Ausgabe 10/2013 - Schwerpunkt Normal

Denttabs Test - Erfahrungsbericht

Fresse polieren

Axel Kaiser

• Habe ich eine ältere Angewohnheit als das Zähneputzen? Irgendwann um meinen ersten Geburtstag herum beschlossen meine Eltern, dass die weißen Spitzen in meinem Mund groß genug seien, um zahnhygienischen Respekt zu verdienen. Sie kauften eine Kinderzahnbürste und Kinderzahnpasta und begannen, morgens und abends zu schrubben. Bald soll ich selbst nach der Bürste verlangt haben. Wie bei vielen Kindern war das Zähneputzen einer der ersten Schritte zur Selbstständigkeit.

Und nun soll dieses Ritual also grundverkehrt sein. „Alles, was wir über Zahnpflege gelernt haben, ist völlig falsch“, sagt Axel Kaiser, der Gründer von Denttabs innovative Zahnpflegegesellschaft mbH. „Zahnpasta war gestern“, lautet deren offizieller Slogan; trifft man den 51-Jährigen in seinem Berliner Hinterhofbüro, formuliert er drastischer: „Zahnpasta ist Körperverletzung.“ Legt er erst mal los, redet er Stunden über die verheerenden Nebenwirkungen klassischer Zahnhygiene. Die Kurzfassung geht etwa so: Um eine weiche, temperaturunempfindliche und lange haltbare Zahncreme herzustellen, bedarf es vieler Inhaltsstoffe, die fürs Zähneputzen überflüssig sind, aber in Mund und Körper immensen Schaden anrichten können.

Die von Kaiser und seinen Mitstreitern entwickelten Denttabs sollen dagegen nur die notwendigen Substanzen enthalten. Die Tabletten werden zerbissen und die Zähne mit dem entstehenden Matsch und einer sehr weichen Bürste poliert. So sollen glatte Flächen entstehen, an denen kein Belag mehr haften kann, und damit auch kein Karies, Zahnstein oder keine hässlichen Farbstoffe von Kaffee und Rotwein. Darüber hinaus seien die Tabs in der Lage, kleine Löcher zu reparieren, bei Schmerzempfindlichkeit dauerhaft Abhilfe zu schaffen und das Gebiss auf natürliche Art strahlen zu lassen, so Kaiser. All das zum Preis herkömmlicher Zahnpasta.

Das klingt zu gut, um wahr zu sein. Aber was, wenn er recht hat? Viele wissenschaftliche Studien belegten seine Thesen, beteuert Kaiser, der mit seinem Bruder ein großes Dentallabor betreibt. Man dürfte erwarten, dass seine Tabletten zumindest bei den Millionen Anhängern von alternativen Heilmethoden und Bioprodukten ein Hit sein müssten. Aber rund zehn Jahre nach ihrer Einführung (und neun Jahre nach dem ersten Bericht in brand eins 05/2004) werden sie gerade mal von 10.000 bis 15.000 Menschen regelmäßig benutzt. Denn Kaiser muss nicht nur gegen eine Milliardenindustrie kämpfen. Sein stärkster Gegner ist die Macht der Gewohnheit. Auf Denttabs umzusteigen ist mehr, als im Reformhaus einzukaufen – es ist die Abkehr von einem vertrauten Ritual, an dessen Nutzen kaum jemand zweifelt. Das Zähneputzen mit Zahnpasta funktioniert doch!

37 Jahre nachdem meine Eltern mir zum ersten Mal eine Zahnbürste in den Mund geschoben haben, ist mein Gebiss bestens erhalten – mit Ausnahme einer winzigen Füllung oben links und empfindlichen Reaktionen auf Säure oder Kälte. Doch ist das Gute nicht oft der Feind des Besseren? Geben wir Denttabs also eine Chance, einen Monat lang. Danach, prophezeit Kaiser, werde herkömmliche Zahnpasta ekelig schmecken, meine elektrische Zahnbürste mit ihren harten Borsten werde mir unangenehm vorkommen, Weißwein, Grapefruitsaft oder Eis werden meinen Zähnen nichts mehr anhaben können, und mein Zahnarzt werde mir tadellose Zahnpflege bescheinigen. Mal sehen.

