Ausgabe 08/2009 - Schwerpunkt Große Träume

Vier Sterne warten aufs Wasser

- Gerold Schellstede sieht alles. Die toten Fliegen im Oberlicht sind ihm aufgefallen auf dem Weg zum Dach. Dort oben gibt es eine Aussichtsplattform mit einem Fahnenmast. Schellstede muss seine Gäste hier hinaufführen, wenn sie mit ihm eine Weile über sein Seehotel gesprochen haben. Denn hier oben können auch sie sehen, dass er womöglich doch kein Verrückter ist. Beim Blick vom Dach des Großräschener Seehotels nämlich schaut man in die Zukunft des Ortes.

Sie soll auf dem Wasser liegen, ein paar Schritte vor Schellstedes Hotel am südlichen Ende des Örtchens Großräschen in Brandenburg. Was es allerdings im Moment von oben zu sehen gibt, ist ein Krater mit aberwitzigen Ausmaßen: sechs Kilometer lang, drei Kilometer breit, an manchen Stellen 70 Meter tief. In der bis zum dunstigen Horizont reichenden Grube sieht man eine Mischung aus Marslandschaft und Heide. Gerold Schellstede zeigt von der Plattform in das Niemandsland. "Da haben Sie fast schon das Meer - und dort kommt der Yachthafen hin", sagt er und grinst spitzbübisch. Und tatsächlich, weit weg, in der Mitte der gigantischen Grube, glitzert Wasser im Sonnenlicht. Das ist der Ilse-See in seinen bescheidenen Anfängen, benannt nach seiner Vergangenheit, der Ilse Bergbau-Aktiengesellschaft.

Noch gut sechs Jahre wird es dauern, bis die riesige Grube, ein sogenanntes Restloch, das der Braunkohle-Tagebau hinterlassen hat, völlig geflutet ist. So lange hat Schellstede ein Seehotel fast ohne See, das aber schon so vornehm erstrahlt wie ein Badehotel an der Ostsee und sich mit vier Sternen schmücken darf. Nachdem der Braunkohle-Tagebau in der Niederlausitz, einst die Energiezentrale der DDR, überwiegend aufgegeben wurde, soll die karstige Landschaft mit rund 30 gefluteten Restlöchern nach und nach zu einem Seenland für Touristen umgeformt werden. Das Wasser dafür wird den Flüssen der Region entnommen, allen voran der Spree, der Schwarzen Elster und der Lausitzer Neiße. In den Ilse-See läuft das Wasser seit März 2007. Diese größte künstliche Wasserlandschaft Europas schafft die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) in Senftenberg, ein Bundesunternehmen, das die Gruben saniert und rekultiviert.

Zwei weitere Zentralen dieses Umbaus stehen in Großräschen. Im Rathaus sitzt Thomas Zenker, der umtriebige Bürgermeister des 11 000-Einwohner-Städtchens. Er hat maßgeblich dafür gesorgt, dass die Internationale Bauausstellung (IBA) Fürst-Pückler-Land im Jahr 2000 hier ihren Sitz bekam und seither unter ihrem Chef Rolf Kuhn, vorher Direktor der Stiftung Bauhaus in Dessau, Ideen für die Neugestaltung der geschundenen Landschaft entwickelt. Sie kämpfen um die nasse Zukunft und haben jeder auf seine Weise geholfen, dass Großräschen sich jetzt Seestadt nennt, die Ernst-Thälmann- in Seestraße umbenannt wurde, an deren Ende eine moderne Seebrücke steht, und schließlich auch Schellstedes Seehotel seine Türen öffnete. "Natürlich ist das alles fast schon provokant", sagt Bürgermeister Zenker, "aber es lenkt auf die Idee dahinter."

