das machen, worauf man Lust hat“ ist die Arbeitsanweisung der Abteilung.

Yoichi, hagere Gestalt, dickrandiges Brillengestell ohne Gläser, Dauerwelle, ist seit fünf Jahren Vollzeitfaulenzer. Direkt nach der Schule arbeitete er zunächst drei Jahre lang in Vollzeit in einer Kinderkrippe. „Ich mochte meine Arbeit total. Aber ausgehen mochte ich lieber“, sagt er.

Er benutzt das Wort asobu, wörtlich übersetzt heißt es spielen; es kann ebenso sich amüsieren bedeuten, aber auch: arbeitslos sein. Yoichi hat das Geldverdienen zum Wohl der Muße aufgegeben. Eine verschwendete menschliche Ressource und gleichzeitig der Gegenentwurf zum karoshi, dem Tod durch Überarbeitung.

Auch Sayaka, Lederjacke, Tattoos, schwarze Haare, war mal fest angestellt, als Verkäuferin eines Kleiderladens, „aber ich war noch nicht bereit, ein shakaijin zu sein“. Shakaijin bedeutet wörtlich Gesellschaftsmensch und steht für „vollwertiges Mitglied der Gesellschaft“. Shakaijin wird der, der zu arbeiten beginnt. Der, der nicht arbeitet, ist im Rückschluss kein richtiges Mitglied der Gesellschaft. „Ich konnte das einfach nicht, den ganzen Stress“, sagt Sayaka, „und Tabletten nehmen, damit ich es durch den Arbeitsalltag schaffe, wollte ich auch nicht.“

Wer verstehen will, was junge Japaner in die freiwillige Arbeitslosigkeit treiben kann, muss die Alternative und das Lebensgefühl kennen, die Japan den Jungen und Talentierten bietet. Hierfür sollte man mit einem wie Makoto Yamada sprechen (Name von der Red. geändert). Er geht den geraden Weg in Richtung Spitze der japanischen Leistungsgesellschaft und sagt: „Neets tun mir leid.“ Über die neu gegründete Firma sagt er: „Als Reha ist es vielleicht nicht schlecht für sie.“

Yamada, 29, arbeitet seit April 2010 bei einem japanischen Großunternehmen mit langer Tradition, das einer der großen Arbeitgeber des Landes ist. Sein Weg war der übliche: vom angesehenen Kindergarten zur angesehenen Schule zur angesehenen Universität zur angesehenen Firma. Auf die jeweiligen Aufnahmeprüfungen bereitet man sich in extra Paukschulen vor.

So hat es auch Yamada gemacht. Im vierten und letzten Jahr seines Maschinenbaustudiums an der Hokkaido-Universität im Norden Japans begann er, sich wie seine Kommilitonen zu bewerben. Sie kauften sich Ratgeber, lernten die japanische Höflichkeitssprache, zogen Anzug und Kostüm an und färbten sich die Haare wieder schwarz. Die Unternehmen erwarten von den Bewerbern keine Fachkenntnisse, sie erwarten ein weißes Blatt, das sie selbst beschreiben können. Der Ingenieur Yamada musste einen Japanisch- und einen Mathematiktest bestehen, zwei Essays schreiben, hatte zwei Vorstellungsgespräche und schaffte es in die letzte Runde: das Abschlussvorstellungsgespräch. Jedes Jahr im April stellt die Firma 150 Universitätsabsolventen ein. Yamada war einer von ihnen.

Lern! Sei fügsam! Und trink!

Seine Ausbildung dort dauert sechs Jahre. Seit gut vier Jahren rotiert er durch die Abteilungen, er lernt das Finanz- und Rechtswesen kennen, belegt Fortbildungen in Kritischem Denken und Debattieren. Mit jedem Schritt steigt sein Rang und damit das Gehalt. Bezahlt wird Treue, nicht Leistung.

Dafür bieten Großunternehmen Sicherheit, manche die Garantie auf lebenslange Beschäftigung. Die Unternehmen wollten so in der Zeit des Wirtschaftswachstums der Nachkriegszeit ihre selbst ausgebildeten Arbeitskräfte an sich binden. Wer den Job wechselt, beginnt in der Rang- und Gehaltsordnung wieder von vorn.

Yamada sagt, er arbeite am Tag „acht Stunden plus X“. Seine Frau sagt, meist komme er nicht vor Mitternacht nach Hause, in ihre Wohnung mit Terrasse und begehbarem Kleiderschrank nahe einer schicken Einkaufsstraße.

Überstunden gehören in Japan zum guten Ton. Außerdem muss er mehrmals die Woche mit älteren Kollegen trinken gehen. Offiziell gehört das nicht zur Arbeitszeit, Pflicht ist es dennoch. Zehn Stunden pro Woche habe er Freizeit, sagt Yamada.

