Ausgabe 09/2009 - Schwerpunkt Arbeit

Der Schmutz der anderen

- Es gibt viele Möglichkeiten in Togo, sagte der Vater. Du wirst es auch hier zu etwas bringen. Du hast uns, dein Abitur und einen Studienplatz. Und dieses schöne Land, das dich braucht. Sein Sohn aber blieb dabei: Ein Mathematikstudium in Deutschland sollte ihm Ansehen bringen und einen Job als Wissenschaftler, wenn er zurückkehren würde in die Küstenstadt Lomé.

Gaston Houngbedji, Sohn eines Ingenieurs, verließ Togo, studierte Mathematik in Deutschland, traf eine Frau und bekam mit ihr drei Kinder. Seitdem arbeitet er in den glitzernden Bürohäusern Frankfurts und sagt von sich selbst, er habe etwas erreicht im Leben. Er arbeitet dort, wo die Männer und Frauen 8,15 Euro pro Stunde bekommen - bei den Putzkolonnen.

Wenige Branchen haben ein schlechteres Image als die Gebäudereinigung. Die Arbeit ist schmutzig. Die Löhne sind niedrig.

Und das Dankeschön der Kunden, wenn überhaupt vernehmbar, fällt leise aus.

Die 850 000 Männer und Frauen in Deutschland aber, die Toiletten säubern, Teppiche saugen, Böden wienern und Schreibtische abwischen, sind mit ihrem Job nicht durchweg unzufrieden. Viele schätzen ihn ebenso wie die Wachleute, die häufig zu den einzigen Menschen zählen, denen die Putzkolonnen in den dunklen, stillen, entvölkerten Konzernzentralen der Finanzwelt begegnen.

1. Ein Mann putzt sich heraus

Gaston Houngbedji sagt: "Das sind keine schlechten Jobs. Wir leisten eine Arbeit, die dringend gebraucht wird. Und vor allem gibt es Chancen, wenn man sie nur sehen will." Jung und aufgeweckt, schaffte er es schnell, sich aus dem einfachen Putzkraft-Dasein herauszuarbeiten. Das gelingt nicht jedem.

Er sitzt im Kinderzimmer seiner Wohnung am Frankfurter Berg. Es ist Houngbedji nicht anzumerken, dass er eine lange Nacht hinter sich hat, die mit Schichtbeginn um 20 Uhr in den Räumen einer Werbeagentur begann. Das Team traf sich am Eingang. Sie erhielten die Zugangskarten, die Schlüssel, die Protokoll-Listen, die Putzwagen. Dann schwärmten sie aus, Etage für Etage, bis gegen eins der letzte Papierkorb geleert und das letzte Klo gesäubert war. "Sechs Stockwerke, sieben Reinigungskräfte, eine Vorarbeiterin", sagt Houngbedji.

Er weiß, was für harte Arbeit jeder verrichtet. Immer noch. Er zählt nicht mehr zu den einfachen Arbeitern. Denn auch bei den Gebäudereinigern gibt es Aufstiegsmöglichkeiten. Als Objektleiter ist er mittlerweile verantwortlich für 23 Liegenschaften und 75 Mitarbeiter. Er putzt selbst nur noch selten, verbringt den Tag mit Kundengesprächen, Anleitungen und Kontrollen, hat ein Monatseinkommen von rund 2500 Euro brutto und ist mit sich und der Welt im Reinen. Sein Gehalt ist schon besser als die einstelligen Stundenlöhne, mit denen sich kaum 1000 Euro monatlich verdienen lassen. "Auch das ist kein schlecht verdientes Geld", sagt Houngbedji. Sicher täten viele seiner Leute etwas anderes, wenn sie nicht dringend Geld bräuchten. Aber das fällt eben selten vom Himmel. Deshalb sei die unproblematische Möglichkeit, in dieser Branche etwas zu verdienen, in manchen Lebenslagen wichtiger als der reine Stundenlohn.