Zwei, drei Jahre wird es noch dauern, sagt der Unternehmer Schellstede, bis auch große Touristikunternehmen diese Idee begriffen haben. Es ist der Plan von einer touristischen Seenlandschaft, der man noch ansieht, dass sie von Menschen geschaffen wurde, und die nicht so tut, als sei sie eine zweite Mecklenburgische Seenplatte. So erklärt der IBA-Chef Kuhn diese Idee und warnt geradezu davor, mit einem Besuch so lange zu warten, bis alles fertig ist.

Denn schon jetzt gibt es auf dem Gebiet des Lausitzer Seenlandes 500 Kilometer Radwege, die nicht nur an neu entstehenden Ufern entlangführen, sondern auch an Industriegeschichte: an Kraftwerken, Brikettfabriken oder dem IBA-Projekt F60 in Lichterfeld. Dort, im Besucherbergwerk, befindet sich eine riesige Abraumförderbrücke, die aussieht wie der liegende Eiffelturm, wie Kuhn zu sagen pflegt, nur dass sie rund 180 Meter länger ist. Gut 70 000 Besucher steigen pro Jahr zur Aussichtsplattform in 74 Metern Höhe hinauf. Auf den IBA-Terrassen in Großräschen stellt die Bauausstellung in einem modernen Betonbau ihre Visionen für die Region aus und startet etwa unter dem schönen Titel "Reise zum Mars" Wandertouren in die bizarre Landschaft des werdenden Ilse-Sees.

Einen Mann, der alles erreicht hat, verschlägt es in den Osten. Und er schlägt Wurzeln

An dem noch langen Weg in die Tourismuszukunft hat Gerold Schellstede schon jetzt sein Seehotel eröffnet, und es ist ihm dabei nicht bange, wie er mit deutlich norddeutschem Einschlag sagt. Seit 18 Jahren lebt der gebürtige Niedersachse in Großräschen. Vor gut drei Jahren packten ihn die Vorstellungen der IBA und des Bürgermeisters, und er entschied sich für das Seehotel: "Die Idee hat mich begeistert." Außerdem wollte er noch einmal richtig etwas von Anfang an machen, sagt er. Das klingt zunächst nicht dramatisch und nach Aufbruch, doch der hochgewachsene Mann mit den schlohweißen Haaren wird in diesem August 70 Jahre. In einem Alter, in dem manch anderer längst im Gestern lebt, wagt er eine Investition ins Übermorgen.

Nicht nur finanziell war dieser Einsatz gehörig: Das Gebäude für das Seehotel hatte mehr als ein Aufmöbeln nötig. In anderthalb Jahren wurde aus dem desolaten, fast 100 Jahre alten Wohnheim für ledige Angestellte der Ilse AG die noble Herberge. An manchen Tagen waren bis zu 60 Handwerker auf der Baustelle, der Bauherr immer mittendrin, um den Leuten auf die Finger zu schauen, sie in seiner jovialen Art anzutreiben. Nur so seien Fehler schnell zu beheben, sagt er, und nur so könne er sich auch sicher sein, dass alles nach seinen Vorstellungen laufe.

Für geschätzte drei bis vier Millionen Euro - die genaue Summer verrät er nicht - ließ Schellstede das dreistöckige Haus umbauen. Alter Stuck wurde freigelegt, Wände wurden eingerissen, die geräumigen Zimmer klassisch bis mediterran eingerichtet. Die Eile dabei hatte einen guten Grund: Je schneller etwas fertig werde, desto eher sorge es für Einnahmen, sagt Schellstede.

Einen scharfen Blick auf die Ausgaben und vor allem auf die Organisation seiner Unternehmen hatte er offenbar schon immer. Jedenfalls erklärt er seinen vor mehr als 20 Jahren geplanten Ruhestand auch damit, sich durch gutes Delegieren im Job überflüssig gemacht zu haben. Damals verkaufte er seine Anteile an einem großen, florierenden Möbelhaus bei Oldenburg und wurde so finanziell unabhängig. Er habe reisen wollen, erzählt der Mann, der mit zwei Frauen fünf Kinder hat, die heute zwischen 15 und 44 Jahre alt sind. Doch es kam ihm die Wende dazwischen: Auf dem Klappbett im Büro schlafend, half er 1991 ein paar Monate als Geschäftsführer, das Großräschener Möbelzentrum in den Kapitalismus zu begleiten. Dann kaufte er es von der Treuhand.