Dem Neet Yoichi war das zu wenig. Er beschloss vor fünf Jahren, nicht mehr zu arbeiten. „Wozu auch? Irgendwer hat immer Geld, um mich einzuladen“, sagt er. Eine Zeitlang hat er bei Freunden gewohnt. Sie zahlen auch, wenn er sich Kleidung kauft, essen geht oder wie heute einen Cappuccino für umgerechnet fünf Euro trinkt. Seit er Finanzchef bei der Neet AG ist, ist er wieder zu Hause eingezogen. „Es hieß, ich bräuchte für die Arbeit einen Computer, und dort steht einer rum.“ Er ist das, was die Japaner parasaito shinguru nennen. Mit diesem Ausdruck werden junge Erwachsene bezeichnet, die sich von anderen finanzieren lassen. Yoichis Mutter ist Hausfrau. Mit ihr sitzt er tagsüber auf der Couch und sieht fern. Baseball. Oder Kochsendungen.

Seinem Vater geht Yoichi aus dem Weg. Es nervt ihn, wenn der sagt, er solle arbeiten gehen. „Ich könnte jederzeit arbeiten, aber ich habe keinen Bock.“ Oft ist er mit Freunden die ganze Nacht unterwegs und kommt erst nach Hause, wenn der Vater schon zur Arbeit gegangen ist. Oder er sitzt stundenlang in einer der Pachinko-Spielhallen, die laut sind und bunt und in denen Hunderte Spielautomaten herumstehen. „Da verliert man viel Kohle“, sagt Yoichi. Es ist nicht sein Geld, das er verspielt. Die Neets können faul sein, weil Japan ein reiches Land ist. Weil es noch genug Menschen gibt, die arbeiten und keine Zeit haben, ihr Geld selbst auszugeben.

Doch das System bröckelt. Seit im Jahr 1990 die Immobilienblase platzte, stagniert die Wirtschaftsleistung. Die Babyboomer der Nachkriegszeit gehen in Rente und belasten die immer weniger werdenden jungen Menschen, die immer seltener fest angestellt werden. Und wenn, schwimmen sie mit dem Strom, statt neue Impulse zu geben. Wenn die japanische Wirtschaft wieder florieren soll, bräuchte sie mehr Kreativität.

„Japaner denken nicht selbst. Ist doch klar, dass das Land an Innovationskraft verliert“, sagt Yujun Wakashin, der früher eine Band gründen wollte und jetzt lieber den Müßiggang propagiert. „Die Neets sind freier in ihren Gedanken. Wenn man die mal in Ruhe rumspinnen lässt, kann auch die japanische Wirtschaft davon profitieren.“ Der Bodensatz der japanischen Gesellschaft als ihre Rettung.

Viele in Wakashins Firma wollen neuartige Produkte launchen: Eine Abteilung beschäftigt sich mit Dosen, in denen sie den Geruch aus den Zimmern hübscher Mädchen konservieren wollen, eine andere entwickelt ein Antiprodukt zum Energydrink für ein entspanntes Leben, eine will T-Shirts machen. „Sie sollen verstehen, dass es okay ist, dass sie so sind, wie sie sind. Und dass sie etwas Tolles schaffen können“, sagt Wakashin. Es klingt, als wolle er sich das selbst beweisen.

Produktentwicklung der etwas anderen Art

Der T-Shirt-Workshop geht von 14 bis 16 Uhr. Ikebukuro im Norden Tokios. Aus dem vierten Stock des Gemeindehauses dringt lautes Lachen. Hier wird gearbeitet. Fünf Neets sind schon da, 15 werden es innerhalb der nächsten zwei Stunden werden. Im Raum liegt ein Stapel bunter T-Shirts, daneben stehen Farbtöpfe. In der Druckpresse liegt das Logo, das auf den Stoff soll: „You are branded as trash. Neet & Co.“, dazu ein Männchen mit Mülleimer auf dem Kopf. In einer Ecke des Zimmers isst die Frau, die während der Pressekonferenz Katzenohren aufhatte, frittiertes Hähnchen am Spieß. Zwei andere beginnen eine Unterhaltung über die richtige Position des Logos. „Wichtig ist vor allem, dass die Schrift seitlich läuft, damit man sie lesen kann, während ich schlafe.“ „Auf welcher Seite schläfst du?“ – „Wenn ich tagsüber auf dem Sofa liege, auf der linken.“

Um halb vier kommt dann auch Yoichi. Er setzt sich zu denen, die gerade essen, und bedient sich. Er steckt sich Klopapier in die Nase gegen den Heuschnupfen und nimmt sich schließlich ein pinkfarbenes T-Shirt vor, das er schwarz bepinselt und in Pastellfarben bedruckt. Die Schrift steht auf dem Kopf. Ist das jenes kreative Potenzial, von dem Wakashin gesprochen hat?