Als Houngbedjis erstes Kind unterwegs war, bedeutete dies das Aus für sein Mathematik-Studium. Ein Job musste her, und das schnell - für einen Afrikaner ohne Berufsausbildung. Die Stelle als Laubsauger in Frankfurt vermittelte ihm eine Zeitarbeitsfirma, für gut sechs Euro die Stunde. "Nicht unbedingt ein Traumjob", sagt Houngbedji, "aber das erwartete ich auch nicht. Es war ein Anfang, ich konnte oft fast zehn Stunden am Tag arbeiten." Irgendwann sprach ihn in der Kantine der Leiter der dortigen Putzkolonne an. Der Mann suchte Mitarbeiter. Was er sagte, klang nach einer Perspektive "Es klang nach einem Ausstieg aus der Zeitarbeit."

Er sagte zu. Für gut sieben Euro die Stunde. Seitdem ging es aufwärts. Houngbedji schrubbte Böden, wischte Kacheln und saugte Teppiche. Er rückte an, um morgens Büros zu putzen und abends Umkleidekabinen. Er klagte nicht über Toiletten, die noch keine Klobürste gesehen hatten, zwang sich, seinem Studium nicht nachzutrauern, und hoffte darauf, einen guten Eindruck zu hinterlassen. "Auch hier", sagt er, "hängt alles von deinem Auftreten und deiner Einstellung ab. Ich hielt den Kopf oben. Ich redete mit den Kunden, blieb freundlich und zeigte ihnen, dass ich meine Aufgabe ernst nehme."

So brachte er es zum Vorarbeiter, für zehn Euro die Stunde. Zu einer verkürzten Ausbildung zum Gebäudereinigungsgesellen und 11,96 Euro, schließlich zu einer Festanstellung als Objektleiter. "Die Firma, für die ich arbeite, traut ihren Leuten etwas zu. Sie zeigt uns, wie wichtig auch diese Arbeit ist. Und meine Chefs erinnerten mich schon früh an die Aufstiegschancen", sagt Houngbedji, "das motivierte."

Fast möchte man ihn für die fiktive Werbefigur einer Arbeitgeberkampagne halten - eine Ikone des American Dream, die für jedermann den fabelhaften Aufstieg vom Tellerwäscher zum Millionär symbolisiert.

2. Ein Chef boxt sich durch

Nur ändern solche Erfolgsstorys nichts daran, dass es weiterhin ein Heer von Arbeitskräften gibt, die für einen kargen Lohn reinigen, was zu reinigen ist: Büros, Flughäfen, Krankenhäuser, Schlachthöfe. Zum anderen ist die Position des Selfmademan bei der Wisag Service Holding, einem der größten Gebäudereiniger Deutschlands, seit Langem vergeben. Der Gründer Claus Wisser berichtete noch bei seinem Rückzug aus dem Tagesgeschäft, wie er als Student Geld mit Arbeiten verdiente, für die sich die meisten seiner Kommilitonen zu schade waren. 11 000 Kunden hat seine Wisag heute. Mit der klapprigen Schreibmaschine, mit der er die ersten Aufträge nach 1965 verwaltete, ist das nicht mehr zu bewältigen. Sie ist in der Firmenzentrale ausgestellt.

"Viele Kunden wünschen eine Reinigung nach Heinzelmänn-chen-Art", sagt Michael Wisser. Der Sohn des Firmengründers und Vorsitzende der Geschäftsführung muss den Kopf einziehen, um mit seiner Größe durch die Tür zu kommen. Er fing nicht mit dem Putzlappen an wie sein Vater. Er arbeitete sieben Jahre als Wirtschaftsprüfer bei Arthur Andersen, bevor er sich doch noch zur Übernahme des Familienbetriebs entschloss. "Diese Heinzel-männchen-Art", sagt er, "ist eine der Wurzeln des Image-Problems, das selbst modernste Gebäudereiniger haben. Man sieht uns nicht. Man hält es für selbstverständlich, dass Flure und Toiletten ständig sauber sind, und was als selbstverständlich gilt, das schätzt der Mensch nicht." Ein sauberes Büro ist keine Selbstverständlichkeit.