Der Ort ist sein neuer Spielplatz: Manch einer spricht von "Schellstädtchen"

Das war keine ungestüme Jugendtat, so wie beim ersten Möbelhaus, als er, Mitte 20, mit seinem Redetalent der Bank den Millionenkredit für die Selbstständigkeit abschwatzte. Sicherheiten hatten er und seine zwei Unternehmerfreunde damals jedenfalls nicht zu bieten. In Großräschen war es eine gut geplante Entscheidung: "Ich habe gesehen, was sich hier umschlagen lässt." Hier baute Schellstede 1995 sein Möbelzentrum neu. Später erweiterte er es auf 25 000 Quadratmeter. Dafür hat er nie Fördergelder in Anspruch genommen. "Ich hatte selbst das Geld. Da wäre ich mir ein bisschen schäbig vorgekommen."

Während seine Frau und die Kinder in Oldenburg blieben, entschied er sich - mit gelegentlichen Wochenendheimfahrten - für den Osten. Schellstede schlug neue Wurzeln, gründete den Gewerbeverein mit, stiftete einen Innovationspreis, spendete für Kindergärten und soziale Einrichtungen, kaufte Grundstücke und sanierte historische Häuser in der Kleinstadt. Hinter vorgehaltener Hand sagt manch einer deshalb auch Schellstädtchen zu Großräschen. Für seine Bemühungen um die wirtschaftliche Entwicklung und vor allem für das eingehaltene Versprechen, seine Gewinne wieder im Ort zu investieren, verlieh ihm Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck 2005 den Verdienstorden des Landes.

Doch das alles füllt nicht die 40 Zimmer und 77 Betten des Seehotels. Deshalb setzte sich Schellstede beizeiten ins Auto und besuchte die größeren Unternehmen in der Umgebung. Sie konnte er mit einem hohen Standard und der Möglichkeit locken, bei ihm größere Tagungen abzuhalten. In der Region muss man ein solches Angebot sonst lange suchen. Übrigens nicht, weil die Betreiber nicht wollten, sagt Schellstede, sondern weil oft einfach das Kapital für Investitionen fehle. Zudem haben mehrere große Autofirmen von weiterher das Hotel schon komplett gemietet und, wie Schellstede berichtet, immer großen Wert darauf gelegt, dass ihre Unternehmensflagge am Fahnenmast auf dem Dach flatterte.

Es weht nichts am Mast, als Schellstede an diesem Tag aus dem Hotel tritt. "Herr Direktor, haben Sie einen Moment?", fragt ihn ein älterer Herr. Es ist schon der zweite Anlauf zu einem Gespräch, er hat extra gewartet. Es geht um die Hochzeit der Tochter, die im Seehotel gefeiert werden soll. Ob sich der Hausherr darum kümmern möge? Schellstede sichert das zu, weil er weiß, dass das Hotel fest mit seinem Namen verbunden ist. Dabei hat er das Tagesgeschäft längst an die 24 Hotelangestellten abgegeben; so hat er es auch im Möbelzentrum getan.

Doch wenn ein Gast noch mal etwas mit ihm besprechen will, sagt Schellstede nicht Nein. Außerdem sind Hochzeiten, Geburtstage und Familienfeiern ein zu wichtiger Geschäftspfeiler. Neben dem denkmalgeschützten Haupthaus steht seit einem Jahr extra dafür ein neu gebauter runder Pavillon, der mehr als 100 Gästen Platz bietet. Bis Oktober sei er in diesem Jahr an Wochenenden fast ausgebucht, sagt Schellstede. Sobald im Frühling das Wetter besser werde, seien auch die beiden großen Terrassen und das Restaurant gut gebucht. "Des einen Brot ist des anderen Not", sagt er, denn während bei Sonnenschein Gastronomie und Hotelgeschäft anziehen, flaut der Möbelhandel ab.