Ein paar Wochen später eine Vollversammlung der Neets, die sich sonst nur im Chatroom treffen. Wakashin hat Powerpoint-Präsentationen vorbereitet. Die Firma brauche etwas mehr Struktur, sagt er und stellt Konzepte vor, wie man die interne und externe Kommunikation gliedern könnte. Die etwa 50 Anwesenden sollen dann reihum ihre Meinung dazu sagen und am Ende darüber abstimmen, wie es weitergeht. Die Übrigen sind via Webkonferenz zugeschaltet. Einer der Jungunternehmer schreibt konzentriert das Protokoll, ein anderer schwätzt, ein Dritter hat sich in eine Gardine gewickelt und verfolgt das Geschehen vom Fenster aus. Die Konferenz ist für 14 bis 21 Uhr angesetzt.

Um halb acht kommt dann auch Yoichi. Er setzt sich im Schneidersitz auf den Boden. „Hab verschlafen“, sagt er und grinst. „Lass uns Karten spielen“, sagt ein anderer und setzt sich zu ihm auf den Boden. „Klar. Ich versteh’ eh nicht, was die da vorn erzählen“, sagt Yoichi. Während die anderen Neets darüber abstimmen, ob es in der Firma feste Ansprechpartner zur besseren Lösung von Problemen und ein Firmenbankkonto geben soll, legt er drei Fantasy-Karten auf den Teppichboden.

Als Sayaka eine halbe Stunde später ankommt, setzt sie sich auf den Boden und beginnt sich zu schminken. „Auch verschlafen?“, fragt Yoichi. „Nee, ich war arbeiten“, sagt Sayaka, die gar kein Vollzeit-Neet ist, sondern ein Freeter, eine englisch-japanische Wortschöpfung für Freiberufler. Ihr Traum ist es, Yogalehrerin zu werden, am liebsten würde sie sich in Australien ausbilden lassen. In Wakashins Vortrag geht es gerade um Steuerfragen. Als die Neets am Schluss darüber abstimmen sollen, ob man die gesamte Organisation über den Haufen werfen sollte, hebt Yoichi die Hand. Er ist einer von dreien, die keine Struktur wollen. Wakashin notiert das Ergebnis. Yoichi fragt: „Für was hab ich gerade abgestimmt?“ Am Ende der siebenstündigen Konferenz wird beschlossen, dass alle noch mal in Ruhe nachdenken und es dann noch weitere Abstimmungen geben soll.

Japanische Firmenkonferenzen gelten als ineffektiv, weil so lange gesprochen wird, bis eine Art Konsens erreicht wird. In dieser Hinsicht ist die Neet AG eine typisch japanische Firma. Beim Hinausgehen bittet ein Kollege Yoichi, den Prototyp des Anti-Energydrinks zu probieren. Eine Kräuterteemischung mit satter Salbeinote. „Das schmeckt widerlich!“ Der Getränkeerfinder verbeugt sich. „Ich werde mich weiter anstrengen.“

Yoichi möchte jetzt feiern. Essen gehen, Shabu shabu, japanisches Fondue, bei dem hauchdünne Rindfleischscheiben in Brühe gekocht werden. In der U-Bahn fläzt er sich auf die Sitzbank, sagt: „Ich bin total erschöpft, dabei bin ich erst vor drei Stunden aufgestanden.“ Eine Frau im Kostüm rückt einen Sitzplatz weiter weg. Wie in einer echten Firma wird Yoichi mit seinen Kollegen bis zum nächsten Morgen trinken. Sie sitzen mit Bierdosen unter blühenden Kirschbäumen. Über Arbeit spricht keiner. Aber das Gemeinschaftsgefühl ist dennoch da.

Yujun Wakashin möchte die Firma begleiten, bis sich dort 10 000 Neets versammelt haben. Wenn es so viele seien, sei die Neet AG vielleicht gar nicht mehr nötig, sagt er. Dann könnte das Ansehen der Faulenzer gestiegen sein. Vielleicht könnte man ins Ausland expandieren, nach Südkorea oder China. In zwei Jahren möchte er Gewinne einfahren. Er glaubt, dass dann auch die anderen Japaner verstehen könnten, dass ein anderes Arbeiten möglich ist. Eines, das Spaß macht. Eines, bei dem es in Ordnung ist, wenn alle zu spät kommen, keiner Anzug trägt oder die Höflichkeitssprache benutzt. Dass die vollwertigen Gesellschaftsmenschen dann vielleicht ihre Jobs kündigen und sich Gedanken machen, was sie eigentlich wollen im Leben. Aber er habe Angst vor der Zeit, ab der die Firma Umsatz mache, sagt Wakashin. Er fürchtet, dass es dann Streit gibt. Wie könne geklärt werden, welchem Neet für seine Arbeit welcher Anteil des Gewinns zusteht?

Bei Yahoo-Shopping verkauft die T-Shirt-Gruppe mittlerweile ihre Oberteile. Für knapp 20 Euro gibt es auch eines, bei dem die Schrift nur dann lesbar ist, wenn der Träger auf der Seite liegt.

Die japanischen Müßiggänger sind ausgeschlafene Geschäftsleute. ---

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