Tag 1

„Zerkauen Sie eine Denttabs mit den Schneidezähnen, bis sie angenehm cremig wird“, lautet die Anweisung. Klingt einfach, ist es aber nicht. Kaum ist die Tablette zerknackt, verteilt sich pappiger Pillenpuder zwischen Lippen und Zähnen. Im Spiegel schaue ich zu, wie mein Gesicht angewidert Grimassen schneidet. Allmählich entsteht eine dickliche Masse, mit der ich zu putzen beginne. Die mitgelieferte Zahnbürste streichelt labberig durch den Mund. Ich stelle meinen Wecker auf die angegebenen drei Minuten, und als er endlich klingelt, habe ich statt des gewohnten Schaums nur dünne Flüssigkeit im Mund. Lediglich der Minzgeschmack erinnert daran, dass ich mir die Zähne geputzt habe. Neugierig taste ich sie mit der Zunge ab. Sind sie glatter? Vielleicht, aber was weiß meine Zunge schon davon, wie glatt ein Zahn sein müsste, damit Karies daran keine Chance hat?

Tag 2

Am Morgen ein sehnsüchtiger Blick zur Zahnpasta. Die Vorstellung, den Tag künftig mit einem Mund voller trockenem Tablettenpuder zu beginnen, schürt grundlegende Zweifel an Denttabs’ Erfolgsaussichten. Warum tut man sich das an, wenn man es auch frisch und schaumig haben kann? Trotzdem schiebe ich die zweite Denttabs zwischen die Zähne und versuche, diesmal meine Gesichtszüge zu beherrschen. Vergeblich. Ich stelle den Wecker und bürste. Kurz vor der Halbzeit habe ich einen Krampf im Arm. Drei Minuten sind eine lange Zeit. Auch die elektrische Zahnbürste bekommt einen sehnsüchtigen Blick.

Tag 4

Die ersten Tabletten habe ich heimlich genommen, jetzt führe ich sie meiner Familie vor. „Schmeckt das ekelig?“, fragt meine Vierjährige, während sie mir beim Kauen zusieht. „Geht so“, antworte ich mit gequältem Lächeln. „Und warum machst du das?“ Oha, wie erklärt man das, ohne dabei das tägliche Ritual infrage zu stellen, auf dessen Einhaltung meine Tochter seit der Lektüre des Zahnhygienethrillers „Karius und Baktus“ penibel achtet? „Manche Leute putzen eben mit Zahnpasta und andere mit Tabletten“, versuche ich die Neuerung herunterzuspielen. „Du kannst ja auch mal eine Tablette probieren.“ Aber meine Vorführung war wohl keine gute Werbung. Die Badezimmerherrschaft der süßen Kinderzahnpasta bleibt unangetastet.

Die Macht der Gewohnheit beschäftigt die Zahnpflegeindustrie seit ihren Anfängen. Jahrtausendelang spielte die Zahnhygiene in der Kulturgeschichte nur eine Nebenrolle. Weil die Nahrung wenig Zucker oder Säuren enthielt, war die Belastung für die Zähne gering. Doch mit dem Wohlstand kamen auch die kulinarischen Laster, und Zahnschmerzen wurden zur Volkskrankheit. Anfang des 20. Jahrhunderts war die Lage so dramatisch, dass die USA die schlechten Zähne ihrer Soldaten zum nationalen Sicherheitsrisiko erklärten.

Dabei hatten Apotheker schon Jahrzehnte vorher begonnen, Zahnputzmittel zusammenzumischen, mit denen Vertreter von Tür zu Tür zogen. Doch den Durchbruch zum Massenprodukt verschaffte der Zahnpasta nicht etwa Aufklärung, sondern ein Faktor, den der US-Wissenschaftsjournalist Charles Duhigg in seinem Buch „Die Macht der Gewohnheit“ beschreibt. In den Zwanzigerjahren kam in den USA Pepsodent auf den Markt und warb damit, „das Gelbe“ zu entfernen. „Haben Sie bemerkt, wie viele schöne Zähne Sie sehen?“, so die damalige Werbung. „Millionen benutzen eine neue Zahnreinigungsmethode. Warum sollten Frauen einen hässlichen Film auf ihren Zähnen haben? Pepsodent entfernt den Film.“

Verkauft wurde ein Schönheitsideal. Zehn Jahre nach der Einführung von Pepsodent war der Anteil der Amerikaner, die Zahnpasta in ihrem Haushalt hatten, von sieben Prozent auf 65 Prozent gestiegen. Doch das wahre Erfolgsgeheimnis war nicht der Reinigungseffekt, sondern der Geschmack. Denn Pepsodent enthielt als eine der ersten Zahnpasten Minzöl und Zitronensäure. Die Sauberkeit konnte man also nicht nur sehen, sondern auch spüren. Das prickelnde Gefühl im Mund führte zu einer angenehmen Reaktion, ähnlich der nach dem Genuss von Schokolade oder Zigaretten. „Wenn die Kunden ihr Pepsodent vergessen hatten, bemerkten sie ihr Versäumnis, weil ihnen das kühle, prickelnde Gefühl im Mund fehlte“, schreibt Duhigg. „Sobald die Menschen ein Verlangen nach diesem kühlen Prickeln, das sie mit Sauberkeit gleichsetzten, entwickelt hatten, wurde das Zähneputzen zu einer Gewohnheit.“

Und Gewohnheiten sind beharrlich. Forschung zeigt, dass sich eine derartige Verhaltensnorm nur ändern lässt, wenn sie durch eine ähnlich funktionierende neue ersetzt wird – ein Prozess, der Wochen, manchmal Monate dauern kann. Wenn Denttabs eine Chance haben will, muss ihr das gelingen.