Das Schöne am Unternehmertum: Man muss nie in Rente gehen

"Er ist ein Glücksfall für die Stadt", sagt Bürgermeister Zenker über Schellstede. Der SPD-Politiker beansprucht für sich, dem Unternehmer die letzten Zweifel am Hotelprojekt genommen zu haben. Bedenken gab es durchaus - schließlich hatte bereits ein großes Touristikunternehmen abgewunken. Etwas gönnerhaft, erzählt man sich in Großräschen, habe der Konzern verlauten lassen, dass man gern wiederkäme, wenn der See fertig sei.

Doch nun hat sich Schellstede mit der Eröffnung seines Hotels im August 2007 die beste Lage gesichert. Zumindest dort sei es für Konkurrenten zu spät, sagt er und lächelt zufrieden. Um den hellen neoklassizistischen Bau herum markiert eine frische Hecke seinen Besitz. Er hat um das Grundstück des Seehotels noch zweieinhalb Hektar Land dazugekauft, damit ihm niemand die Aussicht auf den See verbauen kann.

Das ist auch deshalb geschickt, weil Schellstede bis 2017 und zu einem symbolischen Preis nur Pächter des Hauses ist, erst dann hat er ein Vorkaufsrecht. Das hat mit Fördergeldern zu tun, mit denen die Stadt vor Schellstedes Engagement das kaputte Dach repariert hat. Trotzdem steckte Schellstede seine Millionen in den Bau, um ihn neu erstrahlen zu lassen. Inzwischen baut er ein weiteres Gästehaus mit 40 Betten auf dem Gelände, das im April nächsten Jahres fertig sein soll. Außerdem plant er einige Sportanlagen. Selbstverständlich wird der Unternehmer das Haus aber am Ende auch kaufen.

Warum ausgerechnet Schellstede sich so viel traut? Etwas zurückgeben wolle er, Eigentum verpflichte, findet er. Oder ist er einfach derjenige mit den tollsten Ideen im Ort? Die Frage schmeichelt ihm sichtlich und ist ihm doch auch ein wenig unangenehm. "Könnte sein", sagt er knapp. Um dann noch einmal anzusetzen: "Visionen sind schon wichtig, aber ein guter Visionär ist auch Realist."

In seinem Alter gehört dazu auch die Frage des Erbes und der Nachfolge. Weil seine Kinder sein Lebenswerk vielleicht nicht übernehmen werden - ein Sohn war für einige Zeit beteiligt am Einrichtungshaus und dort Geschäftsführer, zog sich dann aber wieder zurück -, hat Schellstede schon geregelt, dass nach seinem Tod die gut 100 Arbeitsplätze im Möbelzentrum und die im Hotel erhalten bleiben.

Für Schellstedes jüngstes Abenteuer war hilfreich, dass er über ein gutes finanzielles Polster verfügt. Er musste mit seinem Hotel nicht vom ersten Tag an viel Geld verdienen. Er habe aber, sagt er stolz, sehr schnell schwarze Zahlen geschrieben. Wie Unternehmen zu führen sind, das weiß er. Manchmal mit Härte: Vom ersten Geschäftsführer und Koch trennte er sich rasch wieder. Und auf die Kleinigkeiten kommt es an: Nach dem Abstieg von der Aussichtsplattform erzählt er seiner Rezeptionistin von den toten Fliegen im Oberlicht. "Die müssen schnell weg", sagt er und fügt etwas schärfer an: "Warum fällt Ihnen denn so etwas nicht auf?" Damit verabschiedet er sich in sein Möbelzentrum, zweimal schon haben seine Mitarbeiter von dort angerufen. "Nein", war eine seiner höflichen, aber bestimmten Antworten, "da habe ich auch noch ein Wörtchen mitzureden."