Hinter ihm, auf der Fensterbank, liegt ein roter Boxhandschuh. Er liegt dort nicht von ungefähr. Viele der 13 500 Wisag-Mitarbeiter, die in der Reinigung tätig sind (23 300 sind es insgesamt), haben schon genug einstecken müssen im Leben. Vater Claus, als Sozialdemokrat "roter Kapitalist" genannt, machte früh vor, dass der Boss den Handschuh anziehen muss, um weitere Schläge gegen sie abzuwehren. " Jemand, der den Respekt vor einfacher Arbeit nicht in seiner Werteskala wiederfindet", sagt sein Sohn, "wird in unserem Unternehmen nicht glücklich."

Dieser Satz ist keineswegs nur auf die Damen und Herren vom Management gemünzt, die in einem unscheinbaren Flachdachbau die Wisag Service Holding als modernen Dienstleistungsbetrieb führen. Überall hier ist vom Facility Management die Rede. Wisag-Mitarbeiter machen Hausmeisterjobs und technische Wartungsarbeiten, bewachen Gebäude, besorgen die Gartenpflege, beraten Architekten bei der Planung neuer Gebäudekomplexe, sie haben alle möglichen Jobs und Lebensläufe. Und wenn man einen von ihnen fragt, wo die Wisag überall tätig sei, dann fährt der sofort rüber ins Obergeschoss eines Hochhauses, das Wisag-Männer bewachen und in Schuss halten, um auf die Skyline und die Bankentürme zu zeigen. Etliche hier haben solide Berufsausbildungen, sind Ingenieure, Elektrotechniker, Manager. Viele nicht. Im Team fällt das kaum auf.

Wisser erwartet Respekt vor einfacher Arbeit, auch von denen, die sie verrichten müssen, ob sie nun eine Ausbildung als Gebäudereiniger haben oder nicht. Mehr noch: "Sie müssen auch Spaß an ihrer Tätigkeit haben, sonst wird es nie funktionieren."

Ob das nicht viel verlangt ist, wenn es müffelt und ekelt und stinkt und tropft?

Ist es nicht, sagt Wisser. Natürlich kennt auch er die Verzweiflung, die mit den Worten "Dann geh' ich eben putzen! " endet. Er kennt auch die Biografien seiner Leute, die oft zu gering qualifiziert sind für besser angesehene Tätigkeiten. Viele von ihnen sind desillusioniert, arbeiten auf 400-Euro-Basis, bessern eine karge Rente auf, springen nach wenigen Wochen schon wieder ab. "Auf Dauer aber muss man diese Arbeit machen wollen. Und da sind dann wir als Unternehmer gefragt. Wir können eine Atmosphäre schaffen. Wir können Signale geben, die das Selbstbewusstsein unserer Mitarbeiter stärken. Wir können zeigen, dass unsere Branche eine große Chance ist."

Die Mitarbeiter-Zeitung, in der zu Neugeborenen gratuliert wird. Ausbildungsplätze. Schulungsprogramme wie das hübsch betitelte "Topfit"-Programm, das nicht nur den Umgang mit dem richtigen Kraftreiniger lehrt, sondern auch den freundlichen Umgang mit dem Kunden. Neuentwicklungen wie die "integrierte Reinigung", die Putzkolonnen bei Kunden wie der international agierenden Rechtsanwaltskanzlei Clifford Chance, der Wirtschafts prüfungsgesellschaft Ernst & Young oder der Deka Bank endlich sichtbarer machen und ihnen mehr Respekt einbringen soll: Nur ein Teil der Grundreinigung, vor allem der laute Teil, erfolgt noch außerhalb der Kernzeiten, der andere auf Zuruf und nach Bedarf - bei Tag. Das sind Signale, die Wisser meint.