Tag 9

Das Zerkauen fällt mir inzwischen leichter. Der Puder ist schneller gebändigt, aber schön ist das Prozedere noch immer nicht. „Mehlgesicht“, nennt meine Frau meine Zahnputzgrimasse. Den guten Vorsatz, mit Wecker zu putzen, habe ich mittlerweile aufgegeben und schrubbe statt gestoppter nur noch gefühlte drei Minuten. Dieser Disziplinlosigkeit gebe ich eine gewisse Mitschuld, wenn ich abends nach dem Putzen manchmal den Eindruck habe, die weiche Zahnbürste sei den hartnäckigen Ablagerungen des Tages nicht gewachsen. Aber wirbt Denttabs nicht damit, dass die Beläge gar nicht mehr haften können? Vielleicht bin ich noch nicht lange genug dabei, denke ich, zerbeiße eine zweite Tablette und fange von vorn an.

Tag 12

Im Fernsehen sehe ich Werbung für eine elektrische Zahnbürste. „Stiftung Warentest belegt sehr gute Zahnreinigung“, sagt eine Männerstimme, während sich eine Animation der Bürste mit roboterhafter Präzision durch das Gebiss arbeitet. „Ihr Bürstenkopf bewegt sich in zwei Minuten häufiger als eine Handzahnbürste im ganzen Monat.“ Ich bin sofort überzeugt – und fühle mich schlecht. Die Denttabs-Slogans („Zahnpasta war gestern“, „Polieren statt putzen“, „Denttabs reparieren die Zähne“) kommen mir wie esoterischer Hokuspokus vor. Habe ich tatsächlich geglaubt, ein Berliner Quereinsteiger könnte einfach mal so hundert Jahre zahnmedizinische Forschung über den Haufen werfen? Sobald das Denttabs-Experiment zu Ende ist, kaufe ich mir zur Belohnung diesen elektrischen Superputzer, nehme ich mir vor.

Axel Kaiser kennt solche Reaktionen. „Man muss echt tapfer sein“, sagt er und erzählt, wie er am Vortag mit einem mobilen Waschbecken auf einer Reformhausmesse gestanden hat. Mehr als hundert Leute hat er überredet, Denttabs zu probieren – das fällt ihm leicht, Kaiser ist ein begnadeter Verkäufer. Doch damit ist es nicht getan. Wer wirklich umsteigen will, muss mehrere Wochen lang durchhalten und auch weitermachen, wenn die Zweifel kommen an diesem „Kerl mit seiner Berliner Hinterhofpupsbude“, wie er sich selbst nennt, der hundert Jahre Forschung und das Wissen einer Milliardenindustrie über Bord werfen will.

Den Anstoß gab ein Zahnmediziner an der Universität Witten/Herdecke, der 1998 einem Doktoranden das Promotionsthema stellte, ein „wasserfreies Zahnpflegemittel“ zu entwickeln. Der Doktorand fand Unterstützung bei dem Berliner Zahnlabor der Kaiser-Brüder, die das Projekt später weiterverfolgten. Aus dem wasserfreien Zahnpflegegranulat ließen sie Tabletten herstellen – und mischten wie bei Pepsodent Menthol bei, um den typischen Zahnpastageschmack zu erzeugen. Da Tabletten größtenteils aus Zellulose bestehen, entdeckten sie ganz nebenbei die Möglichkeit, die Zähne damit weich zu polieren, statt hart zu schrubben.

Seit 2004 sind Denttabs auf dem Markt. Vertrieben werden sie über Apotheken, das Internet und ausgewählte Drogerien. Doch die Zahl der Benutzer stagniert, profitabel ist das nicht mehr ganz so junge Start-up noch immer nicht, sondern wird weiterhin vom Dentallabor subventioniert. Trotzdem ist Kaiser mehr denn je von seinem Produkt überzeugt und kümmert sich seit drei Jahren sogar hauptberuflich darum, zusammen mit einem Teilzeitmitarbeiter. „Die herkömmliche Zahnpflege mit ihrer vielen Chemie und aggressiven, oft elektrischen Bürsten, macht den Mund zu einem Einfallstor für Bakterien“, erklärt er. In der Forschung werde zunehmend diskutiert, dass Zahnfleischerkrankungen wie Paradontose womöglich durch die herkömmliche Zahnpflege erst verursacht werden. „Was da alles zutage kommt, ist wirklich gruselig.“