Ein wenig die Zukunft mitzugestalten, das lässt Schellstede sich nicht so leicht ausreden. Er ist ein wichtiger Teil dieser Region, die sich gerade neu erfindet. -

 

In seinem Seehotel beschäftigt Gerold Schellstede 24 Mitarbeiter, im Möbelzentrum sind es 100. Seine Umsätze verrät er nicht. Im Hotel stellt der Unternehmer in einem kleinen Museum mehr als 100 Bilder von Rembrandt, Vincent Van Gogh, Leonardo da Vinci und Monet aus - alles Kopien, angefertigt von den drei aus Russland stammenden Brüdern Posin.

Die Internationale Bauausstellung (IBA) Fürst-Pückler-Land wird 2010 nach zehn Jahren abgeschlossen. In 25 Projekten wurden Ideen für die Neu- und Umgestaltung der Niederlausitz entwickelt. Die IBA-Terrassen am Ufer des entstehenden Ilse-Sees sind als Ausstellungsort und Treffpunkt für Touren durch die Region selbst eine Attraktion geworden. www.iba-see.de

Das Lausitzer Seenland wird einmal vom Süden Brandenburgs bis nach Sachsen reichen. Es wird die größte künstliche Wasserlandschaft Europas werden. Die gefluteten, teils schiffbar miteinander verbundenen 30 Seen im Kernland werden eine Fläche von 14 000 Hektar einnehmen. Allein der Ilse-See in Großräschen wird 153 Millionen Kubikmeter Wasser enthalten. Von 1965 bis 1999 wurden aus der Grube 350 Millionen Tonnen Kohle gefördert. Ein ganzer Stadtteil verschwand, mehr als 4000 Menschen wurden umgesiedelt. www.lausitzerseenland.de

Das Bundesunternehmen Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) in Senftenberg ist für die Sanierung der ehemaligen Braunkohlelagerstätten zuständig. Von 1990 bis 2008 wurden dafür 8,54 Milliarden Euro Bundes- und Landesmittel ausgegeben. www.lmbv.de

Nachtrag: Der See im brandenburgischen Großräschen soll entstehen, indem ein riesiges Loch aus dem Braunkohletagebau geflutet wird. Nach dem verheerenden Erdrutsch Mitte Juli im sachsen-anhaltinischen Nachterstedt – ebenfalls ein ehemaliges Bergbaugebiet – stellt sich die Frage: Wie sicher sind die so genannten Restlöcher in Brandenburg?

„Sehr sicher“, sagt die Lausitzer- und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) und das brandenburgische Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe (LBGR). Der Boden in Brandenburg habe insgesamt eine andere, gleichmäßigere Struktur. Und das Seehotel in Großräschen stehe auf gewachsenem Boden - anders als die Häuser von Nachterstedt, die auf einer aufgeschütteten Halde stehen.

„Die Geomorphologie ist dort so wie vor dem Tagebau“, sagt LMBV-Sprecher Uwe Steinhuber. Der Boden ist also nie weggebaggert worden, um an die Braunkohle zu gelangen.
Als Reaktion auf das Unglück von Nachterstedt würden aber auch in Brandenburg gegebenenfalls Bauten noch einmal überprüft werden, die sehr nahe an Grubenkanten stehen, sagt Ulrich Obst vom LBGR. Beim Seehotel sei das aber auf keinen Fall nötig.

Natürlich ist auch Hotelbesitzer Gerold Schellstede das Schicksal der Menschen von Nachterstedt durch den Kopf gegangen. Aber: „Am Ilse-See herrscht größtmögliche Sicherheit. Wenn ich nicht hundertprozentig sicher wäre, hätte ich den Bau meines Gästehauses abgebrochen. Aber wir bauen weiter.“

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