Das wichtigste Signal aber, sagt der Unternehmer, war das Engagement der Firmenleitung für den Mindestlohn, auf den sich die Branche im Juli 2007 einigte. "Für unsere Mitarbeiter war es ein gutes Gefühl, dass sich ihr Arbeitgeber für diese Regelung einsetzte. Und für einige unserer Kunden war es ein Weckruf, die Preisspirale nach unten endlich zu stoppen." 8,15 Euro beträgt der Mindestlohn aktuell im Westen Deutschlands, 6,58 Euro im Osten. Zum Millionär bringt man es damit nicht.

Wisser sagt nur: "Dabei muss es ja nicht bleiben." Er spricht von den Aufstiegschancen der Tüchtigen, von Kunden, die Zuschläge und Prämien bezahlten, von sensiblen Bereichen, für deren Reinigung mehr Fachkenntnis und also eine bessere Bezahlung vonnöten sei. Er spricht davon, "Menschen auf den Weg helfen" zu wollen. Und von den Wachleuten. Für die nämlich seien bessere Löhne oder gar ein Mindestlohn bislang kaum durchsetzbar. Sie arbeiten noch immer für fünf oder sechs Euro die Stunde. Da wird es selbst für Sozialromantiker eng, die sich den Einsatz im Niedriglohnbereich als Zusatzprogramm zur Altersvorsorge vorstellen können.

3. Ein Lobbyist für Mindestlohn

Sozialromantiker haben in dieser Branche ohnehin nichts verloren. Johannes Bungart, Anwalt für Arbeitsrecht und Geschäftsführer des Bundesinnungsverbandes des Gebäudereiniger-Handwerks, sitzt am Rande des Bonner Regierungsviertels von einst und redet sich in Rage. Was soll das schon sein, ein angemessener Lohn? Was die Branche den einfachen Reinigungskräften zahlt, sagt er, sei noch immer zu wenig, um eine Familie zu ernähren. Doch allein der Umstand, dass selbst er als Arbeitgebervertreter für einen Mindestlohn kämpfte, der das Niveau ein wenig absichern konnte, spricht Bände über das harte Klima seiner Branche. Und das Erreichte.

Mit diesem Einsatz hat sich Bungart in Arbeitgeberkreisen nicht bloß Freunde gemacht, obwohl allen der Wettbewerb längst Puste und Gewinnmargen nahm. Beim Reinigen, sagt er, werde der Preis fast ausschließlich über den Lohn gemacht. "Am Ende bekommt ganz einfach derjenige den Auftrag, der die billigste Arbeitskraft gefunden hat. Und wenn die Löhne ausgereizt sind, wird gelegentlich auch getrickst und der Arbeitsumfang ausgedehnt. Dann sind heimlich eben 400 Quadratmeter zu machen, nicht 150." Daran werde auch ein Mindestlohn nichts ändern, wettern die Gegner. Ergebnis eines branchenbezogenen Mindestlohnes werde allenfalls der Abbau von Arbeitsplätzen, eine Zunahme der Tricksereien oder die Verlagerung in die Schwarzarbeit sein.

Die Negativeffekte aber, sagt Bungart, blieben aus. Statt dessen setzte die Einführung des Mindestlohnes 2007 ein Stoppzeichen, das das Geschäft für alle seriösen Beteiligten erleichterte. Trickser müssen seitdem mit Kontrollbesuchen des Zolls rechnen, der weitaus mehr aufdecken kann als vormals die Sozialversicherungsträger. Und verhinderte, was sonst so gut wie programmiert gewesen wäre: dass die Allgemeinheit einen Preiskampf finanziert. "Denn ohne Mindestlohn", sagt Bungart, "wäre die Situation so: Was diese Menschen beim Putzen nicht verdienen, müsste ihnen der Staat als Aufstockung zahlen, bis sie Sozialhilfeniveau erreicht haben." Riskant werde der Mindestlohn erst, wenn die Politik sich zu sehr in die Lohnverhandlungen der Tarifpartner einschalte und unrealistische Lohnsteigerungen fordere.