Tag 15

Das größte Denttabs-Versprechen war für mich die Aussicht auf schmerzfreie Zähne. Seit Jahren benutze ich teure Sensitiv-Zahnpasta, ohne durchschlagenden Erfolg. Ein Glas Grapefruitsaft kann mir den Rest des Tages verderben und trockener Weißwein am Abend das Frühstück am nächsten Morgen. Denttabs soll wirkungsvoller sein, weil das im Speichel aufgelöste Fluorid die empfindlichen Zahnhälse angeblich besser remineralisiert. Nach nunmehr zwei Wochen wage ich den Test und trinke am Abend zwei große Gläser Riesling. Und tatsächlich: Statt schreiend zu protestieren, richten mir meine Zähne aus, dass sie die Säure zwar bemerkt haben, aber mir nicht ernsthaft übel nehmen. Denttabs – wir könnten doch noch Freunde werden!

Tag 16

Euphorisch wiederhole ich die Weinprobe, diesmal mit mehr und noch trockenerem Riesling. Das Ergebnis ist das gleiche. Innerlich entschuldige ich mich bei Kaiser, dass ich ihn in Gedanken einen Quacksalber genannt habe.

Tag 22

Morgens greife ich automatisch zur Pillendose. Die Zahnpasta ist aussortiert, das Zerbeißen der Tablette ist zu einem eigenen Ritual geworden und kostet keine Überwindung mehr. Der Puder lässt sich gut kontrollieren. Statt angewiderter Grimassen beobachte ich im Spiegel die Miene konzentrierten Sortierens. Tatsächlich: Die alte Gewohnheit ist durch eine neue ersetzt worden.

Was müsste passieren, um Denttabs massentauglich zu machen? Noch fehlt es an Rückenwind aus der Fachwelt. Der Hersteller darf zwar das Siegel „Wissenschaftlich getestet“ der Aktion zahnfreundlich e.V. benutzen, doch belastbare Studien kann Kaiser bisher kaum vorweisen: „Leider haben wir nicht das Geld, um da selbst groß einzusteigen.“ Viele Institute seien auch unwillig, sich gegen die großen Player der Zahnhygieneindustrie zu stellen. So bleibt Kaiser nur zu hoffen, dass sich seine Idee von selbst verbreitet und ihre Zeit kommt. Dass Zahnpasta eines Tages Vergangenheit sein werde, steht für ihn außer Frage. „Die einzige offene Frage ist: Schafft Denttabs das oder jemand anders?“ Mit Guerilla-Marketing hofft er, genug Aufmerksamkeit zu schaffen, um eines Tages den großen PR-Coup landen zu können. Kürzlich hat er sich an einem Wettbewerb der Telekom beteiligt, bei dem eine Geschäftsidee die Klitschko-Brüder als Werbeträger gewinnen kann. „Die Klitschkos wären für uns ideal“, sagt Kaiser. „Was die im Ring machen, macht Denttabs jeden Tag: Fresse polieren.“

Tag 30

Geschafft. Einen Monat bin ich nun „trocken“, heute werde ich rückfällig. Herkömmliche Zahnpasta werde jetzt ekelig schmecken und eine harte Zahnbürste hässlich kratzen, hat Kaiser vorhergesagt. Ich nehme mein altes Zahnputzzeug und schrubbe los. Nein, ekelig ist das nicht, und auch nicht unangenehm. Das Gefühl ist eher wie bei einem alten Freund, der vertraut ist, aber vielleicht nie mehr die gleiche Rolle spielen wird wie einst. Hinterher habe ich das Bedürfnis, mit Denttabs nachzupolieren.

Tag 31

„Kennen Sie Denttabs?“, frage ich meinen Zahnarzt. „Ist das von diesem Typ aus Berlin?“, kommt die Frage zurück. Irgendwas hat er gehört, aber er weiß nicht mehr was. Mit skeptischem Interesse dreht er mein Pillendöschen in der Hand und liest sich die Inhaltsstoffe durch. Vor einem Urteil scheut er zurück und lässt mich stattdessen auf seinem Stuhl nach hinten sinken. Mit Spiegel und Kratzer arbeitet er sich durch die Zahnreihen. „Die Zähne sind tadellos gepflegt“, sagt er schließlich. „Und das Zahnfleisch ist auch gesund.“ Soll ich Denttabs also weiter benutzen? Warum nicht, sagt er und scheint inzwischen selbst neugierig geworden zu sein. „Wäre schon interessant zu sehen, was daraus wird.“ ---

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