Und dann beginnt Bungart noch einmal von vorn, ein wenig genervt davon, dass Presse, Funk und Fernsehen immer auf die Reinigungskräfte schauen, wenn vom Niedriglohnsektor die Rede ist. Dabei gebe es nun wirklich genug andere Branchen, die schlecht, schlechter und manchmal auch gar nicht bezahlen: "Man muss nur die Frauen fragen, die einem die Haare schneiden."

Nein, sagt er, man könne nicht aus jeder Reinigungskraft einen Ingenieur oder Manager machen. Aber man könne sie fair behandeln und sie vor einem unfairen Wettbewerb schützen. Denn ob man es glaube oder nicht (schon der Besuch in einer öffentlichen Schule, so Bungart, könne einem jeden Glauben an Deutschlands legendären Sinn für Sauberkeit nehmen): "Die Arbeit, die diese Männer und Frauen verrichten, wird immer getan werden müssen. Und während wir froh sind, dass andere diese Arbeit für uns verrichten, ist diese Tätigkeit für manch einen vielleicht die große Chance, endlich in der Arbeitswelt Fuß zu fassen."

4. Ein sauberer Gewinner

Was ist das Mindeste, das man erwarten kann? Eine Chance. Abdul Durrant, ein Familienvater in London, erhielt sie vor einigen Jahren auf der Hauptversammlung der englischen Bank HSBC. Kurz bevor über eine Gehaltserhöhung der Chefetage abgestimmt werden sollte, stand Durrant auf und sagte: "Ich arbeite nicht am Computer, ich arbeite mit Wischmopp und Eimer. Man erwartet von mir, dass ich unsichtbar bleibe und in der Nacht arbeite. Ich bekomme fünf Pfund pro Stunde, kein Ruhestandsgeld, und das Krankengeld ist erbärmlich. Unsere Kinder gehen ohne vernünftige Lunch-Pakete in die Schule. Wir sind nicht in der Lage, ihnen die notwendigen Bücher zu kaufen. Und sie werden schließlich, wenn die Entscheidung ansteht, lieber ein Leben als Krimineller wählen als ein Leben als Putzmann."

Die Manager waren überrascht und verwirrt. Sie wussten keine Antwort auf die eindringliche Bitte um bessere Bezahlung dieses Mannes, der am Ende seiner Nachtschichten bei einer zweiten Putzfirma und an den Wochenenden als Taxifahrer arbeitete. Offenkundig fasste ihn der Vorstand nicht als Teil derjenigen auf, die ihren Betrieb am Laufen hielten. Die Abstimmungsergebnisse bei dieser Hauptversammlung im Mai 2003 dokumentierten große Unzufriedenheit der Aktionäre: Es sollen die schlechtesten in der Geschichte der Bank gewesen sein.

Ob solche Demonstrationen viel nützen, wenn die Kameras wieder aus sind, steht auf einem ganz anderen Lappen geschrieben. Am Ende kommt es fast immer auf einen selbst an. Und das muss nicht das Schlechteste sein. Das Institut für Arbeitsmarkt-und Berufsforschung, eine Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit, legte im vergangenen Jahr eine Studie vor, die über einen Zeitraum von sechs Jahren die Entwicklungschancen von Niedriglöhnern beobachtet hatte. Zwar hatte nur jeder achte nach sechs Jahren einen Aufstieg geschafft. Auch gab es klare Unterschiede zwischen den guten Chancen von Männern und Gebildeten und den schlechteren der Frauen, zwischen großen Betrieben und kleinen Mittelständlern. Die Studie wies allerdings auch darauf hin, dass die Annahme eines Niedriglohnes "keine Sackgasse" bedeute. "Geringverdienertätigkeiten", hieß es, könnten "zumindest für einen Teil der Arbeitnehmer eine Brücke in besser bezahlte Tätigkeiten darstellen." Chancen ergäben sich dabei gerade auch für jene, die den Mut besäßen, den Arbeitgeber bewusst zu wechseln, wenn sich andernorts bessere Bedingungen böten.

Keine Frage, dieser Wettbewerb läuft ganz allein über den Preis.-

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